Italien besetzt den Spitzenplatz in der Liste der Länder mit den meisten durch die UNESCO gewürdigten Stätten des Welterbes.

Chronologische Reihenfolge der gelisteten Stätten der UNESCO-Welterbeliste

VALLE CAMONICA – HÖHLENMALEREI

Valcamonica-Lago-d_iseo

Das Valcamonica Tal ist mit seinen Felszeichnungen die erste der italienischen Kulturstätten der UNESCO World Heritage List.

Dieses, in der Lombardei liegende Tal, erstreckt sich auf einer Fläche von 90 km entlang der Ostalpen, zwischen den Provinzen Brescia und Bergamo. Val Camonica

Es verdankt seinen Namen dem antiken Volk der Camuni, die während der Eisenzeit im Gebiet angesiedelt waren (ca. 1. Jahrtausend v. Chr.). Die rund 250 000 Felszeichnungen, die das Tal zur weltweit größten Sammlung von Petroglyphen machen entstanden im Laufe von 8 Jahrtausenden, ab der Mittelsteinzeit, über die Jungstein-, die Kupfer-, die Bronzen- und die Eisenzeit bis hin zur Römischen Zeit und zum Mittelalter.

Die lange Zeit, der diesen, auf über 2500 Felsen angebrachten, Zeichnungen zugeschrieben wird machen aus einem Besuch entlang der Pfade dieses Tals eine besondere Erfahrung, während der man viel über die Evolution und die Lebensweise unserer Vorfahren entdecken kann.

Die ältesten Petroglyphen, wie die in der Gemeinde Dafo Boario Terme, enthalten Darstellungen riesiger Tiere die auf eine archaische Zivilisation der Alt- und Mittelsteinzeit hinweisen, deren Alltag von der Jagd geprägt war. Die Darstellungen von Menschen sowie geometrischer Figuren aus der Jungsteinzeit, wie die im Naturschutzpark von Ceto, Cimbergo und Paspardo, weisen auf die Verbreitung der ersten landwirtschaftlichen Traditionen. Aus der selben Zeit finden wir außerdem auch erste religiöse Darstellungen.

Aus der Kupferzeit (ca. 4. Jahrtausend v. Chr.) sind die Eingravierungen auf den Talfelsen, die Menschen und Symbole Darstellen sowie erste Räder, Karren und erste Metall-Verarbeitungstechniken. Diese finden wir im National Archäologie-Park von Massi di Cemmo und im Park von Asinino-Anvòia.

In der Bronzezeit (II Jahrtausend v. Chr.) werden dann erste Waffen zum Hauptmotiv der Felsdarstellungen. Sehr interessant sind aber auch die, zwischen dem 3. und 2. Jahrtausend v. Chr. datierten Abbildungen von Frauenritualen. Die aufwendigsten und komplexesten Zeichnungen werden der Eisenzeit zugewiesen und so in Verbindung mit der Zivilisation der Camunni gebracht, die zu der Zeit im Tal lebte. Die darauf folgende Zeit ist von einem Rückgang der Felsenkunst des Valcamonica Tals gekennzeichnet, die z.T. im Mittelalter wieder aufgenommen wurde, auch wenn mit einem stärkeren christlich-religiösen Charakter.

Im Jahre 1909 zum ersten Mal vom Geografen Walter Laeng aus Brescia gemeldet, sind die zahlreichen Zeichnungen auf acht Parks verteilt, wie z.B. im Naturschutzpark Incisioni rupestri von Ceto, Cimbergo und Paspardo, das sich auf einer Fläche von über 290 Hektar und in drei verschiedenen Gemeinden erstreckt.

Ein Ausflug in das Valcamonica Tal ist ohne Zweifel ein beeindruckende Reise in die Geschichte der Menschheit und in die Vergangenheit.

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SANTA MARIA DELLE GRAZIE UND LEONARDOS ABENDMAHL

Santa Maria delle Grazie und Leonardos Abendmahl Mailand

 

Die Kirche Santa Maria delle Grazie im Herzen Mailands ist ein architektonisches Meisterwerk, ein Wahrzeichen der katholischen Religion, das untrennbar mit dem  „Abendmahl“, dem Fresko Leonardo Da Vincis im Refektorium, verbunden ist.

Die Kirche wurde 1980 in die World Heritage List der UNESCO aufgenommen, als eines der besten Beispiele der Renaissance. Ausschlaggebend war sicherlich auch das einzigartige Kunstwerk von Leonardo Da Vinci, einem Künstler, der das menschliche kreative Genie bestens verkörperte. Als Austragungsort wichtiger politischer, sozialer und wirtschaftlicher Ereignisse übernimmt Mailand seit jeher eine bedeutende Rolle in der Geschichte der gesamten Halbinsel. Im Jahr 1460 schenkte Graf Gaspere Vimercati, Befehlshaber der Garde von Francesco Sforza, den Dominikanern eine Kapelle mit dem Fresko der Hl. Maria, genannt „delle Grazie“, um darauf eine Kirche – eben Santa Maria delle Grazie - und ein Kloster zu errichten.


Die Bauarbeiten begannen 1463 nach einem Entwurf und unter Leitung von Guiniforte Solari. Das Kloster wurde 1469 fertig gestellt, während der Bau der Kirche erst 1482 beendet wurde. Die Kirche wurde später auf Wunsch von Ludovico Sforza verändert, der sie als Familienmausoleum nutzen wollte. Die Veränderungen, vermutlich von Bramante ausgeführt, erweiterten die Struktur in genialer Weise: halbkreisförmige Apsiden, eine beeindruckende Kuppel umgeben von Kolonnaden und ein Refektorium.

 

Die perfekte Architektur der Kirche und das „Abendmahl“ Leonardos sind Symbole für die  Stadt Mailand der Renaissance, die den Beginn einer neuen europäischen Kunstepoche ankündeten.

Auf den Seiten der Kirche finden sich  jeweils sieben viereckige Kapellen errichtet von Solari, mit Ausnahme der letzten auf der linken Seite, die Mariä delle Grazie geweiht ist.

Nach dem Bau der Kirchenanlage beanspruchten die wichtigsten Häuser Mailands jeweils eine der Kapellen, um sie als Grabstätte für die Angehörigen zu nutzen, und betrauten einige der wichtigsten Künstler mit der Dekoration: In der Kapelle Santa Caterina finden sich Statuen von Antonello da Messina und in den Kapellen Vergine Adorante und Santa Corona Fresken von Gaudenzio Ferrari.

Das Kloster, das drei Kreuzgänge umrandet, besteht im Norden aus der nördlichen Seite der Kirche, während an seinen weiteren drei Seiten ein Bogengang aus gotischen Säulen mit Blattkapitellen verläuft.

Auf den Bogengang blicken die antike Kapelle Delle Grazie, die Säle Del Capitolo und Del Locutorio und die Bibliothek, ebenfalls Werke von  Solari. An der südlichen Seite der Anlage liegt das Refektorium, in dem sich sowohl die Kreuzigung, eines der wichtigsten Kunstwerke des Mailänders Donato Montorfano, als auch das weltweit bekannte Abendmahl von Da Vinci  befinden.

 

Bekannt auch als „Letztes Abendmahl“ gilt es als eines der wichtigsten und bekanntesten Werke des  Künstlers und ist das einzige seiner Wandgemälde, das heute noch sichtbar ist. 

Das Motiv basiert auf dem Johannesevangelium, in dem Jesus verkündet, dass einer seiner Apostel ihn verraten würde. Leonardo verbildlichte diesen Moment in einem Raum, mit einer langen Tafel im Vordergrund und Jesus im Zentrum. Die Apostel sind symmetrisch in vier Dreiergruppen um Jesus verteilt und die Figur Jesu mit den ausgestreckten Armen  weist eine fast pyramidale Form auf. Die angewandte Perspektive und die Ausbildung der Charaktere ziehen den Blick in einer ganz besonderen Weise an, so als wäre man bei diesem wichtigen Ereignis persönlich anwesend.

 

Da Vinci benutzte für die Anfertigung des von Ludovico Sforza in Auftrag gegebenen Freskos ist die Technik der Seccomalerei, die es dem Künstler ermöglichte, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Leider konnte diese Technik nicht den stark wechselnden Klimabedingungen standhalten und erwies sich als problematisch für das Fresko.

1943 wurden die Kirche und das Kloster Santa Maria delle Grazie von anglo-amerikanischen Bomben getroffen: Das Refektorium wurde vollkommen zerstört und nur wenige seiner Wände blieben erhalten, darunter auch die Wand mit Da Vincis Fresko, die glücklicherweise zuvor mit Sandsäcken verstärkt worden war.

 

 

NÜTZLICHE INFOS:

Abendmahl Da Vincis

Reservierung erforderlich  

Für Reservierungen und Ticketverkauf:

Telefon +39 02 92 800360

Der Ticketservice ist von Montag bis Samstag von 8.00 bis 18.30 verfügbar

Fax: +39 02 92800363

Onlineverkauf

 

www.cenacolovinciano.net

 

(Quelle: italia.it)

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ROM – ALTSTADT

Palatino_Circomassimo_Rom

Das historische Zentrum von Rom, zusammen mit den exterritorialen Besitztümern des Heiligen Stuhls und der Basilika Sankt Paul vor den Mauern, ist eine der italienischen Stätte der UNESCO World Heritage List.

 

Das historische Zentrum innerhalb der Aurelianischen Mauer (links vom Tiber) und der Gianicolensi-Mauer (rechts vom Tiber) umschließt über 25.000 Sehenswürdigkeiten archäologischer und landschaftlicher Natur. 

 

Die Legende besagt, dass Rom im Jahr 753 v.Chr. von Romulus und Remus gegründet wurde. Die beiden Brüder wurden von der berühmten Wölfin gesäugt, die seit Jahrtausenden zusammen mit dem wichtigsten Monument, dem Kolosseum, Symbol der Stadt ist. Die Stadt Rom verdankt ihre Größe der Geschichte: Erst Geburtsort der Römischen Republik, dann Zentrum des politischen und kulturellen Lebens des Römischen Reiches und im IV. Jahrhundert Hauptstadt der christlichen Welt. 

 

Die UNESCO-Stätte wurde im Jahr 1990 um das historische Gebiet bis zur von Papst Urban VIII errichteten Mauer erweitert und umfasst viele der wichtigsten Monumente aus der Antike, wie z.B. die Kaiserlichen Foren. Unweit davon finden wir auf dem Aventin zwei architektonische Meisterwerke und Vergnügungszentren der  Römer, der gens romana: Die Caracalla-Therme (212-217), beeindruckendes Beispiel öffentlicher Bäder, und den Circus Maximus, der größte, hauptsächlich für Wagenrennen genutzte Circus der Antike. 

 

Weiter im Norden entlang des Tibers kommen wir dann zum Augustus-Mausoleum, eine beeindruckende Grabstätte, die im Jahr 29 v.Chr. von Kaiser Augustus nach seiner Rückkehr aus Alexandrien errichtet wurde und die dem Grab Alexander des Großen ähnelt.

 

Ein weiteres Mausoleum ist das von Kaiser Hadrian, auf dem später die Engelsburg erbaut wurde. Die Engelsburg wurde im Mittelalter und in der Renaissance radikal verändert und über einen auf der Mauer verlaufenden Gang mit dem Vatikan verbunden. 

 

Ebenfalls im historischen Zentrum steht das Pantheon, ein Denkmal zu Ehren der Götter des Olymps, das von Kaiser Hadrian (118-128) in Auftrag gegeben wurde und von den Römern „La Rotonda“ genannt wird. 

 

Von besonderem Interesse sind auch die Siegessäulen von Rom: die Trajans-Säule, die für den von Trajan gewonnenen Krieg gegen die Daker errichtet wurde, oder die Mark-Aurel-Säule auf der Piazza Colonna  vor dem Palazzo Chigi (Sitz der Regierung), die zwischen 176 und 192 nach den Siegen im Kampf gegen die Germanen erbaut wurde.

 

Zahlreich sind außerdem die Piazze, unvergessliche Plätze von Rom: Campo dei Fiori, in deren Zentrum die Statue des Philosophen Giordano Bruno errichtet wurde; Piazza Navona mit dem Vierströme-Brunnen von Bernini; Piazza di Spagna mit der berühmten Spanischen Treppe; Piazza del Popolo mit den Zwillingskirchen; Piazza Venezia mit dem imposanten Vittoriano, hinter dem sich das Campidoglio (Kapitol) erhebt; Largo di Torre Argentina mit den Ruinen der antiken römischen Tempel; Piazza Trilussa und Piazza Santa Maria in Trastevere, beide im historischen Viertel Trastevere.

 

 

 

Zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, abgesehen vom historischen Zentrum der Stadt, auch einige religiöse Bauten des päpstlichen Roms, exterritoriale Besitztümer des Heiligen Stuhls. Hierzu zählen einige der schönsten Kirchen der Hauptstadt, die als wahre künstlerische Meisterwerke gelten: Santa Maria Maggiore, San Giovanni in Lateran und Sankt Paul vor den Mauern. Die Kirchen hatten im Laufe der Jahrhunderte einen großen Einfluss auf die architektonische Entwicklung und die monumentale Kunst der christlichen Welt.

Die Basilika Santa Maria Maggiore ist eine der größten Basiliken Roms, von enormen künstlerischen und religiösen Wert. Zu Zeiten des Päpstlichen Roms war diese Kirche zentraler Punkt der urbanen Stadtplanung von Papst Sixtus V.. Mit ihren Kuppeln und dem charakteristischen Glockenturm ist die Basilika noch heute Bestandteil des römischen Panoramas.  Eine Besonderheit der Basilika sind die einzigartigen zahlreichen Mosaiken im Kirchenschiff (36 Tafeln), in den Arkaden aus dem 5. Jh. und  in der Apsis, die 1295 beendet wurden. Die wunderschöne hintere Fassade, ein Meisterwerk des Carlo Rinaldi (1673), ist eines der erhabensten Werke des Barocks.

 

San Giovanni in Lateran war die erste Kathedrale Roms, in der Kaiser Konstantin nach dem Jahr 312 die Gründung des ersten bischöflichen Sitzes erlaubte. Mit fünf Kirchenschiffen, einem einfachen Äußeren und einem reich dekorierten Inneren wurde die Basilika  für das Heilige Jahr 1650 von Borromini restauriert. Durch diese Restaurierung erhielt die Kirche das barocke Aussehen.

Eine weitere Basilika ist Sankt Paul vor den Mauern, die 314 im Auftrag von Kaiser Konstantin errichtet und später erweitert wurde. 1823 wurde sie durch ein großes Feuer starke beschädigt  und anschließend vom Architekten Poletti wieder aufgebaut. Die Basilika ist in fünf Kirchenschiffe unterteilt und wird von 80 monolithischen Säulen aus Montorfano-Granit getragen. Im oberen Teil der Wand, wo sich ägyptische Alabasterplatten mit großen Fenstern abwechseln, finden wir 36 Fresken mit Abbildungen aus dem Leben des Heiligen Paulus.

 

Neben dem historischen Zentrum und den drei großen Kirchen gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe auch zahlreiche beeindruckende Paläste des Vatikans: Palazzo della Cancelleria (1483-1517), Palazzo dei Propilei, Palazzo Maffei, Palazzo San Callisto und Palazzo di Propaganda Fide.

 

 

Wissenswertes

Das Gebiet innerhalb der aurelianischen Mauer ist in 22 historische Viertel unterteilt, die sogenannten Rioni: Monti, Trevi, Colonna, Campo Marzio, Ponte, Parione, Regola, Sant'Eustachio, Pigna, Campitelli, Sant'Angelo, Ripa, Trastevere, Borgo, Esquilino, Ludovisi, Sallustiano, Castro Pretorio, Celio, Testaccio, San Saba, Prati. 

 

 

Durch die 1929 zwischen Italien und dem Vatikan geschlossenen Lateranverträge blieben bestimmte Bauten im römischen Territorium exterritoriales Gebiet im Besitz des Heiligen Stuhls.

(Quelle: italia.it)

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FLORENZ – ALTSTADT

Florenz_Panorama

 

Florenz ist Geschichte Tradition, Kunst und Kultur.

Die toskanische Hauptstadt besitzt nach Stendhal einen „feinen Charme“ und ist der Schrein eines weltweit bekannten kulturhistorischen Erbes, das aus dem Stadtzentrum ein Archiv der italienischen und europäischen Geschichte macht; Aus diesem Grund ist Florenz eines der ersten italienischen Weltkulturerbe der UNESCO (1982). Florenz, Panorama Das antike Florentia, so der Name im Jahr 59.v.Chr., hat sowohl die Italienische als auch die Europäische Geschichte gekennzeichnet. Für einige Jahre Hauptstadt Italiens, ist sie  die Geburtsstadt zahlreicher Künstler, deren Namen in der Kunstgeschichte vom 13. Jh. bis zu unseren Tagen zu finden sind.

Petrarca und Boccaccio, Brunelleschi, Michelangelo Buonarroti und Cimabue, Leonardo da Vinci, Lorenzo de' Medici, Niccolò Macchiavelli: Die Geschichte Florenz wird durch die Meisterwerke der Persönlichkeiten erzählt, die sie berühmt machten.

 

Hier wurde 1265 der Dichterfürst Dante Alighieri geboren, eine sehr wichtige Persönlichkeit der Stadt. Ebenfalls aus dem 13. Jh. ist der Dom, die Basilika Santa Maria del Fiore, deren Kuppel von Filippo Brunelleschi entworfen wurde.

Der gotische Glockenturm, eine geniale Erfindung Giottos, verschönert weiter das Profil des Doms, an dessen gegenüberliegenden Seite sich der oktogonale Bau des Baptisteriums San Giovanni befindet (bedeckt mit einer Intarsie aus Carrara Marmor und grünem Marmor aus Prato), verschönert von den Renaissanceformen des Bronze-Tors, von Michelangelo „Paradiespforte“ genannt.

 

Durch einen Spaziergang zwischen den Gassen des historischen Zentrums kann man sich gut in das Leben der Händler hineinversetzen und die geheimnisvolle Atmosphäre der Intrigen der Staats- und Kirchenmächten spüren, sichtbar auf der Piazza della Signoria, wo eine beeindruckende Kopie des David von Michelangelo steht (das original befindet sich im Museum der Akademie). Seit Jahrhunderten steht diese gegenüber der Loggia della Signoria, eine wahre Freilichtgalerie, und des Palazzo Vecchio, eines der wichtigsten öffentlichen Gebäude aus dem Mittelalter in Italien.

Von hier kommt man zu den Uffizien, das älteste Kunstmuseum des modernen Europas.

 

Florenz und der Arno  der Fluss, der die Stadt durchquert: eine Institution ist der Ponte Vecchio, mit den historischen Werkstätten der Gold- und Silberschmieden und dem Vasari Gang, der die Palazzi auf dem rechten Ufer mit Palazzo Pitti verbindet und von den Medici als sicherer Zugang zu ihren Privaträumen genutzt wurde.

Palazzo Pitti ist der beeindruckendste Bau der Stadt und enthält die Galleria Palatina (mit Werken von Giorgione, Raffaello und Tintoretto). Von hier kommt man zum Boboli Garten, in dem die Statuen und Brunnen einen Eindruck über das Hofleben zwischen Grotten, Statuen, Springbrunnen und seltenen Pflanzenarten geben.

 

In den selben Jahren als Dante der Vater der italienischen Sprache wurde, revolutionierte Giotto die Malerei mit der Vorbereitung der perspektivischen Darstellung, die man an der bekannten Kreuzigung  bewundern kann, in der Santa Maria Novella, ein weiteres gotisches Meisterwerk mit einem beeindruckenden Fresko von Masaccio.

Die Kapellen Peruzzi und Bardi in der bezaubernden Basilika Santa Croce beherbergen weitere wichtige Fresken Giottos. Unweit von diesen befinden sich auch der berühmte David Donatellos und die Büste des Brutus von Michelangelo, beide aufbewahrt im Nationalmuseum Bargello.

 

Verpassen Sie nicht:

Gutes Essen und exzellente Weine, diese historische Stadt bietet auch viel Unterhaltung, Musik, Konzerte und Sportmöglichkeiten. Um die Magie des Gebiets vollkommen zu genießen, muss man entlang der Hügel, die die Stadt umgeben, spazieren und einen Sonnenuntergang auf dem Arno genießen sowie eine Nacht in den bezaubernden Agriturismen des Gebiets verbringen.

Mode-begeisterte sollten auf Piazza della Repubblica halt machen, an der historischen Cafès und Einkaufsstraßen aufeinander treffen, wo die eleganten Straßen Vigna Nuova und Vacchereggia mit ihren raffinierten Geschäften und imposanten Palazzi beginnen.

Im Viertel des Mercato Nuovo befindet sich die  Skulptur Fontana del Porcellino, ein Wildschwein aus Bronze an dessen Füßen laut Tradition eine Glücksmünze geworfen wird.

 

Für traditionelle Handwerksprodukte sind die mittelalterlichen Gassen entlang des Arno, zwischen den Brücken Delle Grazie und Carraia, besonders empfehlenswert. 

 

(Quelle: italia.it)

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PISA – PIAZZA DEL DUOMO

Pisa Piazza dei Miracoli

 

Pisa, in der  Toskana , ist weltweit für den monumentalen Domplatz bekannt, der seit 1987 zu den 50 italienischen UNESCO Weltkulturerbestätten zählt. Das Zentrum des historischen Stadtlebens, repräsentiert ein touristisches Ziel unschätzbaren Wertes. Die zahlreichen Monumenten, die den Platz harmonisch beherrschen, wurden vom Dichter Gabriele D'Annunzio als „Wunder“ bezeichnet und galten über die Jahrhunderte als herausragende architektonische Beispiele.

 

Pisa - Dom und Glockenturm

Auch Piazza dei Miracoli genannt (it. Miracoli: dt. Wunder), wird der Platz mit großer Wiese, von vier Meisterwerken  mittelalterlicher Monumentalkunst in strahlendem Weiß umgeben: dem weltberühmten Glockenturm bzw. schiefen Turm, der Friedhofsanlage Camposanto Monumentale, dem Baptisterium und dem Dom. Interessant ist, dass dass aus der besonderen Bauart der letzteren beiden Werke  ein eigener  Stil, der „Romanico Pisano“ bezeichnet wird, hervorging.

 

Die Lage im Nord-Osten der Stadt geht auf dessen ursprüngliche Anlage  in der Nähe eines antiken Flusshafens, am Ufer des heute nicht mehr sichtbaren Flusses Auser, zurück. So beruht dieAuswahl des Bereichs für den Bau des  Doms  bzw. der Kathedrale Santa Maria Assunta, mit dessen Bau 1063 die Macht Pisas als Seerepublikgeehrt werden sollte, auf einem strategischen Hintergrund. 

„Der Tempel aus Marmor, weiß wie Schnee“, wie der Dom auf der Gedenktafel des Architekten Buscheto bezeichnet wird, weist ein fünfschiffiges Langhaus sowie ein dreischiffiges Querhaus auf. Er wird von einer imposanten  elliptischen Kuppel  gekrönt, die sich über einem achteckigen von Arkaden umgebenen Tambour erhebt . Sie kam erst 1380 hinzu und ist somit im Stil der italienschen Gotik ausgeführt. Auf der Fassade und entlang seiner Seiten ist der Dom mit reichen Marmordekorationen verziert sowie mit Mosaiken und Bronzelementen ausgestattet. Ebenfalls erkennbar sind die  arabischen Einflüsse, die sowohl die Dekorationen als auch die räumliche Gliederung kennzeichnen.

 

Gegenüber der Kathedrale finden wir das ebenfalls im romanischen Stil erbaute Baptisterium, das im Jahr  1152  von Diotisalvi begonnen und im 14. Jh. mit gotischen Elementen vollendet wurde. Charakteristisch ist seine zylindrische Form aus weißem Marmor und seine Kolonnade. Der Innenraum wiederum wird dank der nüchternen Raumverteilung, die sich um eine zentrale Taufquelle konzentriert von einer außerordentliche Akustik beherrscht. Der romanische Rundbau wird von einer gotischen Segmentkuppel, die 1358 errichtet wurde, abgeschlossen.

 

Weiter nördlich finden wir außerdem die Anlage Camposanto (dt. „Heiliges Feld“), ein monumentaler Friedhof aus dem 13. Jh., der von einer Marmorblendarkade umgeben ist und dessen Inneres einem Kreuzgang gleicht. Die einst auf den Mauern vorhandenen Fresken, wurden durch einen Brand im Jahr 1944 zerstört. Der Camposanto wurde als Ort der Reflexion und des Gebets erbaut und die Erde im Innenhof des Gebäudes sollÜberlieferungen nach aus dem heiligen Land eingeschifft worden sein. 

Der Platz wird schließlich vom  wahrhaften Symbol Pisas, dem Glockenturm bzw. Schiefen Tum   ergänzt. Das Gebäude, das aufgrund eines Bodenbruchs eine Neigung aufweist wurde im Jahr 1173 begonnen aber aufgrund dieser Tatsache lange unvollendet gelassen, bis die Arbeiten im Jahr 1275 wieder aufgenommen wurden und es Mitte des 14. Jh. fertig gestellt wurde. Der Turm hat eine zylindrische Form und Blendarkaden im unteren Bereich, die sich in der Höhe zu sechs Logen entwickeln und das Motiv des Doms widerspiegeln.

 

Im Inneren dieses weltbekannten Turms, führen die 294 Stufen der Wendeltreppe bis zu seinerzur Spitze, von wo  aus man die bezaubernde Glocke sowie die ihn umgebende Landschaft genießen kann.

 

 

(Quelle: italia.it)

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VENEDIG - UND SEINE LAGUNE

Venedig

 

Weltweit für ihre Schönheit gefeiert, wurden 1987 Venedig und seine Lagune in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

  

Venedig wurde im 5. Jh. n. Chr. von den Venetern gegründet, um der Invasionen der Barbaren zu entkommen, und war bereits im Jahr 1000 eine der mächtigsten Städte Europas. Von den frühen Besiedlungen der Inseln Torcello, Iesolo und Malamocco breitete sich die Stadt auf 118 weitere Inseln aus und wurde ein wichtiges kulturelles, politisches und Handelszentrum. Ein Beweis für die Macht und den Prunk der Republik Venedig sind die zahlreichen Plätze von beeindruckender Schönheit sowie die Brücken und Palazzi, in deren Innerem Meisterwerke großer italienischer Künstler aufbewahrt werden, wie Giorgione, Tizian, Tintoretto und Veronese sowie anderer.

 

Der berühmteste Platz Venedigs ist sicherlich der Markusplatz, in dessen Mitte der gleichnamige Markusdom mit den fünf Kuppeln steht. Die Bronzepferde, die über den Haupteingang ragen, wurden nach dem vierten Kreuzzug (1204) aus Konstantinopel nach Venedig gebracht. Im Inneren ist die Kirche mit Mosaiken verziert, die auf goldenem Hintergrund die Geschichten aus der Bibel darstellen. Der Dom war außerdem die Kapelle der jeweiligen Dogen von Venedig, der Staatsoberhäupter der Seerepublik.

 

Mit dem Dom ist über die Porta della Carta der danebenstehende Dogenpalast verbunden. Der Palazzo war für viele Jahrhunderte Sitz einer der wichtigsten Regierungen Europas, deren Großer Rat sich im berühmten Saal des Maggior Consiglio versammelte. Der Glockenturm des Markusdoms, aus dem 1173 wurde nach seinem Zusammenbruch im Jahr 1902 gegenüber des Palastes wieder aufgebaut. An der kleinen Loge des aus rotem Marmor aus Verona bestehenden Glockenturms kann man zahlreiche Flachreliefs bewundern, die die Leistungen der Löwen-Republik darstellen.

 

Besonders beeindruckend sind die Brücken der „Serenissima“ wie die Ponte Rialto und Ponte dei Sospiri (Rialto- und die Seufzerbrücke) sowie der Bereich des Arsenals aus dem 12. Jh., die Kirchen Santa Maria della Salute, Basilica di Santa Maria Gloriosa dei Frati und die Synagogen des Ghetto. Dann gibt es die Museumsviertel Canareggio und Giudecca, die gerade aufgewertet werden und zahlreiche Kunstinitiativen präsentieren.

 

Venedig ist außerdem für seine historischen Cafés, wie das Florian, die Ausstellungen und Museen, wie das Ca' Rezzonico, die Gallerie dell'Accademia und das Peggy Guggenheim bekannt sowie für die international anerkannten Festivals wie die Filmfestspiele, die Kunst, Musik und Tanz Biennale und die Triennale. Der Oper ist dann eines ihrer wichtigsten Monumenten geweiht, das Teatro La Fenice, in dem jährlich das Internationale Festival für zeitgenössische Musik stattfindet.

Die Stadt liegt am Ende eines geschlossenen Meers und so wird die Lagune oft Opfer starker Schwankungen des Wasserpegels, die zu den entgegengesetzten Phänomenen „Acqua Alta“, dem Hochwasser, dass die gesamte Stadt unter Wasser setzt und „Aqua Bassa“, das die Fahrt entlang der niedrigeren Kanälen hindert, führt. 

 

Andere beliebte Orte der Lagune sind die Inseln Murano und Burano, auf denen man noch die bekannte Glaskunst in den zahlreichen charakteristischen Werkstätten bewundern kann. Die Insel Lido ist dann beliebtes Badeziel und Sitz der bekannten Filmfestspiele von Venedig, die genauso bekannt sind wie Venedigs Karneval.

 

Venedig ist also ein Freilichtmuseum, das in der Lagune schwimmt. Man kann die Stadt gut zur Fuß über die zahlreichen Callen, Campi und Campielli (Straßen und Plätze der Stadt) erkunden sowie über die bezaubernden Brücken. Außerdem kann Venedig auch mit dem Boot oder mit den charakteristischen Gondeln besichtigt werden sowie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (ebenfalls Boote) die von der Seite des Canal Grande eine besondere Sicht auf die berühmten Palazzi der Stadt bieten. 

 

 

 

(Quelle italia.it)

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SAN GIMIGNANO

San Gimignano

ZIn den sanften Tälern des Val d‘Elsa und den bezaubernden Hügeln im Umland von Siena liegt die Ortschaft San Gimignano, umgeben von einer Schutzmauer aus dem 11. Jh. und gekennzeichnet von einer noch intakten mittelalterlichen Architektur.

Hier ist die Toskana, die Urlauber bevorzugen, die Toskana der Weizenfelder, der Weinreben und der antiken Ortschaften, die Toskana des Chianti und des Val D'Orcia, der guten Küche und der unvergleichbaren Schönheit.

San Gimignano wurde 1990 aufgrund seiner Einzigartigkeit als Meisterwerk der städtischen und landschaftlichen Architektur sowie als Zeugnis einer antiken Zivilisation und des menschlichen Genies von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet.

Besucher von San Gimignano tauchen vollkommen in die Atmosphäre des 14. Jh. ein, denn die Ortschaft bewahrte bis heute das Aussehen einer Stadt, die als beispielhaft für mittelalterliche Stadtstrukturen gilt.

Erkennungsmerkmal dieser Stadt – sichtbar schon von weitem – sind die beeindruckenden Türme, die die Stadt dominieren und von denen jeder seine eigene Geschichte erzählt.

 

Mitte des 14. Jh. erlebte die Stadt eine wirtschaftliche und künstlerische Blütezeit, auch dank der Händler und Pilger, die auf dem Frankenweg die Stadt durchquerten. Noch heute wird San Gimignano durch die Via Franchigena geteilt.  Während dieser Zeit konkurrierten die wichtigsten Adelsfamilien durch die Errichtung des höchsten Turms als Machtsymbol.  Von diesem Wettbewerb ausgeschlossen blieb der Turm Torre Comunale, auch genannt La Rognona, der nach Gemeindebeschluss der höchste bleiben musste. Im 14. Jh. zählte die Stadt -  entsprechend der Anzahl der wohlhabenden Familien - etwa 70 Türme, von denen heute noch dreizehn erhalten sind.

 

Zu dieser Zeit begann auch ein Prozess der Erneuerung: die Erweiterung der Schutzmauer wie auch die Errichtung zahlreicher Bauten, Kirchen und Klöster um die Piazza della Cisterna und Piazza del Duomo. Die Stadt wurde bereichert durch Werke bekannter Künstler der großen „Schule von Siena“ wie Simone Martini, Lippo Memmi und Puccio Taddeo di Vartolo. Die meisterhafte religiöse Architektur wie auch Wohn- und Militärbauten macht San Gimignano zu einem Schmuckstück inmitten einer bezaubernden Landschaft, in der auch exzellente hochwertige Produkte wie Safran und der Weißwein Vernaccia hergestellt werden. Das alles ist heute San Gimignano, Zeugnis einer der wichtigsten Epochen der Geschichte und der lokalen Tradition.

 

San Gimignano und der Vernaccia

San Gimignano ist bekannt für die Produktion des international geschätzten Weißweines Vernaccia, einer der besten Weine Italiens. 1966 erhielt der Vernaccia als erster italienischer Wein das Prädikat  D.O.C und 1993 das zusätzliche Qualitätssiegel D.O.C.G.

Dieser Wein wird ausschließlich innerhalb der Gemeinde von San Gimignano produziert und die dafür verwendeten Trauben wachsen an Weinreben entlang der Straße von Poggibonsi nach San Gimignano.

Die Weinlese findet zwischen Ende September und Anfang Oktober statt. Der Vernaccia Normale kann im März abgefüllt werden, während der Vernaccia Riserva erst ein Jahr lang im Keller reifen muss.

Vernaccia wird gekühlt ( 10° C) zu Antipasti, Fischgerichten und weißem Fleisch serviert, die Qualitätsstufe Riserva dagegen wird auf 14°C bis 16°C  temperiert und eignet sich gut zu  Fisch und Meeresfrüchten.

Um der Qualität und dem Prestige dieses Weines Rechnung zu tragen, wurde in der Villa della Rocca di Montestaffoli das Vernaccia-Museum gegründet.

(Quelle: Italia.it)

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MATERA - I SASSI

Sassi di  Matera

 

Altertümliche Wohnbauten, Höhlensiedlungen  an den Felsenhängen einer karstigen Hochebene. Ein tiefes und beeindruckendes Tal (Tobel), durch das ein Gebirgsbach fließt. Dächer, die als Boden weiterer Wohnbauten dienen. Ein dichtes Netz an Gassen und der Eindruck, in einer Krippe herumzulaufen. Das alles ist Matera, in der Basilikata, deren Felsenkirchen und die weltweit berühmten „Sassi“ - altertümliche, in Felsen gegrabene Wohnsiedlungen - 1993 in die World Heritage List der UNESCO aufgenommen wurden.

 

 

Ein Spaziergang im historischen Zentrum von Matera ist eine Reise in das Dunkel der Vergangenheit. Dieses Gebiet war bereits im Paläolithikum bewohnt, als die ersten Höhlensiedlungen entstanden. Die menschliche Natur harmonierte immer bestens mit der Umgebung und kennzeichnete dieses Gebiet über Jahrhunderte, in verschiedenen historischen Epochen und Stilen, von den ersten unterirdischen Siedlungen bis hin zu den ausgeklügelten Steinbauten, die von einer klugen Nutzung der natürlichen Ressourcen zeugen.

 

Die Stadt Matera, die so beeindruckend ist, dass sie als zweites Bethlehem bezeichnet wird, hat im Laufe der Jahrhunderte Schriftsteller, Künstler und Regisseure verzaubert, wie zum Beispiel Mel Gibson, der Matera als Drehort für die Passion Christi wählte. In den 50er Jahren wurden die Bewohner der Höhlenbauten in den moderneren Vierteln untergebracht, um die Sassi umfangreich zu renovieren, was dem Zentrum seinen alten Glanz zurückgegeben hat. 

 

Zu den ältesten und wichtigsten Bereichen gehört sicher das Viertel Civita mit dem romanischen Dom, eine natürliche Festung im Herzen der antiken Stadt, die zusammen mit den zwei Talsenken „Sasso Barisano“ und „Sasso Caveoso“ zu den beeindruckendsten Stellen der Stadt gehört. Im Sasso Caveoso sind die Höhlenbauten der Via Casalnuovo fast vollkommen erhalten. Vom Hauptplatz mit der wunderschönen Kirche San Pietro Caveoso  kann man ein einzigartiges Panorama auf die Talsenke genießen wie auch auf  das Labyrinth aus Straßen, Kirchen und an den Hängen „gewachsenen“ Wohnbauten.

 

Entlang der Straße Via Madonna delle Virtù kommt man zum Viertel Sasso Barisano, das zu seinen Touristenattraktionen eine Miniatur-Nachbildung der Sassi und das „Museum der Bauernkultur“ zählt.

 

Unter den zahlreichen Felsenkirchen von Matera, die den kahlen Reiz der Felsen mit der Raffinesse und der Eleganz der Innendekorationen bestens vereinen, sollte man unbedingt die Kirchen San Pietro Barisano, Santa Lucia delle Malve, die Felsenanlage Convicinio di Sant'Antonio, Santa Maria Idris und San Giovanni, die Kirche Santa Barbara mit ihren beeindruckenden Fresken und schließlich die Felsenanlage Madonna delle Virtù und San Nicola dei Greci besichtigen. Letztere befindet sich zwischen dem Sasso Caveoso und dem Sasso Barisano und beherbergt jedes Jahr eine wichtige,  international renommierte Skulpturenausstellung.

 

Die spirituellen Orte der Stadt, die Teil des Parks der Felsenkirchen von Matera sind, finden sich über das gesamte umstehende Gebiet zwischen den Gemeinden Matera und Montescaglioso verteilt. Der Park erstreckt sich auf ca. 8000 Hektar und zählt über 150 Felsenkirchen sowie zahlreiche Siedlungen aus dem Paläolithikum wie die Höhlen Grotta dei Pipistrelli oder Fundstücke wie die Keramik von Diana Bellavista oder Serra d'Alto aus dem Neolithikum. 

 

 

 

(Quelle italia.it)

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VICENZA – DIE STADT UND DIE VILLEN DES PALLADIO

Vicenza

 

Vicenza eine Stadt, die es in jedem Detail zu entdecken gilt, in jeder ihrer Gassen, und die man vom ersten Augenblick bewundern soll. Eine der schönsten Städte Venetiens und Italiens, wo die Architektur perfekt mit der Stadtstruktur harmoniert: Palazzi, Villen, Monumente und Kirchen, die das Bild der Stadt vervollständigen.

 

Die Geschichte der Kunst in Vicenza ist eng mit dem Kunstgenie von Andrea di Pietro della Gondola, verbunden. Der als Palladio bekannte Architekturmeister ist weltweit berühmt und bewundert. Vicenza Vicenza wurde 1994 zum Weltkulturerbe der UNESCO aufgrund zweier Kriterien ernannt: Der Beitrag Palladios für die Geschichte der Kunst und die perfekte Harmonie zwischen Architektur und Stadtplanung, ein Modell, das noch heute als Inspiration für das gesamte Europa dient.

 

Vicenza bezaubert mit ihrem adligen Charme und den architektonischen Formen mit harmonischen Proportionen.

 

Gegründet zwischen dem 11. und dem 7. Jh. v. Chr. ist die Geschichte der Stadt größtenteils mit der Republik von Venedig, der Serenissima, verbunden, die ab dem Jahr 1404 und bis zum Ende des 18. Jh.  in der Stadt herrschte.

 

Von hier aus wurde im 16. Jh. der Architekt Palladio in der ganzen Welt bekannt, dank seiner Meisterwerke, die er Vicenza als unschätzbares Erbe hinterließ: Die Basilika Palladiana, der Palazzo Chiericati und das Olympische Theater sind darunter seine größten Leistungen.

 

“Man kann den Eindruck der Basilika Palladios kaum beschreiben..“, sagte Goethe nachdem er das bekannteste Monument der Stadt besichtigt hatte, das auf die Piazza dei Signori blickt und 1614 nach Palladios Geschmack restauriert wurde. 

 

Von den Villen für die damaligen Adelsfamilien abgesehen, beeindruckt diese Stadt mit den zahlreichen Privatbauten (Palazzo Valmarana, Palazzo Barban de Porto - Sitz des Palladium Museums, Palazzo Schio), einigen religiösen Bauten wie der Kathedrale und wichtigen öffentlichen Strukturen wie der monumentale Bogen Delle Scalette und die Loggia des Hauses der Region.

 

Die UNESCO Anerkennung, erhalten 1994, wurde zwei Jahre später auch auf die 24 Villen Palladios erweitert, die im Hinterland und in kleineren Wohnzentren Venetiens zu finden sind.

 

Diese beeindruckenden Villen wurden für Adelsfamilien errichtet (Barbato, Corner, Emo, Grimani und Foscari) und dienten kurz darauf als Vorbild auch außerhalb Italiens.

 

Unter diesen ist Villa Lamerico Capra, auch genannt La Rotonda, von besonderem Interesse, da sie als eine der wichtigsten Bauten der modernen Geschichte der Architektur gilt.

 

Dies sind alle Gebäude, deren Eleganz sich bestens mit ihrer Funktionalität vereint: In der Tat handelt es sich um Herrenhäuser, die für die Auftraggeber errichtet wurden und die Nebeneinrichtungen mit Weinreben, Lagerräume, Ställe und Bereiche für die Landwirte - wie die sogenannten „Barchesse“ - besitzen.

 

Wissenswertes

In der Kirche Santa Corona ist das Grab von Luigi da Porto aufbewahrt, der die Novelle Julia und Romeo verfasste, von der sich Shakespeare für sein Drama inspirieren ließ.

In Vicenza und der umliegenden Provinz wurden zahlreiche Filme gedreht, wie zum Beispiel „The Merchant of Venice“, gedreht im Castello Colleoni di Thiene und „Il comune senso del pudore“ aus dem Jahr 1976 mit und von Alberto Sordi und mit Claudia Cardinale.

Vicenza besitzt noch heute Spuren wichtiger Bauten aus römischer Zeit wie das Criptoportico, einige Bodenmosaiken, Brücken, das Aquädukt Lobia und das Theater Berga.

 

 

(Quelle: italia.it)

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NEAPEL – ALTSTADT

Neapel

Das historische Zentrum von Neapel zu besichtigen bedeutet, zwanzig Jahrhunderte an Geschichte zu erkunden. Die Anordnung der Straßen und der Plätze, der Kirchen, der Monumente, der öffentlichen Gebäude und der Schlösser stellen einen Schatz an einzigartigen künstlerischen und historischen Meisterwerke dar, sodass die UNESCO es 1995 in die World-Heritage-List aufgenommen hat. 


Das Zentrum Neapels erstreckt sich auf einer Fläche von über 1000 Hektar und ist somit das größte historische Stadtzentrum in Europa, wovon ein großer Teil (ca. 900 Hektar)  ein Weltkulturerbe ist. Hier befinden sich Zeugnisse verschiedener Stile und Epochen, angefangen mit der Gründung der griechischen Kolonie Parthenope im 8. Jh. v.Chr., über die darauffolgende Römische Herrschaft und der Epoche der Normannen und Schwaben, dem Aragonesischen Imperium und den Königen Frankreichs, bis hin zu Giuseppe Garibaldi und dem Regno d'Italia.


Von der ursprünglichen griechischen Siedlung ist nur sehr wenig erhalten: einige Überreste an der Schutzmauern im nordwestlichen Bereich des Zentrums und an der Via Mezzocannone.  Zahlreicher sind dagegen die archäologischen Überreste aus Römischer Zeit, als neben der griechischen Siedlung, bekannt unter den Namen Palaepolis („Altstadt“), das Gebiet der Neapolis („Neustadt“) entstand.


Grabstätte, Katakomben und weitere Ausgrabungen sind in den Museen und den archäologischen Stätten der Stadt ausgestellt wie beispielsweise im Bereich von San Lorenzo Maggiore. Nach dem Niedergang des Römischen Imperiums wurden in der Stadt zahlreiche imposante Kirchen gebaut, wie die Basilika San Gennaro im bunten Viertel Sanità, außerhalb der Stadtmauern.  Die Basilika wurde um das 5. Jh. unweit der Katakomben von San Gennaro errichtet und beide sind dem heiligen Schutzpatron der Stadt geweiht.

Das wichtigste Gebäude aus normannisch-schwäbischer Zeit ist eindeutig das Castel dell'Ovo, das auf der ehemaligen römischen Residenz von Lucio Licino Lucullo errichtet wurde.

Gelegen auf der kleinen Insel Megaride ist das Castel dell'Ovo heute Sitz wichtiger Ausstellungen und kultureller Veranstaltungen und bietet eine bezaubernde Aussicht auf den Golf von Neapel, der vom Vesuv dominiert wird.


Die darauf folgende Zeit der Anjou-Herrschaft war von einer starken Erweiterung der Stadt gekennzeichnet, von der wichtige Zeugnisse unvergleichlicher Schönheit erhalten sind.

Viele davon sind im gotisch-provenzalen Stil, der wichtigsten Stilrichtung dieser Epoche, erbaut. Unbedingt sollte man die Neue Kathedrale mit der bekannten Kapelle dei Tesori di San Gennaro besichtigen sowie die Kirchen San Lorenzo Maggiore, San Domenico Maggiore und Santa Chiara mit dem beeindruckenden Kreuzgang Delle Clarisse. Ebenfalls sehenswert sind das Castel Nuovo, auch genannt „Il Maschio Angioino“, die Festung und Herrschaftsresidenz Castel Capuano sowie der Palazzo del Principe di Taranto.

Die Aragonesische Zeit war ihrerseits von Festungsbauten gekennzeichnet wie zum Beispiel dem Palazzo Reale.

Errichtet um das Jahr 1600, umrahmt der Palast, zusammen mit der Basilika San Francesco di Paola, den Platz Piazza del Plebiscito, der die Form des Pantheons in Rom wiedergibt. Das Gebäude, heute Sitz einer der größten Bibliotheken Italiens, der Bibliothek Vittorio Emanuele III., wurde früher von den spanischen und österreichischen Vizekönigen und dann von den Bourbonen und den Savoyern bewohnt und gilt als geographisches Zentrum und Symbol der Macht Neapels.

Im 19. Jh. wurde die Stadt zum größten Teil neu strukturiert, was Neapel zur modernen Metropole machte, die wir heute sehen. Eine Metropole, die wie keine andere die Geschichte mit der Gegenwart und die historischen und künstlerischen Schätze mit der bezaubernden Natur, die sie umgibt, vereint. Eine Metropole mit einer besonderen Seele, die zeit- und grenzenlos ist.

 

 

 

 

(Quelle: italia.it)

CRESPI D’ADDA – DER INDUSTRIESTANDORT

Crespi d`Adda

 

Crespi d'Adda ist eine historische Arbeiterstadt, die zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert  direkt neben der Textilfabrik der Familie Crespi für die Angestellten und ihre Familien errichtet wurde. Die UNESCO hat Crespi d'Adda 1995 in die Word Heritage List eingetragen als eines der am besten erhaltenen Beispiele einer Arbeiterstadt in Süd-Europa. Crespi d'Adda, in der Tat stellt diese Stadt das perfekte Modell einer Architekturanlage dar, die von einer gewichtigen historischen Epoche zeugt, die der modernen Industrialisierung in Italien. 

Diese ist noch bestens erhalten und bewahrt noch ihren ursprünglichen Bauplan und architektonischen Stil. 

 

Crespi d'Adda befindet sich in der Lombardei, auf einer Ebene, die von zwei Flüssen abgegrenzt wird, der Adda und dem Brembo, die die Halbinsel „Isola Bergamasca“ formen, an deren Spitze das Arbeiterdorf  liegt.

Den Namen Crespi bekam die Stadt von der Färberdynastie, die die moderne Arbeiterstadt gründete  und in dessen Innerem sich auch das beeindruckende Schloss der Familie befindet.

Gründerväter der Stadt waren Cristoforo Benigno Crespi und sein Sohn Silvio Benigno, zwei Industriemagnate, die ein kleines Lehnsgut gründen wollten, in dem der Wohnraum sowohl die Autorität als auch die Güte des Gutsherren gegenüber den Arbeitern und ihrer Familien darstellen sollte.

Die Bewohner des Dorfes waren ausschließlich Arbeiter und Angestellte der Textilfabrik und das Leben der Gemeinde war stark vom Arbeitsrhythmus und den Fabrikbedürfnissen beeinflusst.

Der Fabrikchef war auch derjenige, der für alle Bedürfnisse der Arbeiter sorgte und ihnen eine Wohnung und alle Gemeindeservices zur Verfügung stellte: Kirche, Schule, Krankenhaus, Theater, öffentliche Toiletten und Läden. 

 

Der Stadtplan ist von der Fabrik gekennzeichnet, die sich entlang der Zentralachse des Dorfes, die Hauptstraße, entwickelt. Die Fabrik ist im frühmittelalterlichen Stil gebaut und hat einen beeindruckenden Zentraleingang reich an Dekorationen sowie hohe Fabrikschornsteine. Die Fabrikhallen sind entlang der Hauptstraße verteilt und ihre imposante Erscheinung wird von den Ziegelkonturen und den achteckigen Sterndekorationen besänftigt sowie von den Fensterrosen aus Terrakotta.

Neben der Fabrik steht das beeindruckende Gutshaus im mittelalterlichen Baustil, mit einem Turm, der die Macht der Crespi Familie symbolisiert. 

Die Wohnanlagen der Arbeiter sind im englischen Stil: es handelt sich um etwa fünfzig Häuser die östlich der Fabrik aneinander stehen und mit Terrakotta umgeben sind.

Aus der Höhe blicken auf das Dorf das Haus des Pfarrers und des Arztes, während die Schule und die Kirche nebeneinander und gegenüber der Fabrik stehen. Die Kirche ist ein Nachbau der Santa Maria Kirche in Busto Arsizio (in der Provinz Varese), Heimatstadt der Familie Crespi.

Weiter südlich, in einem etwas abgelegenerem Gebiet, finden wir dann die kleinen Villen der Angestellten und die imposanten Villen der Betriebsführung.

 

Die Hauptstraße, fast eine Metapher des Arbeiterlebens, erstreckt sich zwischen Fabrik und Dorf und endet am Stadtfriedhof, ein nationales Denkmal. Hier finden wir die Crespi Kapelle: ein prunkvoller Pyramiden-Turm im lokalen Stein, Ceppo d'Adda, und in Zement, der sich zwischen den Arbeitergräbern erhebt. Letztere bestehen aus kleinen Kreuzen, die ordentlich auf einer englischen Wiese verteilt sind.

 

Diese Stadt war jedoch nicht nur hinsichtlich des Infrastruktur- und Dienstleistungsangebots sehr innovativ, sondern auch hinsichtlich der angewandten Technologien, wie beispielsweise die elektrische Beleuchtung nach Edison, die sowohl die Produktivität als auch die Lebensqualität der Gemeinde vergünstigte. 

Das 1878 gegründete Crespi d'Adda besteht noch heute hauptsächlich aus den Nachkommen der Arbeiter, die ursprünglich hier arbeiteten und wohnten, während die Textilfabrik 2004 ihre Tore schloss. 

Wer sich aber nicht nur in diesem historisch wichtigen Dorf aufhalten will, kann von den zahlreichen Touren profitieren, die in Crespi beginnen und entlang der Adda in die beeindruckende Natur führen.

 

Besichtigungen

Das Arbeiterdorf Crespi ist heute noch bewohnt. Es sind daher keine formelle Eintrittszeiten und kein Eintrittspreis vorgesehen.

Der beste Weg um das Dorf im Respekt für seine Bewohner kennenzulernen sind die Führungen, die während des ganzen Jahres stattfinden und die per Telefon oder e-mail gebucht werden können:

Telefonnummer +39 0290987191 / e-mail: info@villaggiocrespi.it 

 

 

 

 

 

(Quelle: italia.it)

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SIENA – ALTSTADT

Siena

Siena hat tausend Gesichter: Kunst- und Kulturstadt, Stadt des Palio, Universitätsstadt sowie die Stadt des „guten Essens“. Sanft auf den Hügeln der Toskana gelegen, bewahrte sich Siena bis heute ihr ursprüngliches Aussehen: Es scheint, als wäre die Zeit im 13. Jh. stehengeblieben, als die Stadt langsam zu einem wichtigen kulturellen und architektonischen Zentrum wurde.

Die UNESCO hat 1995 Siena als eine mittelalterliche Stadt, die ihren Charakter und ihre Schätze gut bewahrt und geschützt hat, anerkannt und zum Weltkulturerbe erklärt: als ein Meisterwerk von Hingabe und Erfindungsgeist, deren Bauten in Harmonie mit der Stadtstruktur errichtet wurden. Kaiser Augustus gab der Stadt, die ursprünglich eine etruskische Siedlung war, bei der Gründung als römische Kolonie den Namen Saena Julia. Siena erlebte die Blütezeit während der turbulenten Kriegsjahre mit dem benachbarten Florenz.  Zu dieser Zeit entfalteten viele große Künstler ihr Talent:

Namen wie Duccio di Boninsegna, Simone Martini und die Brüder Lorenzetti sind nur einige Protagonisten der weltweit bekannten Schule von Siena. Ebenfalls zu dieser Zeit entstanden beeindruckende Monumente wie der Dom, der Palazzo Pubblico und der Torre del Mangia.

 

Einige dieser Bauten wurden im Auftrag des „Governo dei Nove“, dem Magistrat der Republik von Siena errichtet, der Mitte des 13. Jh. besonders aktiv war. Diese Regierung fiel nach der Pest, die 1348 in der Stadt wütete und rund drei Fünftel der Bewohner dahinraffte. 

 

Um Siena zu beschreiben, sollte man am zentralen Platz beginnen, der Piazza del Campo, auf dem auch der Palio stattfindet. Zahlreiche Bars und Cafés laden Urlauber und Einwohner zum Aufenthalt ein, währenddessen sie die umstehenden Monumente bewundern können. Der trapezförmige Platz hat eine leichte Neigung zur Mitte, wo man den Gaia-Brunnen findet, eine Kopie der ursprünglich von Jacopo della Quercia erbauten Anlage. Monumentale Bauten wie der Palazzo Sansedoni und der Palazzo Pubblico umrunden den Platz.

 

Mit einer Höhe von 102 m überragt der Torre Mangia, errichtet in den 40er Jahren des 14. Jahrhunderts, den Platz und die gesamte Stadt. Dieser Turm hat die gleiche Höhe wie der Glockenturm des Doms und versinnbildlicht das Gleichgewicht zwischen göttlicher und irdischer Macht. Am Fuße des Turms steht die Cappella di Piazza, ein Tabernakel aus Marmor mit beeindruckenden Skulpturen in den gotischen Nischen. Unfassbar, wie so viel Schönheit und Geschichte auf einem einzigen Platz zu finden ist.

Doch Siena ist nicht nur die Piazza del Campo: im Umfeld wechseln sich beeindruckende Kirchen, wie die von San Domenico und Santa Maria dei Servi, mit kleinen Läden und Werkstätten in charakteristischen Gassen ab, in denen man lokales Kunsthandwerk kaufen und die typische lokale Küche genießen kann: zum Beispiel die berühmten Cantuccini mit einem Gläschen Vin Santo in der Hand.

Entlang der engen Gassen und der Piazza del Campo kann man die wahre Atmosphäre Sienas spüren, einer sehr jungen und lebhaften Stadt mit jahrhundertelanger Geschichte.  

  

 

Siena und der Palio

Die Leidenschaft der Bewohner Sienas für den Palio geht über die Idee eines Sportwettbewerbs hinaus. Es handelt sich um ein eng mit dem Stadtleben verbundenes Pferderennen, dessen Bedeutung sich Ortsfremden kaum erschließt. Das Gebiet der Stadt ist in 17 Contrade (Viertel) unterteilt, von denen nur zehn am Palio teilnehmen -  mit einem Pferd, das per Auslosung zugeteilt wird. Vor dem Palio findet jedes Jahr ein Umzug statt, die Passeggiata Storica, mit über 600 Teilnehmern in historischen Kostümen. Beim Palio, das  jährlich am 2. Juli und am 16. August stattfindet, umrunden die Reiter die Piazza del Campo dreimal auf einem ungesattelten Pferd.

 

Anreise

Die Innenstadt von Siena ist komplett Fußgängerzone.

 

Reisenden mit dem Auto stehen Parkplätze vor den Eingangstoren der Stadt zur Verfügu 

(Quelle: italia.it)

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FERRARA – STADT DER RENAISSANCE UND IHRER PO-DELTA

Ferrara

Ferrara, in der Region  Emilia-Romagna, wurde 1995 mit seinen zahlreichen Renaissance-Denkmälern in die World Heritage List aufgenommen und ist somit eine der  italienischen UNESCO-Stätte.


Im Jahr 1999 wurde das Delta des Flusses Po zu diesem Weltkulturerbe hinzugefügt, als natürliches Ökosystem und beeindruckender Beweis menschlichen Wirkens in der Natur.

Reich an Kunstwerken und Bauten aus dem Mittelalter wurde Ferrara in der Renaissance zu einem wahren Schmuckstück durch die Arbeit der größten italienischen Kunstmeister wie Piero della Francesca, Jacopo Bellini und Andrea Mantegna.

 

Sie arbeiteten für den Hof der Adelsfamilie Este, die das Bild und die Geschichte der Stadt stark prägte. Unter den Besonderheiten dieser historischen Stadt finden wir ein beeindruckendes Straßennetz, das die Stadtstruktur prägt, entworfen im Auftrag der Este und entwickelt im 16. Jh. mit der Bezeichnung Addizione Erculea.

Dieses Projekt ist das erste Beispiel moderner Stadtplanung, die nicht auf römischen Strukturen basiert. Anstatt sich von einem Zentrum aus zu entfalten, breitet sich die Stadt mit zahlreichen Straßen und Kreuzungen auf einer linearen Achse entlang der Ufer des Flusses Po aus. Zu  den wertvollsten architektonischen Denkmälern zählt die Kathedrale San Giorgio aus dem 12. Jh., die auch als das wichtigste mittelalterliche Monument der Stadt gilt.

 

Die Fassade wurde im unteren Bereich im römischen Stil begonnen und im oberen Teil  im gotischen Stil fertig gestellt. An der zentralen Piazza della Repubblica finden wir das Castello Estense, ein imposantes Denkmal und wichtiges Beispiel für die Pracht der Adelsfamilie Este. Erbaut im Jahr 1385 beherrscht das Castello mit seinen zwei Türmen, der mit Zinnen versehenen Mauer und seinem tiefen Burggraben die gesamte Stadt. Ein Besuch im Innern der Burg – mit Herzogsresidenz, Küche und Gefängnis - ist eine  Reise ins Mittelalter. Das historische Bild der Stadt prägen noch viele andere beeindruckende Bauten aus der Vergangenheit. Das Castello Estense ist mit einem überdachten Weg mit dem Palazzo Municipale verbunden, der  ca. 1200 erbaut wurde und ebenfalls als Herzogsresidenz diente. Heute ist der Palazzo Sitz des Rathauses von Ferrara und für seinen Haupteingang bekannt, der den Namen „Volto del Cavallo“ trägt und von zwei Säulen mit den Statuen des Nicolò III. und Borso d'Este flankiert wird.

Unweit von hier finden wir auch den Palazzo Schifanoia, erbaut 1385 im Auftrag von Alberto V. D'Este und in den folgenden Jahren erweitert.

Als Sitz des Museums für antike Kunst beherbergt der Palast wertvolle unterschiedliche  Sammlungen, wie z.B. den Saal „Salone dei Mesi“ aus dem 14. Jh. mit einer der wichtigsten Freskensammlung aus dem 15. Jh..

Ebenfalls sehenswert sind der Palazzo Costabili, der der Legende nach Ludovico Sforza zugeschrieben wird und heute Sitz des archäologischen und nationalen Museums ist,  sowie der Palazzo dei Diamanti mit einer Fassade aus diamantförmigen Quadern aus weißem und rosa Marmor, erbaut im Auftrag von Sigismondo d'Este und heute Sitz der nationalen Pinakothek.

 

Beeindruckend ist auch der Parco del Delta del Po, das Gebiet mit der Mündung des Po, mit einer herrlichen Aussicht und den „Delizie Estensi“, einem Ensemble von ca. 30 Villen, die sowohl als Jagdunterkünfte wie auch als Sommerresidenzen dienten und Zeugnis ablegen  von dem Einfluss der Adelsfamilie Este und der Renaissance-Bewegung auf die Natur. Am Delta des Flusses Po verschmelzen die Natur und die von Menschen errichteten Bauten in einer ungewöhnlichen Harmonie, die einen Besuch dieses Weltkulturerbes zu einer besonderen Erfahrung macht.

 

(Quelle: italia.it)

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PIENZA - ALTSTADT

PIENZA - Altstadt

Pienza, die Stadt Pius‘. Diese reizvolle Stadt im Herzen des toskanischen Orcia Tals unweit von Siena, gilt als Beispiel einer Idealstadt im Sinne der für die Renaissance typischen Utopie-Vorstellung einer perfekt geplanten. Seit 1996 Weltkulturerbe der UNESCO, repräsentiert Pienza heute noch die stadtplanerische Vorstellung einer rationalen Verteilung der Gebäude und vor Allem der Perspektive der Plätze und Palazzi des 16. Jh.

 Dom von Pienza 

Pienza wurde von Papst Pius II. beauftragt und ihm verdankt sie auch ihren Namen.

Der bürgerlich genannte Enea Silvio Piccolomini, wurde 1458 zum Papst ernannt und entschied daraufhin sein Heimatdorf auszubauen und die Arbeiten dem Hofarchitekten Bernardo di Matteo, einem Schüler des berühmten Leon Battista Alberti, anzuvertrauen, Die Arbeiten fanden zwischen 1458 und 1462 statt und veränderten das Stadtbild des ursprünglich von Corsinio gegründeten Dorfes Corsignano.

Die geometrische Perspektiven, die beeindruckenden Ausmaße der Kathedrale und des Palazzos Piccolomini, die akkurate Nutzung des Freiraums im mittelalterlichen Zentrum des Dorfes, spiegeln bestens das architektonische Genie dieser Epochewider. Die Konkathedrale von Santa Maria Assunta, auch bekannt als der Dom Pienzas, stellt ein harmonisches Beispiel der Ergänzung von gotischen Formen durch Renaissance-Elemente dar. Die Innenausstattung, mit dem zentralen Thema der Heiligen Muttergottes, geht auf die größten Namen der Schule von Siena zurück.

Die Kirchenanlage, wurde auf dem ursprünglichen Standpunkt der  antiken Kirche Santa Maria, jedoch anders ausgerichtet, erbaut und sollte dem Platz ein imposanteres Bild verleihen.

Der Innenraum der Kirche besteht aus drei Schiffen mit jeweils zwei Pilastern mit lisenenartigen Halbsäulen und dekorierten Kapitellen, die höher lagen als die Pilaster. Die Apsis dagegen ist in drei Kapellen unterteilt, von denen die mittlere größte den Chor (Presbytherium) ausmacht.

In den Vierungskuppeln der  weiteren zwei Kapellen, , finden wir jeweils ein großes Fenster. Einzigartiger Bestandteil dieser Kirche ist die sich im linken Seitenschiff, hinter einer Nische, befindliche Orgel. Diese ist aus den 70er Jahren und elektrisch.

Der Palazzo Piccolomini, auch genannt Palazzo Pontificio gilt als ein Werk von Bernardo Rossellino und ist am Palazzo Rucellai, einem Werk von Leon Battista Alberti, inspiriert. Der Palazzo hat einen viereckigen Grundriss, drei Etagen und seine Fassade ist  aus bossiertem Naturstein.

Die Fenster des Gebäudes, mit Lisenen und Säulen ausgestattet, werden an bestimmten Punkten von Familienwappen aus Stein und apostolischen Schriften aus Gold in Silber betont. Innerhalb des Palazzos finden wir einen kleinen, rechteckigen Innenhof mit einem Bogengang und einem Garten, beides nach dem Grundsatz der Renaissance-Architektur errichtet. Das Bild des Hauptplatzes wird schließlich durch den Palazzo Borgia ergänztder von Pius II., in seiner Heimatstadt, gegenüber des Palazzos Piccolomini, für den Kardinal Rodrigo Borgia errichtet wurde.

Dieser war zu jener Zeit sein enger Mitarbeiter und wurde später ebenfalls zum Papst gewählt und dienteAlexander VI. in dieser Rolle als Residenz. Das antike Corsignano trägt heute noch die Spuren jenes Papstes, der als Beschützers des Christentums und Verehrer der Mutter Gottes gilt, und dessen Leben im Inneren des Doms von Siena, in der Bibliothek Piccolominiüberliefert wird. 

 

 

(Quelle: italia.it)

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ANDRIA - CASTEL DEL MONTE

Andria-Castell del Monte

 

Castel del Monte, 60 km von Bari entfernt, ist eine der italienischen Kulturstätte des Unesco Welterbes.

 

Erbaut im 13. Jh. im Auftrag des Kaisers Friedrich II. von Hohenstaufen herrscht die Burg mit ihrer massiven, achteckigen Form im Gebiet der westlichen Murgia, 18 km von Andria entfernt. Castel del Monte Das Castel ist weltweit als ein geniales Beispiel mittelalterlicher Architektur bekannt, vereint jedoch Bauelemente unterschiedlicher Stile, Traditionen und Epochen. Von den römischen Löwen am Eingang der Burg  zu den gotischen Türmen, von den klassischen Verzierungen im Inneren bis hin zur Verteidigungsstruktur des Bauwerks und den delikaten und raffinierten islamischen Mosaiken. 

 

Erbaut um 1240, wurde Castel del Monte fester Wohnsitz des Hofs Friedrichs II. von Hohenstaufen, der im Alter von drei Jahren Herrscher des Königreichs Sizilien wurde. Der Monarch, der aufgrund seines Eklektizismus und seiner reichen Kultur auch als „Stupor Mundi“ (Das “Staunen der Welt“) bekannt war, hält mit seiner Burg die ganzen Geheimnisse seiner Person noch heute am Leben. Es ist nämlich noch heute stark umstritten, welche Funktion die Burg gehabt haben soll und was zu ihrer besonderen Form geführt hat. 

 

Der streng mathematisch und astronomisch konzipierte Grundriss basiert auf die Zahl acht, die sich ständig wiederholt, während seine Lage zu bestimmten Zeiten des Jahres zu ganz bestimmten Licht- und Schattensymmetrien führt, die seit Jahrhunderten Wissenschaftler begeistert und beim Besucher ein Gefühl von Mysterium auslöst. Außerdem fehlen der Militärerrichtung von Castel Del Monte grundlegende Elemente, die die Militärfestungen seiner Zeit kennzeichnen, wie die Burgmauer, der Burggraben und der Stall.

 

Das Castel hat acht Seiten, acht Säle im Erdgeschoss und acht Türme, die ebenfalls achteckig sind und jeweils an einer der acht Kanten situiert sind. Es wird außerdem angenommen, dass im Innenhof auch ein Becken vorhanden war, das ebenfalls achteckig war.

 

Die stabile Kompaktheit der aus Kalkstein bestehenden Fassade wird von Bogenfenstern unterbrochen, die in der ersten und zweiten Etage jeweils einen und zwei Bogen, und in einem einzigen Fall drei Bogen haben. Das Eingangsportal aus Breccia corallina (direkt übersetzt „roter Stein“) repräsentiert einen klassischen Triumphbogen, der einen kleineren Spitzbogen umrahmt, der für „eine Art Vorahnung auf die Renaissance“ gehalten wird. Das Innere, mit den Kreuz- und Tonnengewölben, erscheint kahl und arm im Gegensatz zu den zahlreichen Verzierungen, die einst seine Räume prunkvoll dekorierten. Diese bezeugen Marmor- und Mosaik-Reste, die nach Jahrhunderten von Nachlässigkeit und Vandalismus zum größten Teil zerstört wurden.

 

Die zwei Etagen sind über Wendeltreppen im Inneren der Türme verbunden, die im Gegensatz zu anderen ihrer Zeit gegen den Uhrzeigersinn verlaufen. Besonders beeindruckend ist auch die Wasserversorgungsanlage der Bäder und Toiletten orientalischer Herkunft.

 

Als architektonisches Meisterwerk von enormer Bedeutung für die Geschichte Italiens, ist Castel del Monte eine Stätte, die den Titel „Weltkulturerbe“ voll und ganz verdient und die man mindestens einmal im Leben besuchen sollte.

 

Nützliche Infos

CASTEL DEL MONTE

P.zza Federico II di Svevia - 70122 Bari

Tel +39.0883.569997 (Tickets)

Fax +39.080.5245540

e-mail:  casteldelmonte@beniculturali.it

  

Uhrzeiten

1. April - 30. September: 10.15 bis 19.45 Uhr (letzter Einlass 19.15 Uhr)

1. Oktober - 31. März : 9.00 bis 18.30 Uhr (Letzter Einlass 18.00 Uhr)

Geschlossen am 25. Dezember und am 1. Januar

 

(Quelle italia.it)

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RAVENNA - DIE FRÜHCHRISTLICHEN MONUMENTE

Cappella Arcivescovile - Ravenna

Ravenna ist eine der beeindruckendsten Städte der Emilia-Romagna,  eine perfekte Mischung aus Kunst, Kultur, Relax und Vergnügen: ein Ort, den es zu entdecken gilt. Kunststadt, Heimat des Mosaiks und maritimes Zentrum mit einer über 30 km langen Küste und einem malerischen Hafen.

1996 hat die UNESCO Ravenna aufgrund der großen historischen und künstlerischen Bedeutung der religiösen Monumente aus frühchristlicher Zeit als Weltkulturerbe anerkannt. Im Jahr 402 n.Chr. ließ Kaiser  Flavius Honorius aus Sicherheitsgründen die Hauptstadt des Heiligen Römischen Reichs von Mailand nach Ravenna verlegen. Zu dieser Zeit bekam Ravenna das prunkvolle Aussehen einer kaiserlichen Stadt und wurde darauf zur Hauptstadt des Königreichs der Ostgoten und des Byzantinischen Imperiums.

 

Es sind acht Monumente, den diese Stadt der Romagna den Titel der UNESCO verdankt.  

 

Das Mausoleum von Galla Placidia wurde im 5. Jh. traditionsgemäß  auf  eigenen Wunsch der Kaiserin als Familiengrab errichtet und ist mit zauberhaften klassischen Mosaiken verziert.

Die Anmut und Harmonie der Mosaike wird verstärkt durch die Vielfalt der Farben:  Pfauenblau, Mossgrün, Gold und Orange. Angeblich soll das Mausoleum Cole Porter zu seinem legendären Lied „Night and Day“  inspiriert haben. Während seiner Flitterwochen in Ravenna soll der Sänger von der Kuppel mit der Mosaikdarstellung eines Nachthimmels mit 900 Goldsternen beeindruckt gewesen sein. Beim Betrachten scheint es, als würde man vom Tag in die Nacht übergehen, „Night and Day“ eben.

 

Zwei weitere  Meisterwerke sind das Mausoleum des Theoderich und das Baptisterium der Kathedrale, auch Baptisterium der Orthodoxen genannt. Das erste wurde aus großen Steinblöcken aus Istrien errichtet und mit einem 300 Tonnen schweren Monolith abgedeckt.  Das Baptisterium aus dem 5. Jh. beeindruckt mit den farbenfrohen Mosaiken in der Kuppel.  Eine ebenfalls beeindruckende Kuppel findet sich im Baptisterium der Arianer, errichtet von Theoderich für den Kult der Arianer in Italien, wie auch die Basilika von Sant'Apollinare Nuovo, im sogenannten Goten-Viertel, die erst im Jahr 560 dem Katholizismus geweiht wurde.

 

Die Wände im Zentralschiff des Monuments sind komplett mit leuchtenden Mosaiken im klassischen und byzantinischen Stil bedeckt. 

 

Eines der größten Werke frühchristlicher Kunst in Ravenna ist die Basilika San Vitale, errichtet im Jahr 526. Ihr Inneres hat eine unglaublich schwungvolle Linie und ist mit zahlreichen Marmor- und Mosaik-Dekorationen bereichert, unter denen das Mosaik im  Presbyterium und der Apsis in leuchtendem Grün und Gold besonders herausstechen.

In der ersten Etage des Erzbischöflichen Palastes, heute Sitz des gleichnamigen Museums, findet sich das einzige orthodoxe Monument, das zu Zeiten Theoderich des Großen errichtet wurde: Die Erzbischöfliche Kapelle mit einem eindrucksvollen Mosaik, das Jesus als Kämpfer mit dem Kreuz auf der Schulter darstellt. 

 

Etwas außerhalb von Ravenna findet sich in einem ländlichen Ambiente die Kirche Sant’Apollinare in Classe, bekannt für die Mosaiken des Schutzpatrons von Ravenna.

 

Diese Monumente zeugen von den herausragenden Fähigkeiten der Mosaikkünstlern, der engen Verbindungen und Kontakte zwischen Künstlern und Religions-Vertretern zu einem sehr wichtigen Zeitpunkt der europäischen Kultur und Geschichte.

Bei einem Besuch in Ravenna,  Stadt der beeindruckenden byzantinischen Kunst, kann man all diese einzigartigen Meisterwerke sehen und bewundern.

 

Wissenswertes

In Ravenna befindet sich auch das Grab von Dante Alighieri, dem berühmten italienischen Dichter, der sich hier nach seinem Exil in Florenz niederließ und 1321 verstarb.

Am letzten April-Wochenende findet in Ravenna das hundert Jahre alte  Fest des Frühlings (Festa della Primavera) statt. In der Samstagnacht wird eine riesige Maske (die Darstellung einer alten Frau) in einer Prozession durch die Stadt geführt und anschließend verbrannt, um so die Ankunft der neuen Saison vorzubereiten. Am darauffolgenden Tag, den Sonntag, findet ein großer Umzug mit Motivwagen statt.

Ravenna liegt an der Adria-Küste und nur 30 Kilometer von der ebenfalls wunderschönen Stadt Faenza entfernt, weltweit bekannt für die antike Tradition der Majolika- und Keramik-Kunst .

 

 

 

(Quelle: italia.it)

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ALBEROBELLO - DIE TRULLI

Alberobello - Trulli

 

Die Trulli von Alberobello, in Apulien, gehören zu den italienischen Stätten des Unesco Weltkulturerbes.

 

Der Name dieser Kegelbauten kommt aus dem Altgriechischen „τρούλος”, das Kuppel bedeutet und sich auf die Rundbauten aus Trockenmauerwerk bezieht, die dank der zahlreichen Kalksteinberge in der Hochebene der Murge gebaut werden konnten. Diese beeindruckenden Bauten sind hauptsächlich im Tal d'Itria vorhanden, zwischen den Provinzen von Brindisi, Bari und Taranto und werden noch heute als Wohnhäuser genutzt in ihrer Rolle als Beispiel spontaner Architektur. 

 

Die Archäologischen Ausgrabungen zeugen von ersten Ansiedlungen zur Bronzezeit. Die heute noch vorhandenen Trulli sind jedoch aus dem 14. Jh., da sie früher oft ab- und wiederaufgebaut wurden, anstatt sie zu reparieren. Alberobello, im Inland von Bari ist sicherlich die Hauptstadt der Trulli: das historische Stadtzentrum besteht gänzlich aus diesen besonderen, weißen, kegelförmigen Bauten, die es so berühmt und einzigartig machen.

 

Die Tradition besagt, dass die besondere Bauart ohne Mörtel auf ein Gesetz zur Zeit der Grafen von Conversano zurückzuführen ist. Diese erlaubten den Bauern nur diese Bauten zu errichten, um eine vom Königreich von Neapel erlassene Steuer für jede neuer errichtete Siedlung zu umgehen. 

 

So wurden diese Bauten als temporär gesehen, die leicht abgebaut werden konnten und so nicht von der Steuerpolitik betroffen waren. Die Trulli sind jedoch alles andere als temporäre Bauten. Ihre innere, kompakte Struktur ist Symbol einer unglaublichen Baustatik, ganz und gar nicht alt und primitiv und noch beeindruckender ist die Feststellung, dass diese Bauten noch vor der Entstehung der Stereotomie errichtet wurden, die Wisschenschaft, die für die Stabilität der Durchschnitte und Oberflächen von Strukturen garantiert.

 

Die Trulli werden auf einer fast kreisförmigen Natursteinbasis errichtet, auf deren Grundriss das dicke Mauerwerk aufgestellt wird. Die rechteckigen Innenräume werden aus dem Naturstein gewonnen und verteilen sich um das zentrale Hauptzimmer. Die Dicke der Wände und die wenigen Fenster bieten eine gute thermische Isolierung der Innenräume, die im Winter Wärme und im Sommer Frische im Inneren garantieren. Das Steindach mündet nach oben hin in ein Kraggewölbe aus Kalkplatten, die sogenannten „Chianche“ (im Inneren) und „Chiancharelle“ (im Äußeren). 

 

Eine sehr wichtige Rolle trägt auch der Schlussstein des Gewölbes, der oft mit weißen Symbolen,  esoterischen, spirituellen und abergläubischen Charakters bemalt ist. Einfallsreich ist außerdem das Kranzgesims, durch das, sowohl in der Antike, als auch heute, das Regenwasser in Zisternen gesammelt wurde. Die Trulli von Alberobello sind ein einzigartiges Exemplar.

 

 

 

(Quelle: italia.it)

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TURIN – DIE RESIDENZEN DES HAUSES SAVOYEN

TURIN – DIE RESIDENZEN DES HAUSES SAVOYEN

 

Eingebettet in eine Ebene und Hügel, umgeben von Alpengipfeln, ist Turin eine der schönsten Städte und eines der wichtigsten Wirtschaftszentren des Landes. Jahrzehntelang Herz des Königreichs Savoyen, war Turin Schaubühne und Triebwerk der  italienischen Einheit sowie erste Hauptstadt des Regno d'Italia.

Eine Besichtigung Turins und Umgebung, die Entdeckung  der bezaubernden Königs-Residenzen, die die Savoyen-Familie zwischen dem 17. und dem 18. Jh. errichten ließen, ist wie ein Sprung in die Vergangenheit mit Machtzentren, Jagdschlössern, Sommerresidenzen und einem märchenhaften Hofleben: Ein Komplex von monumentaler Architektur, den die Savoyer als Symbol ihrer absoluten Macht errichten ließen. 1997 wurden 14 dieser beeindruckenden königlichen Residenzen in Turin und im Piemont von der UNESCO in die World Heritage List aufgenommen.

 

Als Turin 1572 Hauptstadt des Herzogtums Savoyen wurde, war es noch eine mittelalterliche Stadt. Das große Bauprojekt, das von Emanuele Filiberto di Savoia initiiert und von seinen Nachfolgern weiter getragen wurde, gab der Stadt ein neues Gesicht und machte sie zu einer der bedeutendsten Metropolen ihrer Zeit, mit wichtigen Kontakten zu allen Adelshäusern Europas. Im Umfeld der Piazza Castello befand sich die sogenannte „area di comando“, ein Kommandozentrum mit wichtigen Palazzi und einer engen Verbindung zu den Residenzen und den zauberhaften Villen außerhalb der Stadt, von denen die schönsten die sogenannte „Corona delle Delizie“ bilden.

 

Als Hauptsymbol der Macht Savoyens gilt der im Herzen Turins gelegene Palazzo Reale, der von Castellamonte entworfen wurde und mit seiner Fassade aus dem 17. Jh. und den reich  dekorierten Innenräumen beeindruckt. Unweit von hier befindet sich der Palazzo Madama, der seinen Namen den königlichen Damen Christina von Frankreich und Maria Johanna von Savoyen verdankt, die sich für den Bau des Treppengangs und der eleganten Fassade einsetzten, ein Werk von Filippo Juvarra. Ebenfalls im Zentrum liegt der Palazzo Carignano,  in dem Carlo Alberto  und Vittorio Emanuele II. geboren wurden und der später zum Sitz des ersten italienischen Parlaments wurde. Am Ufer des Flusses Po ist das Castello di Valentino zu besichtigen, in einem ausgeprägten französischen Baustil und heute Universitätssitz. Von einem Hügel aus blickt schließlich die Villa della Regina auf die gesamte Stadt und beeindruckt mit zahlreichen Gemälden aus dem 17. und 18. Jh., original erhaltener Einrichtung und einem riesigen Garten.

 

Zur sogenannten „Corona delle Delizie“, einer Gruppe von Sommer- und Jagdresidenzen im Umland Turins, zählen das Castello di Rivoli, eine ehemalige Militärfestung und heute Museum für zeitgenössische Kunst, und die Reggia di Venaria, ehemalige Jagdresidenz und von vielen als das Versailles Savoyens bezeichnet, in der man den Salone di Diana, die Galleria Grande, die Kapelle Sant'Uberto und die prachtvollen Gartenanlagen besichtigen kann.

 

Unweit von der Reggia befindet sich das Schloss De La Mandria, in einem Gebiet, das heute ein großer Naturpark ist. Ebenfalls sehenswert ist das von Filippo Juvarra in einem mitteleuropäischen Stil entworfene Schloss Stupinigi, das Anfang des 19. Jh. als Austragungsort großer Feiern und als Wohnsitz Napoleons diente. Das Castello di Moncalieri ist eine der ältesten Residenzen, die im Mittelalter zur Verteidigung errichtet und später für das Hofleben der Savoyer genutzt wurde. 

 

 

 

 

Die Sehenswürdigkeiten werden ergänzt von vier weiteren Urlaubsresidenzen: Das Castello di Agliè in der Provinz von Turin, das über 300 reich dekorierte Räume verfügt; Das Castello di Racconigi in der Provinz Cuneo mit dem großen und naturwissenschaftlich interessanten Garten. Ebenfalls in der Provinz Cuneo befindet sich das Castello di Govone, die Sommerresidenz der Savoyen-Familie, in dem noch der Garten im Stil des 18. Jh. und das Trompe-L'Oeil im Saal Salone D'Onore erhalten sind. Das Anwesen Tenuta di Pollenzo, gehalten in neugotischem Stil, diente der Weinproduktion.  

 

IN DER UMGEBUNG  

 

Turin zu besuchen heißt nicht nur, sich der Kunst, der Kultur und der Geschichte dieser savoyischen Stadt zu widmen. Turin ist auch und vor allem die Hauptstadt des Piemont, der Region am Fuße der Alpen. Von Cesena Torinese nach Sestiere, von San Sicario nach Sauze d'Oulx, von Bardonecchia nach Torre Pellice: das gesamte Gebiet bietet sich bestens für Skiausflüge an oder auch einfach für eine paar Tage Entspannung inmitten der herrlichen Natur und der beeindruckenden Bergwelt.  Für alle Naturfreunde sind die vielen naturbelassenen Gebiete der Region ebenfalls sehenswert, wie beispielsweise das Naturreservat von Sacro Monte di Belmonte und der Nationalpark Gran Paradiso. Auch für Gourmets erfüllen sich die Erwartungen: zum Beispiel die weißen Trüffel aus Alba, einer Stadt unweit der piemontesischen Hauptstadt. Last not least ist Turin auch die italienische Hauptstadt der Schokolade, die man in Stücken oder als Getränk in einem der typischen historischen Cafés des Zentrums genießen kann.

 

 

(Quelle: italia.it)

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PADUA – DER BOTANISCHE GARTEN

PADUA – DER BOTANISCHE GARTEN

 

Der botanische Garten von Padua, in Venetien, wurde 1545 von der Hochschule Paduas als medizinischer Garten gegründet und ist somit der erste und älteste, noch erhaltene botanische Garten.

Der Garten […] „ist der Ursprung aller botanischer Gärten weltweit und stellt eine Wiege der Wissenschaft und des wissenschaftlichen Austausches dar sowie der Auffassung einer Beziehung zwischen Kultur und Natur. Dieser hat außerdem zur Entwicklung zahlreicher  wissenschaftlicher Disziplinen der Moderne wie der Botanik, der Medizin, der Chemie, der Ökologie und der Pharmazie beigetragen“. Mit diesen Worten zeichnete 1997 die Unesco den botanischen Garten von Padua als Weltkulturerbe aus.

 

Geschichte

Der Garten diente anfangs ausschließlich dem Anbau von Arzneipflanzen (genannt „Semplici“), die zu der Zeit die Hauptressource und in unterschiedlichen Zusammensetzungen Hauptbestandteil der Medikamente  für die Heilung von Krankheiten waren.

Aus diesem Grund hießen die ersten botanischen Gärten „Giardini dei Semplici“ (Gärten der Semplici) oder „Horti Simplicium“.

Der botanische Garten Paduas wurde auf Beschluss des Senats der Republik Venedig gegründet, um die Herstellung von Arzneimitteln sicherer zu machen, denn falsche Zusammensetzungen führten oft zu gravierenden Gesundheitsproblemen.

Dank der Gründung dieses öffentlichen Gartens konnten Medizinstudenten die Pflanzen einfacher erkennen und bessere Medikamente herstellen. 

Mit seinen 500 Jahren ist der botanische Garten Paduas ein wichtiges Beispiel für einen  fruchtbaren Austausch zwischen Kulturen und unterschiedlichen Wissenschaftszweigen.

 


Struktur 

Unter Erhaltung seiner ursprünglichen Struktur wurde der Garten im Laufe der Jahrhunderte an mehreren Stellen erweitert und mit zahlreichen Pflanzen aus aller Welt bereichert: Heute zählt man ca. 6000 Pflanzenarten.

Im Garten wurden fünf unterschiedliche Naturlebensräume eingerichtet, in denen die charakteristischen Pflanzen kultiviert werden: Mediterrane Macchia (Küstenvegetation des Mittelmeergebietes), Alpinum, Süßwasser-Habitat (dessen Becken von einer Thermalquelle versorgt werden), Sukkulente Pflanzen (ein Wüsten-Habitat) und das Orchideen-Gewächshaus mit tropischen Pflanzenarten.

Zum Gartens gehören außerdem fleischfressende Pflanzen, medizinische Pflanzen, Giftpflanzen, Pflanzen der Euganeischen Hügel und unterschiedlichste, seltene Pflanzenarten, die für den botanischen Garten erstmals in Italien eingeführt wurden.

 

Der botanische Garten von Padua ist jedoch nicht nur ein wichtiges Ziel für alle Fans der Botanik und der Wissenschaft allgemein, sondern auch Ausdruck einer Wissenschaftstradition, die durch  anhaltende Forschung, Didaktik und Erhaltung der Biodiversität den fortschrittlichen Charakter des Gartens im Vergleich zu anderen Instituten weltweit gekennzeichnet hat. 

 

Wissenswertes

Die älteste Pflanze des Gartens stammt aus dem Jahr 1585: es handelt sich um eine San Pietro Palme (einzige wilde Palmenart Italiens), auch bekannt als Goethe-Palme, da sie den berühmten Schriftsteller, zu Besuch in Padua im Jahr 1786, zu einer Theorie über die Metamorphose der Pflanzen inspirierte.

 

Nützliche Infos 

 

Botanischer Garten von Padua

 

Öffnungszeiten

Januar und Februar: 9-15 Uhr (An Feiertagen geschlossen)

1. - 30. März: 9-15 Uhr (Mo. bis Sa.), 10-16 Uhr (Sonntag)

31. März - 31. Oktober: 9-19 Uhr (Mo. bis Sa.), 10-19 Uhr (Sonn- und Feiertage)

November-Dezember: 9-15 Uhr (An Feiertagen geschlossen)

 

 

Der Park verfügt über einen Naturpfad für Menschen mit Sehbehinderung.

 

 

 

 

(Quelle: italia.it)

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PORTO VENERE – DIE 5 TERRE UND DIE INSELN VON PALMARIA – TINO - TINETTO

PORTO VENERE – DIE CINQUE TERRE UND DIE INSELN VON PALMARIA – TINO - TINETTO

 

Die Cinque Terre, Porto Venere und die Inseln von Palamaria, Tino und Tinetto wurden in die Unesco Word Heritage List aufgenommen weil sie das beste Beispiel dafür sind, wie der Mensch in die Natur eingreifen kann, ohne die Schönheit der Landschaft zu zerstören.Porto VenereHistorische, bunte Ortschaften, die sich an der Küste des Thyrrenischen Meers erheben, Erhöhungen, die senkrecht ins ligurische Wasser fallen, Terassen voller Weinreben der exzellenten und weltweit bekanntesten Weine, das alles kennzeichnet die Cinque Terre:  Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola, Riomaggiore. Es sind Land- und Seedörfer, reich an Farben, die mit ihrer Einfachheit verzaubern und Teil des Nationalpark Cinque Terre.   

 

Monterosso ist ein bekanntes touristisches Dorf, dessen elegante Villen und der beeindruckende Strand Fegina, es zu einem bezaubernden Ort machen. Enge Gassen – die sogenannten Carrugi – führen in das historische Zentrum wo man die gotische Pfarrkirche San Giovanni Battista und die, aus dem 17. Jh stammenden, Kirche San Francesco mit dem beiliegenden  Kapuziner-Kloster findet. In Monte Rosso finden wir außerdem den Literaturpark zu Ehren des lokalen Dichters Eugenio Montale.

 

 

Vernazza ist ein bezauberndes Dorf, das sich um einen kleinen Hafen entfaltet, der schon zur Römerzeit bekannt war und genutzt wurde. Besonders charakteristisch sind hier der Platz, der direkt  am Meer endet und die gotische Kirche Santa Margherita d'Antiochia, die auf zwei Ebenen gebaut ist. Über das Dorf herrscht das Castello Doria, eine Burg mit einem beeindruckenden Aussichtsturm, die zum Schutz von den Angriffen aus dem Meer errichtet wurde. Entlang des ersten Weges nach Corniglia finden wir einen weiteren Turm, der dem ersten sehr ähnlich ist.

 

 

Corniglia befindet sich ca. hundert Mt über der Wasseroberfläche, wie am Felsen angewachsen und ist mit einer Treppe aus 365 Stufen mit dem Strand verbunden. In dieser Ortschaft werden hauptsächlich Weinreben angebaut und die Terrassen (wie die zwischen Genua und der Toskana ) sind ein Beweis der Fähigkeit der Landwirte und der Bauplanung zu Zeiten des Mittelalters in Italien.

 

 

Das  Manarola Gebiet „wächst“ auf einem riesigen schwarzen Fels mit zahlreichen, bunten Häusern. Abgesehen von ihrer Schönheit ist Manarola auch für das exzellente Olivenöl und der begehrten Trockenbeerausleese Sciachetrà bekannt.

Die letzte Gemeinde der Cinque Terre ist Riomaggiore  Herz des gleichnamigen Parks. Hierbei handelt es sich um ein malerisches Fischerdorf, mit hohen und engen Häusern in typischen Pastelltönen, das aufgrund der engen Carrugi von Farb- und Schattenspielen gekennzeichnet ist.

 


Ein weiterer Ort, der Teil des Unesco-Erbes ist, ist Porto Venere  Ein elegantes Urlaubsziel und eine ideale Verbindung von Natur und Architektur wo man, wie auch in den anderen Ortschaften dieses Gebiets, einen kleinen Hafen in einer bunten Kulisse von pastellfarbenen Häuser findet, mit steilen Treppen und engen Gassen. 

 

 

Splendida la Chiesa di San Pietro Besonders beeindruckend ist hier die Kirche  San Pietro, die vom Vorgebirge Bocche emporragt. Diese wurde zur frühchristlichen Zeit errichtet und im gotischen Stil renoviert. Von hier kann man ein atemberaubendes Panorama genießen. 

Ebenfalls charakteristisch sind das Sanktuarium Madonna Bianca, das im 12. Jh. schon als Kirche San Lorenzo, im römischen Stil errichtet wurde um später restauriert und erweitert zu werden, und das Castello Doria, eine majestätische Militärburg.

 

 

Gegenüber von Porto Venere befinden sich die drei Inseln Palmaria, Tino und Tinetto, die Teil des Regionalparks Portovenere sind.

Palmaria ist die größte der drei und wird sehr von den Touristen geschätzt, die per Boot die zauberhafte Blaue Grotte besuchen.

Alles Orte von beeindruckender Schönheit die nicht nur aus historisch-kultureller Sicht wichtig sind , sondern auch eine einzigartige Landschaft bieten sowie beeindruckende Aussichten aufs Meer und eine außerordentliche Pflanzen- und Tierwelt.

 

Nützliche Infos

Im Frühling und Sommer gibt es täglich Verbindungen von La Spezia, Lerici und Porto Venere.

Monterosso, Vernazza, Manarola und Riomaggiore sind außerdem täglich mit internen Linien verbunden. Hier ist die Endstation Monterosso.

www.navigazionegolfodeipoeti.it 

 

 

(Quelle: italia.it)

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AGRIGENT – ARCHÄOLOGISCHES GEBIET

AGRIGENT – ARCHÄOLOGISCHES GEBIET

 

Das archäologische Gebiet von Agrigent, auf Sizilien, ein unvergleichliches Zeugnis der Magna Graecia, wurde 1997 in die World Heritage List der UNESCO aufgenommen. Die Ruinen der hellenistischen und dann punisch-römischen Stadt, die imposanten dorischen Tempeln – heute noch sehr gut erhalten – die Agora, die heidnischen und christlichen Nekropolen sowie das beeindruckende unterirdische Aquädukten-Netz machen dieses etwa 1300 ha. große Gebiet wirklich einzigartig; Hier wird auf einem Fleck eine tausendjährige Geschichte erzählt, die im 6. Jh. v.Chr. mit der Gründung der antiken griechischen Siedlung von Akragas beginnt.

Agrigent - Concordiatempel

Akragas, die auf den Terrassen eines Hochplateaus situiert war, war eine der größten griechischen Städten des Mittelmeers. Die Stadt wurde gegen Ende des 6. Jh. von einer großen Mauer umrandet während sie im 5. Jh. v.Chr. unter der Herrschaft des Tyranns Theron ihre größte Ausdehnung erreichte. Weitere Erweiterungen fanden auch in der Zeit als die Demokratie endlich eingeführt wurde und dieser werden auch die dorischen Tempeln im südlichen Bereich der Stadt zugeschrieben. Nachdem sie zur großen Schaubühne der Schlachten zwischen den Karthagern und den Römern wurde, begann eine Zeit des Verfalls für Akragas, bis die Römer sie einnahmen und sie in „Agrigentum“ umbenannten.

Wahres Herz des archäologischen Gebiets von Agrigento ist der Park Tal der Tempel  ein einzigartiger Ort, den man unbedingt gesehen haben muss. Der Tempel des Olympischen Zeus, von dem heute nur das Fundament und der Altar erhalten sind, war eines der größten griechischen Tempeln der Antike. Der älteste Tempel ist das des Herakles während der Concordia Tempel der am besten erhaltene ist. Letzterer ist auch der beeindruckendste, noch erhaltene griechisch-dorischer Tempel nach dem Parthenon Athens. In seinem Boden gegrabene Grabmäler lassen vermuten, dass dieser später zur christlichen Kirche umfunktioniert wurde.

Zeitgleich mit dem Concordia-Tempel wurde der Tempel der Hera Lakinia errichtet, der durch einen Brand gegen Ende des 5. Jh. v.Chr. stark beschädigt wurde. Ebenfalls sehenswert sind: Der Dioskurentempel; Der Weihtempel von Demeter und Persephone, die stark von den Frauen des Gebiets  verehrt wurden; Der Hephaistostempel, der mit dem zuvor genannten Tempel durch ein Schwimmbecken verbunden war, der seinerseits  von einem Aquädukt mit Wasser versorgt wurde; Der Isistempel aus der späten Augustus-Tiberius Zeit; Der Demetertempel, der unmittelbar neben dem Athenefelsen steht, der antiken Akropolis der Stadt; Der Asklepiustempel  der dem griechischen Gott der Medizin geweiht war und in dem therapeutische Rituale stattfanden sowie schließlich, der Athenatempel, der heute Teil der Kirche Santa Maria die Greci ist.

Wunderschön sind auch: Der Bereich der griechisch-römischen Agora, die auf mehreren Terrassen verteilt war und als Zentrum des sozialen Lebens galt, der Ratsaal oder „Bouleuterion“ nördlich von der Kirche Poggetto di San Nicola und das Gymnasium, der Bereich in dem in der Antike Sport getrieben wurde und sowohl unterhaltende als auch didaktische Aktivitäten stattfanden.

Im Tal der Tempel sind auch zahlreiche griechische, römisch und frühchristliche Nekropolen zu finden, unweit von der antiken Stadt sowie das Grab Therons  das jedoch nichts mit dem hellenischen Tyrran Akragas zu tun hatte sondern nur fälschlich so genannt wurde.

Man sollte schließlich auch die aufwendig errichteten Aquädukte, die erhaltenen Mosaiken aus den Böden der hellenischen und römischen Residenzen sowie die frühchristlichen Basilikas nicht vergessen, wie zum Beispiel die Villa Atena, die sich unweit vom Concordia-Tempel befindet.

(Quelle: italia.it)

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MODENA – KATHEDRALE - TORRE CIVICA & PIAZZA GRANDE

MODENA – KATHEDRALE - TORRE CIVICA & PIAZZA GRANDE

 

Modena ist seit 1997 ein Weltkulturerbe der UNESCO:  Hauptstadt der romanischen Kunst, dank des monumentalen Platzes Piazza Grande, dem Ghirlandina-Turm und der Kathedrale. Diese Meisterwerke des mittelalterlichen Christentums gelten als einzigartige Zeugnisse der künstlerischen und kulturellen Tradition des 12. Jh. Modena ist Provinzhauptstadt in der Emilia-Romagna und liegt mitten in der Po-Ebene. Die Stadt ist gallischen Ursprungs und erlebte ihre Blütezeit unter der Herrschaft des Adelshauses Este, das hier von 1288 bis 1796 regierte.

Im Jahr 1598, als Herzog Cesare d'Este von Ferrara nach Modena umzog, wurde Modena zur Hauptstadt des Herzogtums und „Stadt der Este“.

Daraufhin wurde sie zum Bezugspunkt der Adelsfamilie und Austragungsort wichtiger nationaler und politischer Ereignisse, Protagonistin einer Geschichte und einer Kultur, die an ihren beeindruckenden Monumenten  sichtbar sind.

 

Als Zentrum der gesamten Stadt gilt der viereckige Platz Piazza Grande, wo noch heute viele Kunstschätze bestens erhalten sind und sich alle politisch und religiös wichtige Bauten befinden.

Ebenfalls auf der Piazza Grande wurde 1099 der berühmte Dom (Kathedrale Santa Maria Assunta und San Giminano) errichtet, eines der höchsten Beispiele der italienischen romanischen Architektur; Die Bauarbeiten waren sehr mühsam und erst Anfang des 13. Jh. wurde die Krypta erweitert, der Chor erhöht und das Dach ausgebaut.

 

Viele allegorische Dekorationen der Skulpturen an der Fassade und im Kircheninneren weisen auf die Bibel hin.

Die UNESCO-Anerkennung ist ein Lob an den Architekten Lanfranco und den Bildhauer Wiligelmo, den Erbauer dieses Doms.

Diese zwei grosse Persönlichkeiten haben zu ihrer Zeit stilistische Ideen eingesetzt, die noch lange danach den romanischen Stil der Po-Ebene beeinflussten.

Das Stadtbild ist außerdem vom Stadtturm (genannt Ghirlandina)  gekennzeichnet, der in der Vergangenheit die Doppelfunktion  als religiöses Monument und eines Schutz- und Aussichtsturmes hatte.

Mit seinen 88 m Höhe ist er über zwei Bögen mit der Kirche verbunden. Der Bau erfolgte in zwei Phasen, bis er schließlich Anfang des 14. Jh. fertig gestellt wurde: erst wurden die 6 unteren Stockwerken errichtet, dann die oktogonale Trommel und schließlich die Spitze. Dieses architektonische Meisterwerk wurde von Arrigo da Campione errichtet, der schon im Jahr 1262 damit begonnen hatte.

 

Modena, nicht nur ein Weltkulturerbe

Abgesehen von den drei Monumenten, denen die Stadt die Weltkulturerbe-Auszeichnung verdankt, gibt es in Modena auch andere Sehenswürdigkeiten.

Der beeindruckende Palazzo Ducale aus dem 17. Jh. war über mehrere Jahrhunderte Wohnsitz der Este-Familie und ist heute Sitz der namhaften Militärakademie Modenas; Die Pfarreikirche San Francesco ist eine der ältesten Franziskaner-Kirchen; In der Galerie für moderne Kunst im sogenannten Palazzo dei Musei (Haus der Museen) befindet sich die Bibliothek und die Gemäldegalerie der Adelsfamilie Este, eine der wichtigsten Kunstsammlungen Italiens; Die Kirche Santa Maria Pomposa, die dem 12. Jh. zugeschrieben wird und die Kirche San Giuseppe, auch  Tempel genannt.

 

Wissenswertes über Modena

In der restaurierten Kirche San Vicenzo befinden sich die Trauermonumente der Herzogsfamilie.

Wie Bologna hat auch Modena eine jahrhundertelange Universitäts-Tradition: die Università degli Studi di Modena e Reggio Emilia wurde 1175 gegründet.

Modena hat außerdem eine starke Verbindung mit dem Automobilbauer Ferrari: Hier wurde der legendäre Enzo Ferrari geboren, Gründer des glorreichen Rennstalls mit dem Hauptsitz unweit von Maranello.

Modena ist auch die Geburtsstadt von Luciano Pavarotti, einer der international bekanntesten lyrischen Sänger.

 

Im Juni findet hier außerdem die Este-Woche statt,  in der die adlige Atmosphäre und die Feierlichkeiten des Herzogtums im 17. Jh. nachgestellt werden. 

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AMALFIKÜSTE

Amalfiküste

 

Mit einem weiten Blick auf das Thyrrenische Meer, gehört die Amalfiküste zu den italienischen Stätten des Weltkulturerbes.

Die Küste gleicht einem Balkon, der zwischen dem kobaltblauen Meer und den Hängen der Monti Lattari schwebt, eine Abfolge von Tälern und Landzungen, Stränden und Anbauflächen von Zitrusfrüchten, Weinreben und Olivenhainen. Amalfiküste Eine einzigartige Landschaft, die von der Unesco als die mediterrane Landschaft schlechthin anerkannt und geschützt wird und die einen enormen kulturellen und naturalistischen Wert hat, dank ihrer topografischen Merkmale sowie ihre Entwicklung in der Geschichte.

Das gesamt Gebiet umschließt 11.231 Hektar zwischen dem  Golf von Neapel  und dem Golf von Salerno sowie 16 bezaubernde Gemeinden der Provinz Salerno: Amalfi, Atrani, Cava de' Tirreni, Cetara, Conca dei Marini, Furore, Maiori, Minori, Positano, Praiano, Raito, Ravello, Sant'Egidio del Monte Albino, Scala, Tramonti, Vietri sul Mare. 

 

Die Ortschaften entlang der Küste sind alle unterschiedlich, mit eigenen Traditionen und Eigentümlichkeiten, die sie einzigartig machen. Eine Gemeinsamkeit ist jedoch der Reichtum an beeindruckenden architektonischen Meisterwerken wie der sarazenische Turm von Cetara, die römische Kathedrale von Amalfi mit dem arabischen „Chiostro del Paradiso“ (Himmel-Kreuzgang), die Kirche San Salvaore de' Bireto von Atrani, wo einst die Dogen von Amalfi proklamiert wurden sowie die herrliche Kathedrale und die stolze Villa Rufolo in Ravello.

Die entzückende Ortschaft von Vietri sul Mare gilt als Wiege der Majolika-Kunst und nicht umsonst findet man hier die bezaubernde Kuppel der Kirsche Giovanni Battista (Johannes der Täufer) und die Fassade der Arciconfraternità dell'Annunziata e del Rosario, die von dieser Bunten Keramik bedeckt sind.

 

Auf dem Weg von Amalfi nach Furore, auch als „gemaltes Dorf“ bekannt, treffen wir das entzückende Dorf Conca dei Marini, das von den weißen Kuppelhäusern aus dem 17. Jh. und der Grotte dello Smeraldo gekennzeichnet ist.

Die Fischerdörfer Cetara und Maiori, die zu den beliebtesten Badeorten der Küste zählen, bergen jedoch ebenfalls Kirchen – jeweils San Pietro und Santa Maria del Mare - deren Kuppeln mit den bunten Majolika-Kacheln verziert sind.

Ein weiteres Juwel entlang der Küste ist Minori oder auch Eden der Amalfiküste, dank der ständigen Meeresbrise und dem frischen Klima.

Im Dragone-Tal finden wir, weit vom Massentourismus entfernt, das ebenfalls entzückende Atrani, wo das alte Fischerdorf-Flair weiter erhalten wurde und wo man zauberhafte Piazzas direkt am Meer findet.

 

Zu den bekanntesten Orten entlang der Küste zählt Amalfi, die im 4. Jh. errichtete Stadt, die der gesamten Küste ihren Namen gibt.

Als alte Seerepublik hatte Amalfi durch den Export italienischer Produkte wie Holz, Eisen, Wein und Früchte, lange das Monopol des Handels im Thyrrenischen Meer zu den Märkten des Orients, wo sie mit Gewürzen, Parfums, Perlen, Schmuck, Stoff und Teppichen getauscht wurden, um im Westen weiter verkauft zu werden.

Die Verteilung der Häuser hat einen orientalischen Einfluss und erinnert an ein Suq mit nahestehenden Häusern, die durch ein Labyrinth an Gassen und Treppen miteinander verbunden sind. 

In Amalfi entstand und entwickelte sich mit der Zeit die charakteristische arabisch-sizilianische Architektur, deren bester Beweis der Dom Sant'Andrea Apostolo ist. Im 18. Jh. wurde er im Barockstil restauriert, mit einer bezaubernden Treppe und dem Chiostro del Paradiso (Himmelkreuzgang), und ist seitdem eines der beliebtesten touristischen Zielen der Küste.

 

Nach dem entzückenden Praiano kommt man nach Positano, ein beliebter Urlaubsort schon seit der römischen Zeit, mit den zum Meer absteigenden weißen Häusern, die sich allesamt um die Kirche Santa Maria Assunta versammeln, die ebenfalls eine Majolika-Kuppel hat.

Charakteristisch sind die kleinen Gassen, reich an Handwerker-Läden, wo man typische lokale Produkte erwerben kann, und die zahlreichen Treppengänge, die von der höheren Ebene der Ortschaft bis zum tieferen Teil, also zum Strand, reichen.

Zu den Hauptstränden zählen die Spiaggia Grande und der Fornillo Strand, die gut zu Fuß erreichbar sind; Die Strände La Porta, Arienzo und San Pietro Laurito, sind hauptsächlich über das Meer erreicht werden.

 

Zahlreich sind dann auch die Bergdörfer der Amalfiküste: Scala, Tramonti, Raito, der von seinen Treppengängen gekennzeichnet ist, die auch die einzige Möglichkeit bieten sich im Dorf zu bewegen, und Ravello. 

Letzteres, auf einer Höhe von 350 m, ist eines der Juwelen der beliebtesten Küste Italiens, vor allem dank der Eleganz seiner Villen: die Gärten und das Belvedere der Villa Rufolo und der Villa Cimbrone, die ein atemberaubendes Panorama bieten.

 

Am Fuße der Monti Lattari steht schließlich Sant'Egidio del Monte Albino, bekannt für seine Abtei Santa Maria Maddalena in Armillis sowie für sein entzückendes historisches Zentrum. 

 

 

(Quelle: italia.it)

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POMPEI - ERCOLANO & TORRE ANNUNZIATA - ARCHÄOLOGISCHE GEBIETE

POMPEI - ERCOLANO & TORRE ANNUNZIATA - ARCHÄOLOGISCHE GEBIETE

 

Es gibt einen Ort auf der Welt, an dem es möglich ist den Alltag des antiken Roms zu erleben: es ist Pompeji, die verschüttete Stadt. In dieser Ortschaft Kampaniens, unweit von Neapel, die -beim Ausbruch des Vesuvs 79 n. Chr. begraben wurde, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Ausgrabungen ermöglichen jedem Besucher eine Reise in die weite Vergangenheit zu erleben und die Lebensräume unserer Vorfahren zu bewundern. 

 

Aus diesem Grund ist es auch die meistbesuchte archäologische Stätte weltweit.

 

 

Das Archäologisches Gebiet von Pompeji, zu dem auch Herkulaneum und Torre Annunziata zählen, ist eine der  italienischenUNESCO Weltkulturerbestätten.. 

 

Herkulaneum

Die Reste der antiken römischen Städte Pompeji und Herkulaneum, die beide  beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. Verschüttet wurden, bieten ein einzigartiges Beispiel der Gesellschaft und des täglichen Lebens der klassischen Antike.

 

Beide Städte haben ihren Ursprung im Volk der Osker und waren unter der Herrschaft verschiedener Völker. Nach einem sozialen Krieg erhielt  Pompeji den Rang einer Kolonie  und zu Cornelia Venera Pompeiana umbenannt, während Ercolano der niedrigere Rang des Municipium gegeben wurde. Im Jahr 62 n. Chr. wurde die Stadt Pompeji von einem Erdbeben zerstört, und während des Wiederaufbaus wurde am 24. August 79 n.Chr., aufgrund des Ausbruchs des Vesuvs, das gesamte Gebiet der Stadt mit den Vororten unter einer dicken Schicht von Gestein und Asche begraben. Herkulaneum verschwand am selben Tag unter vulkanischem Schlamm.

Seit der Entdeckung beider Städte im 18. Jh., haben zahlreiche Wissenschaftler und Archäologen wichtige architektonische Zeugnisse und Gegenstände ausgegraben.

 

 

Von Pompeji sind das Hauptforum und die öffentlichen Gebäude des Kapitols (ein Tempel davon ist dem göttlichen Dreiklang von Jupiter, Juno und Minerva geweiht), die Basilika (das Gericht)  die Toilettenanlage sowie des Dreieck-Forum mit den zwei Theatern erhalten. Das größte dieser Theater ist griechischen Ursprungs, jedoch nach römischen Geschmack umgestaltet. Ein weiteres öffentliches und gut erhaltenes Gebäude ist die Therme. 

 

Der ehemalige Erholungsort für wohlhabende Römer, dank des gesunden Klimas und der Schönheit  seiner Landschaft, ist heute für die bestens konservierten Wohnbauten entlang der ebenfalls gut erhaltenen antiken Straßen bekannt. Unter diesen finden wir das Haus des Chirurgen sowie das Haus des Fauns und der Keuschen Liebenden, die außergewöhnliche Beispiele der damaligen Architektur sind. Ebenfalls beeindruckend ist die Mysterienvilla, die ihren Namen den Wandfresken verdankt, die die Rituale (die „misteri“) des Dionysos-Kults darstellen.

Eine Besonderheit Pompejis sind die zahlreichen Wandschriften der Gebäude. Aufgrund bevorstehender Wahlen zum Zeitpunkt des Ausbruchs sind an den Wänden Sprüche politischen aber auch  sexuellen Inhalts zu sehen.

 

Über Herkulaneum, das der Legende nach von Herkules gegründet wurde, wissen wir, aufgrund der enormen Menge an Schlamm unter dem es begraben wurde und des schlechten Zustands seiner Gebäude viel weniger. Die Bäder, das Kollegium der Priester von Augustus und ein Theater  sowie  die Häuser Casa del Bicentenario und Casa die Cervi mit ihren großen Höfen und reichen Dekorationen sind jedoch fast vollständig erhalten. Herkulaneum war eine reiche Handelsstadt und in den Kellern der Geschäfte haben sogar Krüge und Glasbehälter, in denen Lebensmittel transportiert wurden, die Katastrophe überstanden.

 

Der Vorort Oplontis, heute Torre Annunziata, erlitt das gleiche Schicksal wie Pompeji und Herkulaneum, da er nur wenige Kilometer entfernt liegt. Diesem für die Salinen und Thermalanlagen renommierten Gebiet gehören außerdem die sogenannte Villa Poppea und die Villa des Lucius Crassus III. an.

 

In der gesamten Region, die seit 1997 Weltkulturerbe ist, kann man heute noch zahlreiche Skulpturen, Mosaike und Wandmalereien von seltener Schönheit bewundern.

 

Öffnungszeiten

1. November bis 31. März: 8:30 bis 17:00 Uhr (letzter Einlass um 15:30) 

 

1. April bis 31. Oktober: 8:30 bis 19:30 Uhr (letzter Einlass um  18:00) Geschlossen: 1. Mai

 

(Quelle: italia.it)

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BARUMINI – COMPLEX NURAGHEN "SU NURAXI"

Nuraghe_Barumini

 

Die Nuraghen-Anlage von Barumini befindet sich im Gebiet Marmilla, im Süden Sardiniens, in der Provinz von Medio Campitano. Diese gehört zu den  italienischen UNESCO Stätten des Weltkulturerbes.

 

Für die UNESCO ist diese wichtige archäologische Stätte das am besten erhaltene Nuraghen-Beispiel und der beste Beweis für die Fähigkeit dieses prähistorischen Volkes, aus den verfügbaren Materialien und Techniken solche stabile Bauten zu errichten. Nuraghe, Barumini Das Dorf von Barumini, mit den zahlreichen Zeugnissen einer tausendjähriger Zivilisation, weist darauf hin, dass dieses Gebiet über mehrere historischen Epochen bewohnt wurde, von der Bronzenzeit bis zum 3. Jh. n.Chr..

 


Eine zentrale Nuraghe herrscht über diese beeindruckende Landschaft, die „Su Nuraxi“, deren Namen auch die gesamte Anlage trägt. „Su Nuraxi“ ist 15 Meter hoch und von einer Ringburg umgeben, die aus vier durch eine Mauer verbundenen Türmen besteht.

Innerhalb der Mauer, im zentralen Turm, dessen ursprüngliche zwei Ebenen erhalten sind, finden wir einen Innenhof in Halbmondform, mit einem 20 Meter tiefen Wasserbrunnen.

 

Die Nuraghen waren Abwehrtürme aus großen Felsblöcken, in Kegelstumpf-Form und mit großen Innenräumen.

Um diese Hauptbauten entstand dann das Dorf, das hauptsächlich aus kreisförmigen Hütten bestand, die bestimmte häusliche und rituelle Funktionen erfüllten. 

 

Der externe Mauerwall ist so alt, dass er auf einer Siedlung in diesem Gebiet schon zur Steinzeit hinweist (9.- 8. Jh. v.Chr.). Dieser Wall scheint außerdem die neuere Version eines Walls zu sein, der zuvor den ältesten Bereich des Dorfs umgab, der der Bronzezeit zugeschrieben wird (11. und 10. Jh. V. Chr.).

Die Besonderheit der Anlage „Su Nuraxi“ ist jene, dass ein Besuch sich nicht auf die Zentralnuraghe beschränkt, sondern einen Spaziergang entlang eines tausendjährigen Dorfes ermöglicht, auf den Spuren der Traditionen und Sitten dieses beeindruckenden Volkes.

 

In Barumini erlebt man das wilde Sardinien, das der großen Felsmonumente, weit weg von den 

überfüllten Stränden, ein faszinierender und geheimnisvoller Ort, den man unbedingt besuchen sollte.

 

Man weiß leider nicht viel über die Zivilisation der Nuraghen. Es handelt sich um ein Volk von Bauern, das in vielen kleinen Gemeinschaften verteilt für acht Jahrhunderte auf Sardinien gelebt und diese Felsbauten errichtet hat.

Es sind ca. 7000 Nuraghen auf Sardinien vorhanden, deren Funktion ist jedoch noch unklar: mit großer Wahrscheinlichkeit waren sie Abwehrfestungen, manche Studien sehen in ihnen jedoch auch Tempel oder Paläste. 

 

In jedem Fall repräsentierte die Nuraghe das Zentrum des sozialen Lebens dieses Volks, das uns außerdem weitere Steinbauten wie die Nekropolen und weitere Monumente des Kults überlassen hat.

 

 

In Cagliari, Hauptstadt der Region, befindet sich schließlich das Nationalmuseum für Archäologie, das die weltweit wichtigste Sammlung bezüglich der Nuraghenkultur aufweist.

(Quelle: italia.it)

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PIAZZA ARMERINA - DIE VILLA ROMANA DEL CASALE

PIAZZA ARMERINA - DIE VILLA ROMANA DEL CASALE

 

Piazza Armerina ist eine glanzvolle Stadt im Herzen Siziliens, deren großartige Kunstwerke, 

Monumente, antike Paläste und archäologische Stätte unverfälschte Zeugnisse einer glorreichen Vergangenheit sind und noch heute das intakte Stadtbild kennzeichnen.

Unter den vielen Sehenswürdigkeiten sticht die römische Villa Del Casale hervor, Ende des 4. Jh. als Wohnsitz einer mächtigen römischen Adelsfamilie erbaut. 

 

 

Diese eindrucksvolle imperiale Villa liegt in der Provinz Enna, im römischen Herz Siziliens und ist ein bemerkenswertes Landhaus, dessen Charme hauptsächlich von den bezaubernden Mosaiken gekennzeichnet ist. Sie gelten als die schönsten und besterhaltenen ihrer Art, deren klare und präzise Abbildungen und die zahlreichen Farbnuancen in Feinarbeit kreiert wurden, und haben 1997 die Anerkennung der UNESCO als Weltkulturerbe erhalten. Die Schönheit und der einzigartige Prunk von Architektur und Dekoration machen die Villa zu einem der bedeutendsten und repräsentativsten Beispiel dieser Epoche.

 

Die Villa stammte aus dem Zeitraum 320-350 n.Chr. und scheint der Besitz einer römischen, aristokratischen Senatoren-Familie gewesen zu sein, wahrscheinlich eines Gouverneurs von Rom (Praefectus Urbi). Anderen Theorien zufolge gehörte die Villa dem hohen kaiserlichen Offizier Maximus Erculeus, Tetrarch von Diokletian.

 

Umfangreiche Ausgrabungen haben Mitte des 20. Jh.  etwa 3.500 Quadratmeter an Mosaiken mit geometrischen und figurativen Motiven freigelegt, dazu Säulen, Statuen, Kapitelle und Goldmünzen. Der Lebensstil des Hausbesitzers wird auf den Boden- und Wandmosaiken dargestellt, die den  Prunk in allen Wohnräumen sichtbar machen. Außerdem ist ein afrikanischer Einfluss spürbar, der auf die Beteiligung afrikanischer Künstler hinweist.

 

In den Mosaiken sind verschiedene Stile und Zyklen erkennen: einer ist der Mythologie und Homers Gedichten gewidmet, ein anderer der Natur und dem Alltagsleben der römischen Aristokratie.

 

Von der Villa wurden vier Bereiche durch die Ausgrabungen freigelegt: Der monumentale Eingang mit dem Innenhof in Hufeisenform; Das zentrale Gebäude, errichtet um einen Hof mit Garten; Ein großer Saal mit drei Absiden (Trichora); Die Thermalanlage.

 

Im Dezember 2012 wurden die Restaurierungsarbeiten abgeschlossen, die einen großen Teil der Mosaiken und die Wandmalereien betrafen.

 

Heute kann man verschiedene Bereiche der Stätte besichtigen: den Bereich der Thermen; den Eingangsportikus und den Ehrenbogen; das Vestiarium und das Peristyl; die Servicebereiche wie den Raum „Kleine Jagd“, den Korridor der „Großen Jagd“ und den Raum „Palestrite“; die nördlichen Herren-Appartements mit dem Mosaik von Herkules und Polyphemos und dem Raum „Amor und Psyche“; die südlichen Herren-Appartements mit der Darstellung des Mythos des Arion und dem Raum von Eros und Pan; das Triklinium und den Portikus; die Basilika.

  

 

 

Piazza Armerina mitten in der Natur

Die Stadt Piazza Armerina liegt auf den Monti Erei, im Hinterland des Golfs von Gela, umgeben von den Wäldern des Parks Della Ronza und zahlreichen Sehenswürdigkeiten, wie dem Staudamm Olivo und der archäologischen Stätte von Montagna di Marzo. Unweit von Piazza Armerina finden wir außerdem den Pergusa-See, der im gleichnamigen Naturreservat liegt. In der Nähe  beginnt auch das Naturreservat Rossomanno Grottascura Bellia.

 

Öffnungszeiten: 

Vom letzten März-Sonntag zum letzten Oktober-Samstag: 9 bis 18 Uhr

Vom letzten Oktober-Sonntag bis zum letzten März-Samstag: 9 bis16 Uhr  

 

 

 

 

(Quelle: italia.it)

 

CASERTA – KÖNIGSPALAST MIT DEM PARK DEM AQUÄDUKT VON VANVITELLI & SAN LEUCIO

CASERTA – KÖNIGSPALAST

 

Der Palast von Caserta und sein Park, der 1997 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde, ist ein Schmuckstück von einzigartigem Wert.

 

Der Palast wurde im 18. Jhdt. von Luigi Vanvitelli im Auftrag von Karl III. erbaut und stellt den Triumph des italienischen Barocks dar. Weiter ist er aber auch eines der wichtigsten Werken des berühmten neapolitanischen Architekten: den Besucher beeindruckt  vor allem die Schönheit der Innenräume und die äußerliche Pracht.

 

Sehr in den Details gepflegt und in vier monumentalen Gärten unterteilt, schließt an den Palast ein Garten an, der einer Filmkulisse gleicht, was ihn zum Ziel von tausenden von Touristen macht.

 

Der prächtige Palast ist die perfekte Verschmelzung zweier anderer königlicher Residenzen: des Palastes von Versailles, Wohnsitz der Könige Frankreichs, und des Palazzo dell'Escorial in Madrid, Wohnsitz der Könige Spaniens. Palast von Caserta Der Palast von Caserta präsentiert sich wie ein wahrer Monumentalbau, der sich auf über 45000 km²  ausdehnt, während er mit seinen fünf Stockwerken eine Höhe von 36 Meter erreicht. Die Hauptfassade zieren 143 Fenster, die einen Einblick zu vielen der 1200 Zimmer gewähren, die ihrerseits über 34 Treppengänge miteinander verbunden sind.

 

Das Gebäude wurde aus Backsteinen errichtet während die zwei unteren Etagen mit Travertinstein-Platten verkleidet sind. Die gesamte Struktur wird von einer zentralen Kuppel gekrönt. Die Innenräume des Palastes sind von den zahlreichen und allgegenwärtigen Stuckdekorationen, Bassreliefs, Fresken, Skulpturen und mit Einlagen versehene Böden gekennzeichnet. Besonders bekannt sind die des Saals des Mars und des Thronsaals. Letzterer ist auch das größte der königlichen Wohnräume und diente zum Empfang bekannter Persönlichkeiten.

Die gewaltigsten Bereiche des Palastes sind jedoch die Zufahrt und die Zentraltreppe sowie die Kapelle. 

Das Treppenhaus, ein Ausdruck des Dekorationsstils im 18. Jahrhundert, verbindet die untere mit der oberen Vorhalle, von der man zu den königlichen Appartements kommt.

 

Die Schlosskapelle, die Cappella Palatina, wurde einschließlich der Verzierungen von Vanvitelli entworfen und ist sicherlich der Raum des Palastes, der dem Schloss von Versailles am meisten ähnelt.

 

Ebenfalls beeindruckend ist das Hoftheater, ein wunderbares Beispiel der Theaterarchitektur des 18. Jahrhunderts. Der Saal in abgerundeter Hufeisenform macht einen besonders feierlichen Eindruck, dank der besonderen Verteilung der Säulen in Kolossalordnung. Alle anderen Bereiche des Palastes sind jedoch nicht weniger beeindruckend.

 

Die Pinakothek des Palastes besteht aus zahlreichen, miteinander verbundenen Räumen und beherbergt viele Darstellungen von Stillleben, Kriegsszenen oder Portraits der Familie des Hauses Bourbon.

 

Im Alten Appartement finden wir die Bourbonen-Krippe, eine große Leidenschaft der Familie, die von der bekannten neapolitanischen Tradition der Krippen gekennzeichnet ist.

 

Die Bibliothek des Palastes befindet sich in den Appartements der Königin, eine raffinierte und kultivierte Dame, und ist von Reliefs und Fresken dekoriert, wie das von Vanvitelli, das die Sternzeichen des Horoskops darstellt.

Genauso beeindruckend sind außerdem die Säle der Vier Jahreszeiten.

 

Zur Pracht und Schönheit dieser Anlage trägt jedoch auch der Park stark bei, der aus zahlreichen Brunnen und Wasserfällen besteht.

 

Der Garten ist ein typisches Exemplar des Gartens im italienischen Stil, mit weiten Feldern, viereckigen Büschen und vor allem ein Triumph von Wasserinstallationen. 

 

Entlang der Zentralachse finden wir eine Abfolge von Becken, Brunnen und Wasserfällen, die mit beeindruckenden Skulpturengruppen verziert sind. Dadurch wird ein dekorativer Effekt erreicht, der seinen Höhepunkt an der Grande Cascata, dem großen Wasserfall, findet.

 

Der Park breitet sich bis auf den Hügel gegenüber des Palastes aus, wo ein englischer Garten als Rahmen für einen Spaziergang zwischen exotischen Pflanzen dient.

 

Interessant ist dabei, dass der englische Garten, weniger symmetrisch als der italienische, ein Wunsch von Maria Karolina von Österreich war, die zahlreiche exotische Pflanzen einsetzen ließ, wie die wunderschöne Libanon-Zeder.

 

Zusammen mit dem Palast und dessen Park, wurde auch dessen Aquädukt ebenfalls vom Architekten Luigi Vanvitelli entworfen und die benachbarte Anlage von San Leucio in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen, denn sie repräsentieren bestens den Charakter dieser königlichen Anlage, die gleichzeitig auch eine industrielle Funktion hatte.

 

 

 

Infos und Reservierungen

Ticket office: Tel. +39 0823-448084/277380

E-mail: caserta@civitamusea.it  

Die Vanvitello-Anlage bleibt Dienstags geschlossen, außer an Sonderöffnungen.

 

 

 

 

 

(Quelle: italia.it)

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CILENTO – VALLO DI DIANO NATIONAL PARK MIT DEN ARCHÄOLOGISCHEN STÄTTEN VON PAESTUM & VELIA & CERTOSA DI PADULA

CILENTO BAIA DEGLI INFRESCHI

 

Das Gebiet Cilento in Kampanien, Land der sanften Hügel und der weiten Olivenhainen, die sich im Blauen des Thyrrenischen Meers spiegeln, ist ein zauberhafter Ort, seit jeher Kreuzweg antiker Kulturen und Völker. 

Gekennzeichnet von zahlreichen Bächen und dichten Kastanien- und Eichenwäldern, ist dieses Gebiet auch für seine auf den Felsen verwurzelten Ortschaften, die manchmal an der Küste, senkrecht über dem Meer, enden. 

Ein bedeutender Teil des Gebiets gehört zum Nationalpark Cilento und Vallo di Diano mit den archäologischen Stätten Paestum, Velia und Certosa di Padula, die 1998 in die Liste des Welterbes der UNESCO aufgenommen wurden. Cilento - Infreschi Bucht Nationalpark Cilento und Vallo di Diano.

 

Der bezaubernden Nationalpark Cilento und Vallo di Diano, der zweitgrößte Park Italiens, erstreckt sich von der thyrrenischen Küste bis zum Fuße des Apennins Kampanien-Lukaniens und birgt zahlreiche Zeugnisse antiken Lebens. 

Zum Park gehören die Gipfel der Alburnen, des Monte Cervati und des Monte Gelbison sowie die Küstenerhebungen Monte Bulgheria und Monte Stella.

 

Die Blumenwelt des Parks besteht aus ca. 1800 wilden Pflanzenarten der Region, während auch die Tierwelt sehr breitgefächert ist, dank der vielen verschiedenen Lebensräume, die der Park bietet. 

Küstengebiete und Berge, Flüsse und Bäche, Felsen und Wälder sind die Merkmale eines Gebiets, dessen Tierwelt oft einen besonders hohen Wert trägt, wie im Fall des Wanderfalken.

 

Auf den Berggipfeln, den Hochebenen und den felsigen Gegenden finden wir außerdem den Wolf, den Steinadler (Aquila chrysaetos) und seinen besten Fang, das Steinhuhn (Alectoris graeca) sowie den Apenninhasen (Lepus corsicanus).

 

Die außergewöhnlichen Naturmerkmale, die sich dank der Heterogenität des Gebiets entwickeln konnten, ergänzt der mythologische und geheimnisvolle Charakter dieses Landes, reich an Geschichte und Kultur: der Ruf der Sirene Leucosia, die Strände an denen Palinurus und Aeneas strandeten, die archäologischen Ruinen der griechischen Siedlungen Elea und Paestum, die bezaubernde Kartause von Padula.

 

Von den zahlreichen Kunst- und Kulturorten des Parks sind drei von besonderem Interesse - sowohl national als auch international - und haben dem Park die wertvolle Anerkennung der UNESCO verliehen: Paestum, Velia und die Kartause von Padula.

 

Paestum

Dies ist eine der wichtigsten Anlagen der Magna Graecia und wurde von ihren Begründern anfangs Poseidonia genannt, zu Ehren Poseidons, auch wenn sie Hera und Athena ebenfalls ergeben waren. In Paestum finden wir zahlreiche Zeugnisse und Dekorativ-Gegenstände, die zum größten Teil im Archäologischen Nationalmuseum aufbewahrt sind.

Besonders beeindruckend sind die drei dorischen Tempel, die aufgrund ihrer besonders guten Erhaltung als einzigartige Beispiele der Magna Graecia-Architektur gelten: Der Hera-Tempel (auch Tempel des Neptun genannt) aus dem 530 v. Chr., der größte unter den Tempeln Paestums; Der Athena-Tempel (500 v. Chr.), auch bekannt als Tempel Cerere; Die Basilika (540 v. Chr.), die ursprünglich ein der Göttin Hera gewidmeter Tempel war.

 

Elea/Velia

Velia, aus dem griechischen Elea, ist eine Stadt der Magna Grecia, die im 6. Jh. v.Chr. gegründet wurde. Von der antiken Stadt bleiben heute nur das Hafengebiet, Porta Marina, Porta Rosa, die hellenistischen und die römischen Thermen, die Agorà, die Akropolis, das südliche Viertel und das archaische Viertel.

 

Von unschätzbarem Wert ist das Tor Porta Rosa, namhaftes Monument mit einer Doppelfunktion: Verbindung zwischen den zwei Vierteln der Stadt und Viadukt zu den Spitzen der Akropolis. Zu den Gründen, die Velia zu einem Weltkulturerbe gemacht haben; gehört die Schule der Eleaten, eine philosophische Schule der Antike, der bekannte Namen wie Parmenides und Zenon angehörten. 

 

Die Kartause San Lorenzo von Padula

Sie ist die größte und bekannteste Kartause Italiens und befindet sich in Padula, in der Provinz Salerno. Gegründet 1306, besitzt dieses Kloster den weltweit größten Kreuzgang (etwa 12.000 m²), umgeben von 84 Säulen.

 

Der Hauptteil des Baus ist im Barocken Stil und umfasst eine Fläche von 51.500  m² mit über 320 Zimmern. 

 

Heute ist die Kartause Sitz des Archäologischen Museums der Provinz West-Lukaniens und beherbergt eine große Sammlung an Zeugnissen und Funden aus den Ausgrabungen der Nekropolen Sala Consilina und Padula. 

 

 

 

(Quelle: italia.it)

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URBINO - ALTSTADT

Urbino - Altstadt

 

In den sanften Hügeln der Marken, zwischen den Flusstälern des Metauro und des Foglia, liegt Urbino, eine Stadt mit einem großen historischen und künstlerischen Erbe.

 

Umgeben von einer langen Schutzmauer aus Backstein und Gebäuden aus Sandstein, ist Urbino eine „Wiege der Renaissance“, wie man bei einem Spaziergang durch die Gassen des historischen Zentrums sieht. 

 

Dank seines Renaissance-Charakters und der historischen Bauten zählt  Urbino seit 1998 zum UNESCO Weltkulturerbe. Für das UNESCO-Komitee war die Attraktivität Urbinos für die großen Denker und Künstler der Renaissance, sowohl aus Italien als auch aus anderen Ländern, ausschlaggebend gewesen für die Entwicklung zu einem außergewöhnlichen urbanen Zentrum.

 

Der Ursprung Urbinos liegt weit zurück in der Antike und der ursprüngliche Name, Urvinum, stammt aus dem lateinischen Wort Urvus (Urvum: gekrümmter Teil des Pflugs). Seine Blütezeit erlebte Urbino jedoch erst im 15. Jh..

 

Die monumentale und künstlerische Exzellenz, die Urbino vor allem Federico da Montefeltro verdankt, beeinflusste im Laufe der Jahrzehnte ganz Europa. Dieser große Mäzen wusste Urbino in ein Herzogtum zu verwandeln und die wichtigsten Namen aus Kultur und Kunst des Renaissance-Humanismus einzuladen: Piero della Francesca, Luciano Laurana, Leon Battista Alberti, Francesco di Giorgio Martini, Girolamo Genga und den Vater Raffaels, Giovanni Santi

 

Entlang der engen und steilen Gassen liegen alle Gebäude Urbinos aus der Renaissance: Das ehemalige Kloster Santa Chiara, die Kirche San Domenico, das Mausoleum der Herzöge in der Kirche San Bernardino, der Palazzo Boghi und der  imposante  Palazzo Ducale, in dem der gesamte Schatz der Stadt aufbewahrt wird.

 

Einige der wichtigsten Künstler und Handwerker dieser Epoche waren am Bau der Anlage beteiligt, die heute Sitz der Nationalgalerie der Marken mit zahlreichen Meisterwerken der Kunstgeschichte ist: „Die Geißelung Christi“ und „Madonna mit Kind“ von Piero della Francesca, „Kommunion der Apostel“ von Joos van Wassenhove, „Wunder der profanierten Hostie“ von Paolo Uccello und das erhabene „Portrait einer jungen Frau“  („La Muta“) von Raffael. Ebenfalls einen Besuch wert sind die unweit der Galerie gelegenen herzöglichen Stallungen, die mit dem Palast über eine spiralförmige Rampe verbunden sind.

 

Urbino hat jedoch nicht nur künstlerische, sondern auch landschaftliche Schönheiten: Von den beiden Hügeln, zwischen denen die Stadt liegt, bietet sich ein atemberaubendes Panorama auf die Ziegeldächer und Kirchen.

 

Wissenswertes

Sowohl Bramante als auch Raffael machten ihre ersten künstlerischen Schritte in Urbino. Raffael lernte die Kunst der Malerei in der Werkstadt der Vaters und machte sich einen Namen mit Werken für die Ortschaften des Herzogtums.

 

In Urbino findet jedes Jahr, in der Regel im September, das Fest des Papierdrachens statt. Diesen Wettbewerb gewinnt derjenige Teilnehmer,  der seinen Drachen am höchsten steigen lässt.

 

 

 

In den kleinen Werkstätten des historischen Stadtzentrums wird bereits seit dem 16. Jh. große Kunst kreiert: Die antiken Arbeitstechniken der Goldschmiede, Kunsttischler,  Keramiker und vieler anderer Handwerker der Baukunst (Gipser, Maler, Tischler) sind noch heute zu sehen.

 

Am Hof von Federico di Montefeltro wurden, wie  Baldassare di Castiglione in seinem Werk „Il Cortegiano“ beschreibt, die Charakterzüge des sogenannten „gentleman“ für ganz  Europa  geprägt, die bis zum Ende des 20. Jh. das Verhalten beeinflussten…

 

Als Sitz einer der ältesten Universitäten, der Università degli Studi Carlo Bo, gegründet 1506, zählt Urbino mehr Studenten als Einwohner. Es finden sich hier außerdem die berühmte „Akademie der Schönen Künste“ und das „Institut für Dekoration und Illustration von Büchern“, das in der zweiten Hälfte des 20. Jh. gegründet wurde und der Stadt den Ruf als  „Hauptstadt des Buches“ verliehen hat.

 

 

 

(Quelle: italia.it)

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AQUILEIA – ARCHÄOLOGISCHE ZONE UND DIE PATRIARCHALISCHE BASILIKA

Aquilea Mosaik Basilika

 

Aquileia ist mit seiner enormen patriarchalischen Basilika und den archäologischen Stätten eine wahre Schatztruhe historischer und künstlerischer Schätze. 

 

Gelegen in der Provinz Udine in Friaul Julisch Venetien  wurde es 1998 in die Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Aquileia war eine der größten und reichsten Städte des Mittelmeers während der römischen Kaiserzeit und später Sitz eines Patriarchats, das vor allem im Mittelalter und bis zum Jahr 1751 das Christentum im zentralen europäischen Raum gefördert hat. 

 

Die archäologischen Ausgrabungen haben noch nicht alle Ruinen aus römischer Zeit frei gelegt, die bereits gefundenen gelten jedoch als die besterhaltenen Zeugnisse der antiken römischen Macht. 

 

Zu den wichtigsten Schätzen der Stadt zählt die patriarchalische Basilika, errichtet um das Jahr 1000 mit den beeindruckenden Mosaiken aus dem 4. Jh., ein imposantes Beispiel religiöser Architektur.

 

Aquileia - Mosaik im Inneren der Basilika (Detail) 181 v. Chr. Von den Römern als militärischer Vorposten gegen die Barbaren gegründet, wurde Aquileia später  zu einem wichtigen Handelszentrum sowie zu einer der faszinierendsten Städten des Kaiserreichs, die aber während der Schlacht von Attilas Hunnen zum Teil zerstört wurde. 

 

Von dieser Zeit können heute zum Teil das Forum, die römischen Basilika, das Macellum, die Thermen, das Mausoleum, die Wohnanlagen, der Schutzwall, der Zirkus und das Amphitheater besichtigt werden sowie die Ausgrabungen des Binnenhafens am Fluss Natissa, mit den antiken  Warenlagern und Stegen. Gegründet zwischen dem 2. und 3. Jh., war das Forum Aquileias das Herz des öffentlichen Lebens, während die römische Basilika, die heute nur zum Teil freigelegt ist, Treffpunkt der Staats- und Handelsmännern war.

 

Nicht so ganz zentral gelegen finden wir außerdem das Baptisterium und die patriarchalische Basilika, das Symbol Aquileias, die zusammen mit dem Glockenturm im Jahr 1031 im Auftrag des Patriarchen Popone fertiggestellt wurde. 

 

Die Basilika ist das Ergebnis der kompletten Restaurierung eines antiken religiösen Baus aus dem 4. Jh., der von den Angriffen der Barbaren und mehrerer Erdbeben zerstört wurde. Von dem antiken Gebäude bleiben die im Auftrag des Bischofs Theodor errichteten frühchristlichen Säle, und das Bodenmosaik mit Szenen aus dem alten Testament, das erst im 20. Jh. nach der Entfernung der neueren Bodenpflasterung entdeckt wurde.

 

Weitere Funde und Mosaiken wurden außerdem in der sogenannten „Cripta degli Scavi“ gemacht, eine Krypte, die man im Inneren der Basilika besichtigen kann. Ebenfalls sehenswert ist die „Cripta degli Affreski“ (Freskenkrypte), die mit Fresken aus dem 12. Jh. im byzantinischen Stil dekoriert ist. Der Baustil der Basilika ist größtenteils römisch mit gotischen Akzenten, die ihr im Jahr 1348 hinzugefügt wurden, und Renaissance-Merkmalen, die im Laufe der zahlreichen  Restaurierungsarbeiten dazu kamen.

 

Viele der archäologischen Funde könne heute in den drei Stadtmuseen bewundert werden: Im Archäologischen Nationalmuseum, im Frühchristlichen Museum und im Patriarchalischen Stadtmuseum.

 

IN DER UMGEBUNG

 

Wer die Faszination der Geschichte und der Kultur mit dem entspannenden Erlebnis eines Aufenthalts in den Bergen ergänzen möchte, kann von Aquileia aus einige der besten Berggebiete des Friaul erreichen. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um Sport jeder Art auszuüben, besonders in den Skigebieten des Friaul, umgeben von beeindruckenden Landschaften und atemberaubenden Panoramen.

Sehr empfehlenswert ist es auch, die lokalen Gastronomieprodukte zu probieren, wie den bekannten San Daniele Schinken. Weniger als eine Stunde entfernt befindet sich schließlich Triest,  eine Kunststadt an der Grenze zu Slowenien, in der man die faszinierende und antike Piazza dell'Unità d'Italia und das Castello Miramare bewundern kann.

 

 

 

 

 

(Quelle: italia.it)

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TIVOLI - VILLA ADRIANA

Tivoli - Villa Adriana

 

Die Hadriansvilla in Tivoli, bei Rom, ist eine der italienischen Kulturstätten der Unesco World Heritage List. Erbaut im Auftrag des Kaisers Hadrian, ist sie eine monumentale Wohnanlage, die noch in unseren Tagen für den Prunk und die Macht des antiken Roms steht.

 

Tivolis Villa Adriana wurde 117 n. Chr. als Wohnsitz des Kaisers Hadrian erbaut. Als Kern des Bauentwurfs diente eine schon vorhandene Villa, die der Ehefrau Vibia Sabina gehörte. Dank ihrer Lage auf den Monti Tiburtini, ca. 28 km von Rom entfernt, war sie sowohl über die Via Tiburtina und die Via Prenestina als auch über den Fluss Aniene gut erreichbar.

Das Gebiet war reich an Gewässern. Vier der antiken Aquädukte versorgten von hier aus Rom mit Wasser  (Anio Vetus,  Anio Novus, Aqua Marcia e Aqua Claudia) Ferner, war die  heute noch vorhandene Schwefelwasser-Quelle Acqua Albule, heute als Bagni di Tivoli bekannt, vom Kaiser sehr geschätzt.

 

Nach dem Untergang Roms, erlebte die Anlage zahlreiche Plünderungen, bis sie im 19. Jh. vom Regno d'Italia (Königriech Italien) gekauft wurde. Erst dann erfolgten erste Restaurierungsarbeiten. Nach mehrfachen Ausgrabungen während der letzten 500 Jahre, erstreckt sich sich die Hadriansvilla auf über 120 ha und ist somit größer als Pompei  und daher die wichtigste alt-römische Villenanlage. Nach zahlreichen Ausgrabungen und Belegen, wissen wir heute, dass die Domus (Häuser) und die Villen des antiken Roms in zahlreiche Bereiche unterteilt waren, die bestimmte Funktionen erfüllten und deren Grundriss sich konstant wiederholte, wie beispielsweise in der Mysterienvilla von Pompei oder in der Villa di Poppea von Opplontis, das heutige Torre Annunziata. Trotz ihrer typischen römischen Architektur wurde die Kaiserresidenz Villa Adriana in einer besonders originellen Weise entworfen.

 

Die Struktur der Hadriansvilla

Die Anlage besteht aus zahlreichen zusammenhängenden Gebäuden, die bestimmte Funktionen erfüllten: das Gebäude mit den drei Exedren, das Nymphäum, mit denen dann das Quadriporticus, die Kleine Therme, das Vestibül und der Amtspavillon verbunden waren.

 

Die Symmetrie dieser zusammenhängenden Gebäude, die zum Schutz der Privatsphäre des Staatsmannes mit überwachten Übergängen verbunden waren, beweist, dass sie alle zu einer einzigen Anlage gehörten, die die Größe und die Wichtigkeit des Kaisers widerspiegelten.

 

Die zahlreichen Nachbildungen von Monumenten und Landschaften, die ihn während seiner zahlreichen Reisen begeistert hatten, bezeugen die Reiselust und –erfahrung des Kaisers.

 

In der riesigen Gartenanlage kann man den Pecile bewundern - einen großen Garten mit einem zentralen Schwimmbecken  umgeben von Arkaden, der für die Sommer- und Winterspaziergänge genutzt wurden -, den Canopus - ein langförmiges Wasserbecken mit ringsherum stehenden Säulen und Statuen, die an einem am Ende stehenden kuppelförmigen Tempel zusammenlaufen - sowie die Überreste von zwei Thermen: die Große und die Kleine Therme.

 

Letztere verfügten über ein Freilicht-Frigidarium und einen Raum mit rundem Grundriss, einer Kuppel und fünf großen Fenstern. Diese mit kostbarer Stuckarbeit verzierten Bauten, waren einst für die kaiserliche Familie und deren Gäste vorgesehen.

 

Die Große Therme dagegen war für das Personal der Villa reserviert. Hier finden wir eine Fußbodenheizung und einen eindrucksvollen Saal, der als Sudatarium genutzt wurde. Man sollte an dieser Stelle auf das große Gewölbe der zentralen Halle hinweisen, das sich trotz des Zusammenfalls eines seiner vier Stützpunktenoch in perfekter Balance hält.

 

Zu den besterhaltenen Teilen der Villa zählen die Akademie, das Stadion, der kaiserliche Palast, der Philosophensaal, das griechische Theater und der Goldene Platz. Letzterer ist eine majestätisches Gebäude, das zu Repräsentationszwecken diente und mit einem großen mit feinem Stuck verzierten Peristylium ausgestattet war.

 

Zuletzt sei noch das wundervolle Teatro Marittimo erwähnt,  eine Insel, die von einer Kolonnade ionischer Ordnung und einem Wasserkanal umgeben warund dem  Kaiser als Rückzugsort zum Nachdenken diente.

 

 

 

Nützliche Infos

Adresse: Largo Marguerite Yourcenar, 1 - Villa Adriana - Tivoli (RM) 

Telefon: +39 0774 530203 

 

 

 

Öffnungszeiten der archäologischen Stätte 

2. bis 31. Januar: 9 bis 17 Uhr

1. bis 29. Februar: 9 bis 18 Uhr 

1. März bis letzter Samstag im März: 9 bis 18.30 Uhr

Letzter Sonntag im März bis 30. April: 9 bis 19 Uhr

1. Mai bis 31. August: 9. bis 19.30 Uhr

1. bis 30. September: 9 bis 19 Uhr

1. Okt. bis letzter Samstag im Oktober: 9 bis 18.30 Uhr

Letzter Sonntag im Oktober bis 31. Dezember: 9 bis 17 Uhr

Geschlossen: 1. Januar und 25. Dezember

 

Führungen und Audioguides für individuelle Besucher, Gruppen und Schulgruppen (Italienisch, Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch).

 

 

 

(Quelle: italia.it)

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ÄOLISCHEN INSELN

ÄOLISCHEN INSELN

 

Die Liparischen Inseln gehören zu den  italienischen Stätten der World Heritage List als Naturwelterbe.

 

Das Archipel der Liparischen Inseln besteht aus sieben herrlichen Inseln Siziliens - Lipari, Panarea, Vulcano, Stromboli, Salina, Alicudi und Filicudi - und aus manchen noch kleineren sowie aus Felsen, die aus dem blauen und klarem Meer hinausragen. Die Inselgruppe ist von einer wilden und unberührten Natur gekennzeichnet sowie von den zwei noch aktiven Vulkanen, Stromboli und Vulcano. All dies zieht jährlich tausende Touristen an, während der Hauptwohnort der Inselgruppe die Gemeinde von Lipari ist. Alle Inseln gehören der Provinz Messina an.

 

Liparische Inseln

 

Lipari

Sie ist die größte Insel und ihre Gemeinde schließt auch alle anderen Inseln außer Salina ein. Man sollte hier unbedingt das archäologische Museum im Castello di Lipari besuchen, das sich auf einer Landzunge zwischen den Buchten Marina Lunga und Marina Corta erhebt, die noch heute als die besten Anlegestellen gelten. Ebenfalls sehr beeindrückend sind die alt-griechische Akropoli und die normannische Kathedrale. Schließlich sollte man sich eine Bootrundfahrt nicht entgehen lassen, während der man atemberaubende Buchten, wie die des Fico, und Strände von Vinci, Valle Muria, Punta della Castagna und Capo Rosso besuchen kann.

 

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Panarea

Dies ist die kleinste und am niedrigsten gelegene (ihr höchste Punkt liegt auf 421 m Höhe, der Timpone del Corvo), jedoch auch die älteste der Liparischen Inseln. Ihre unberührte Strände, die Unterwassereruptionen sowie ihr Nachtleben ziehen jährlich zahlreiche Touristen aus der ganzen Welt an.

Mit dem umliegenden kleinen Inseln Basiluzzo, Spinazzola, Lisca Bianca, Dattilo, Bottaro, Lisca  Nera (die nur zum Teil noch vorhanden ist) sowie die Felsen der Panarelli und der Formiche bildet Panarea ein kleines eigenes Archipel. Touristischer Hauptort der Insel ist Sant Pietro mit seinen charakteristischen Häusern, Geschäften und Werkstätten.

 

Vulcano

Hier sollte sich, nach der griechischen Mythologie, einst die Schmiede des Hephaistos befunden haben - Gott des Feuers und der Schmiede. Auf Vulcano kann man verschiedene Naturphänomene vulkanischer Art finden, wie Fumarolen und Solfataren, deren therapeutische Wirkung sehr geschätzt wird sowie Dampfausstöße sowohl über als auch unter der Wasserobefläche.

 

Stromboli

Ort des aktivsten Vulkans Europas, hier kann man spektakuläre Ausbrüche aus dem Observatorium der Militärmarine an der Punta Labronzo beobachten.

Wenn man Glück hat, kann man die sogenannte Sciara del Fuoco bewundern, den Lavastrom der bis zum Meer reicht. 

Einen Besuch ist auch das Hafendorf San Vincenzo wert, aufgrund seiner charakteristischen weißen Häuser, des isolierten Ginostra, gelegen auf einem Felsen und nur auf dem Landweg erreichbar sowie des Felsen von Strombolicchio, auf dem ein großer Leuchtturm steht und deren Entstehung von einem der ältesten Vulkanausbrüche der Liparischen Inseln verursacht wurde.

 

Salina

Dies ist die zweitgrößte Insel der Gruppe und weist außerdem auch die größten Erhebungen im Archipel auf. 

In Salina finden wir den wunderschönen Farnwald (Fossa die Felci), der senkrecht auf atemberaubende Strände stürzt, wie auf den von Pollara. Man sollte auch eine Besichtigung im Haus nicht versäumen, indem der Film „Der Postmann“ mit Massimo Troisi gedreht wurde, um schließlich eine der berühmten lokalen Granitas zu probieren.

 

Alicudi e Filicudi

Die am westlichsten gelegenen Inseln, Alicudi und Filicudi, sind gänzlich von Vulkankratern charakterisiert sowie von atemberaubenden Wildlandschaften und wuchernden Meeresgründen.

In Filicudi sollte man unbedingt die Klippe La Canna (ca. 85 m hoch), den „Glücksfels“ sowie die beeindruckende Grotta del Bue besichtigen.

 

 

Anfahrt

Per Boot von:

Milazzo, Messina, R. Calabria, Neapel, Palermo, Cefalù.

 

Per Fähre von:

Milazzo, Neapel

 

 

(Quelle: italia.it)

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VERONA - DIE STADT

Verona Stadt

Auf einer Landzunge zwischen den Einbuchtungen des Flusses Adige, erhebt sich Verona, eine bezaubernde Stadt der UNESCO World Heritage List.

 

 

Zweitausend Jahre auf ungefähr 200 Quadratkilometern, das ist kurz gesagt Verona: ein Ort an dem künstlerische Elemente aus verschiedenen historischen Epochen harmonieren. Gegründet im ersten Jahrhundert v. Chr., entwickelte sich Verona dank der geografischen Lage während der Römerzeit  zu einem städtischen Zentrum, von dem noch prunkvolle Zeugnisse erhalten sind: die  

Arena, das römische Amphitheater, der Triumphbogen Arco dei Gavi,  das Stadttor Porta dei Borsari  und die archäologische Ausgrabungsstätte Porta Leoni.

 

Verona wurde für eine lange Zeit von den Barbaren eingenommen und hatte ihren Höhepunkt während der Dynastie der Scaliger (13. - 14. Jh.). Es gibt auch das Verona der mittelalterlichen Kommunen, das Verona der französischen sowie der österreichischen Herrschaft und dann natürlich das italienische Verona aus der Zeit des Risorgimento. Die Stadt hat verschiedene Gesichter und bietet eine Zusammenfassung der Geschichte Italiens, wie man an den Werken aus römischer Zeit, den mittelalterlichen Straßen und den Palazzi aus der Renaissance sehen kann.

 

Mittelpunkt ist die Piazza delle Erbe, wo einst das Forum der Römer stand. Dieser Platz fasst die verschiedenen historischen Epochen zusammen, mit Palästen aus dem 14. Jh. wie der Palazzo Casa dei Mercanti, die Case Mazzanti mit den gemalten Fassaden und dem Brunnen Madonna di Verona mit seiner zentralen römischen Statue.

 

 

 

Der Römerzeit wird auch das Wahrzeichen der Stadt zugeschrieben, die Arena (1. Jh. v. Chr.), die für Gladiatorenkämpfe errichtet wurde.  Nach einer Zeit der Verwahrlosung wurde sie für Theateraufführungen genutzt und zählt seit 1913, mit der Erstaufführung der Aida, zu einer der weltweit angesehensten Bühnen. 

 

Das antike Teatro Romano dagegen  befindet sich am anderen Ufer des Flusses Adige, neben einem Hügel.  Ebenfalls aus Römerzeit stammt  das Stadttor Porta dei Borsari,  der antike Zugang zur Stadt. 

 

Das Verona aus romanischer Zeit wird geprägt durch den imposanten Dom San Zeno, während das Castelvecchio am Ufer des Adige das Symbol der mittelalterlichen Macht der Scaliger ist, denen die Stadt auch die massive, zinnenbekrönte Festungsbrücke Ponte Scaligero verdankt.

 

Das Castelvecchio, errichtet Mitte des 14. Jh., war Wohnsitz des Stadtherrn Cangrande della Scala und  beherbergt heute das Stadtmuseum für Kunst.

 

In Verona erzählen die Palazzi Geschichten von Reichtum und Macht. Auf der Piazza dei Signori, die vom Torre dei Lamberti dominiert wird, sticht der Portikus der Loggia del Consiglio hervor, wo sich das politische Leben des Cinquecento, des 16. Jahrhunderts, abspielte. Die Paläste Palazzo di Cansignorio und Palazzo del Comune (oder Palazzo della Ragione) waren jeweils Sitz der Militärmacht, des Gerichts und der Administration. 

 

Unweit von hier befinden sich die Arche Scaligere, die Grabmäler der Adelsherren von Verona, einer der beeindruckendsten Orte der Stadt.

 

Ebenfalls beeindruckend sind die Kirchen der Stadt. Zu den wichtigsten zählen die gotische Sant’Anastasia, San Fermo Maggiore, die aus zwei aufeinander stehenden Gebäuden besteht, und die Renaissance-Kirche San Giorgio in Braida. 

 

Schließlich haben wir das Verona von Shakespeare, das auf der ganzen Welt als Ort der ewigen aber tragischen Liebe bekannt wurde, die Stadt der Verliebten, Romeo und Julia. Eine Geschichte aus der Feder des Luigi da Porto aus Vicenza, die durch ganz Europa kursierte bis sie schließlich nach England gelangte. Shakespeare schrieb daraus das eine legendäre Werk, das Verona zu einer der beliebtesten und meist besuchten Städte der Welt machte.

 

 

Arena di Verona

 

Die Aufführungen in der Arena di Verona finden während der Sommersaison statt. Langfristige Vorbestellung der Tickets wird empfohlen.  
www.arena.it

 

 

(Quelle: italia.it) 

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ASSISI – DIE BASILIKA VON SAN FRANCESCO

Assisi-Basilika San Francesco

 

Die mittelalterliche Stadt Assisi, Geburtsort des Heiligen Franz, des Begründers des  Franziskaner Ordens, gehört seit dem Jahr 2000 zum italienischen UNESCO Weltkulturerbe. Assisi, Basilika San Francesco Für das UNESCO Komitee stellt Assisi ein einzigartiges Beispiel historischer Kontinuität dar, dank seiner kulturellen Landschaft und der Gesamtheit seines territorialen Systems. Insbesondere die Basilika San Francesco repräsentiert eine Sammlung von Meisterwerken der menschlichen Schöpferkraft und ist ein hervorragendes Beispiel architektonischer Komplexität, das die Entwicklung der Kunst und Architektur bedeutend beeinflusst hat. 

 

Nicht nur Stadt der Heiligen Franziskus und Clara sowie Symbol des Friedens, ist Assisi auch ein heiterer Ort, das den Geist der italienischen Freundlichkeit bestens ausdrückt. Darüber hinaus bietet das Umland bis nach Perugia zahlreiche Naturschönheiten sowie historische und gastronomische Höhepunkte. 

 

Architekten und Maurer sowie Steinmetze haben im Laufe der Jahre Assisi einen unvergleichlichen Anblick gegeben, doch die Geschichte und das Schicksal dieser Stadt wurde am meisten durch den Heiligen Franziskus, jener Heilige, der mit den Tieren sprach, gekennzeichnet. Ihm ist auch das wichtigste Denkmal von Assisi geweiht, die Basilica di San Francesco, die aus zwei Kirchen (die Ober- und die Unterkirche) besteht sowie aus einer Krypta aus dem Jahre 1818. In letzterer wird das Grab des Heiligen bewahrt, ein schlichter Sarkophag auf dem nackten Fels.

 

Cimabue, Giotto, die Brüder Lorenzetti sowie Simone Martini und andere große Künstler aus dem 13. und 14. Jh., haben die Wände und die Decken der Basilika mit Fresken ausgeschmückt. Die Basilika ist ein Ort, den jeder - gläubig oder nicht -, der die Botschaft des Heiligen Franziskus nachfühlen kann, besuchen sollte. 

 

Die Anlage besteht aus zwei, übereinander stehenden und voneinander unabhängigen Kirchen. Die Oberkirche – gotisch, schnittig und lichtdurchflutet – ist auf der ganzen Welt für die Fresken von Giotto und seiner Schule bekannt, die verschiedene Episoden des Lebens des Heiligen Franziskus von 1296 bis 1300, in 28 Tafeln mit einem beeindruckenden Hintergrund in intensivem Hellblau, darstellten. Eine beeindruckende und sehr lebhafte Erzählung, die neben weiteren Meisterwerken der italienischen Kunst steht, wie den Fresken von Cimabue, die das Querschiff, das Gewölbekreuz und die Apsis schmücken. 

 

Die Unterkirche, düsterer und schlichter, ist von den Werken großer Meister der Schulen von Florenz und Siena aus dem 14. Jh. verziert: Giotto und seine Schüler, Cimabue, Simone Martini und Pietro Lorenzetti.

 

Die Besichtigung der Anlage vervollständigt ein Besuch in den Kreuzgang und in das Schatzmuseum.

Im Jahr 1997 verursachte ein Erdbeben starke Beschädigung in der oberen Basilika, mit dem Zusammenbruch des Gewölbes an zwei Stellen sowie  umfangreiche Schäden am Giebel und am Querhaus: 130 qm an mittelalterlichen Fresken zerbrachen in tausend Stücke. Die Restaurierungsarbeiten begannen umgehend und wurden in Rekordzeit abgeschlossen.

 

 

 

 

 

 

 

(Quelle: italia.it)

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TIVOLI - VILLA D'ESTE

Tivoli - Villa D´Este

 

Die bezaubernde Villa d'Este ist eine der  italienischen Stätte der Unesco World Heritage List.

 

Die Villa d'Este, wenige Kilometer von Rom entfernt, wurde  im Auftrag des Kardinals Ippolito d'Este II erbaut, Statthalter von Tivoli seit 1550. Nach einer Enttäuschung wegen seiner Niederlage bei den Papstwahlen wollte er in dieser Villa den Prunk der Höfe von Ferrara, Rom und Fontainbleau wieder beleben und vor allem die Herrlichkeit der Villa Adriana nachahmen.

 

Tivoli, Villa d'Este, Fontana dell'Ovato 

Die Konzentration von Springbrunnen, Grotten und Wasserspielen in der Gartenanlage war ein Modell, das in den europäischen Gärten des Manierismus und des Barocks oft kopiert wurde. Das beste Beispiel sind die Gärten des königlichen Palastes von Reggia di Caserta.

 

Von besonderem Interesse sind die Säle in den Adelsetagen des Palastes, die von einer Gruppe von Künstlern des späten römischen Manierismus wie Livio Agresti und Federico Zuccari ausgeschmückt und bemalt wurden. Highlight der Villa ist der vom Hofarchitekten Pirro Ligorio konzipierte Garten, der schließlich vom Architekten Alberto Galvani mit Unterstützung zahlreicher Künstler und Kunsthandwerker realisiert wurde.

 

Nach ihrer Blütezeit verwahrloste die Villa im 18. und 19. Jh. und bekam ihren Glanz, dank einer grundlegenden Restaurierung, am Ende des 19. Jh. zurück. Zu dieser Zeit waren  zahlreiche Künstler in der Villa zu Gast und verliehen ihr wieder zu der Größe der Antike. Unter ihnen auch Franz Liszt, der hier sein Klavierstück Les jeux d'eaux à Villa d'Este komponierte und  1879 eines seiner letzten Konzerte gab. 

 

Nach den Restaurierungsarbeiten, die bis in die Gegenwart dauerten, ist die Villa d'Este und ihre Gartenanlagen jetzt eine der meist besuchten Stätten der Region. 

 

Gegliedert in verschiedene Terrassen, Treppenwege und Pfade, erinnert die Anlage an die Hängenden Gärten von Babylon, während das Wasserversorgungssystem – über ein Aquädukt und einen unterirdischen Tunnel - die Perfektion der römischen Ingenieurskunst bestätigt.

 

Die Brunnen der Villa

Besonders beeindruckend sind die Cento Fontane, hundert Springbrunnen, die an einer  hundert Meter langen Allee liegen. Das Motiv diente als Hintergrund für zahlreiche Filme, wie für die Bankett-Szene im Film Ben Hur von Wyler.

 

Auf der linken Seite der Allee finden wir den barocken Brunnen Fontana dell'Ovato. Zu seiner besonderen Schönheit tragen der außerordentlichen Effekte der Felsen, des dekorativen Gesteins und der Wasserläufe bei, die die Monti Tiburtini, eine regionale Hügelkette, und die daraus entspringenden Flüsse Aniene, Erculaneo und Albuneo symbolisieren. Das Wasser des Flusses Aniene wurde ursprünglich durch einen Kanal in den Brunnen geleitet.   

 

Links der Villa befindet sich die Diana-Grotte, eine reich dekorierte Höhle, in der einige Statuen aufbewahrt wurden, wie z.B. die von Diana als Jägerin, die von Papst Benedikt XVI  erworben wurde und jetzt in den Kapitolinischen Museen ausgestellt ist.

 

Unterhalb der Cento Fontane finden wir den spektakulären Drachenbrunnen, die Fontana di Draghi, der mit seiner zentralen Lage das Herz der Gartenanlage bildet. Die Legende besagt, dass dieser Brunnen im September 1572 in einer einzigen Nacht erbaut wurde, als Hommage an Papst Gregor XIII, der zu der Zeit in der Villa Gast der Familie Boncompagni war, deren Wappen von zwei beflügelten Drachen gekennzeichnet war.

 

Im hinteren Teil des Parks kommen wir zur Rotonda dei Cipressi, einem kreisförmigen Platz umgeben von hundertjährigen Zypressen, die zu den ältesten in Italien gehören.

 

Der eindrucksvollste Brunnen der Villa d`Este ist jedoch der Neptunbrunnen, der ursprünglich von Gian Lorenzo Bernini erbaut und im 20. Jh. restauriert wurde. Dank seiner Schönheit gilt er  als Vorbild für viele weitere Brunnen im 18.Jh..

 

Die Szenerie vervollständigen die Wasserspiegel der drei Peschiere (Fischteiche) unterhalb des Neptunbrunnens und oberhalb die Fontana dell'Organo (Wasserorgel). Dieser Brunnen verdankt seinen Namen einem Wassermechanismus im Inneren, der Orgelklänge zur Unterhaltung der Besucher produziert.

 

Nützliche Infos

VILLA D'ESTE

Piazza Trento, 5 - 00019 Tivoli

Tel: 199.766.166 (aus Italien); 0039 0412719036 (aus dem Ausland)

fax: 0039 0412770747

info@villadestetivoli.info

 

Öffnungszeiten

Januar  8.30 - 17 Uhr

Februar 8.30 -17.30 Uhr

März 8.30 -18.15 Uhr

April 8.30 – 19.30 Uhr

Mai/ Juni/ Juli / August 8.30 -19.45 Uhr

September 8.30 – 19,15 Uhr

Oktober 8.30 -18.30 Uhr

November 8.30 -17.00 Uhr

Dezember 8.30 – 17.00 Uhr

(Letzter Eintritt eine Stunde vor Schließung)

Reservierung erforderlich

Geschlossen

 

Jeweils am Montag und am 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember. Falls ein Montag ein Feiertag ist, bleibt die Anlage geöffnet und der Ruhetag wird auf den nächsten Werktag verschoben.

(Quelle: italia.it)

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VAL DI NOTO – SPÄTBAROCKEN STÄDTE

VAL DI NOTO – SPÄTBAROCKEN STÄDTE

 

Das Val di Noto im Süd-Osten Siziliens wurde 2002 für seine spektakulären spätbarocken Ortschaften zu den italienischen Stätten der Unesco World Heritage List hinzugefügt. Die acht barocken Städte des Tals, Caltagirone, Militello in Val di Catania, Catania, Modica, Noto, Palazzolo, Ragusa und Scicli, existierten bereits im Mittelalter. Nach dem katastrophalen Erdbeben von 1693 wurden sie fast komplett im Stil der damaligen Architektur wiederaufgebaut.

 

Der Baustil wie auch die Stadtplanung und die Hausdekorationen stellen den Höhepunkt der letzten Phase des Barocks in Europa dar.

 

In der Antike als „Ibla“ bekannt, hat Ragusa zwei verschiedene Stadtzentren, von denen  eins nach 1963 komplett neu, das zweite getreu dem ursprünglichen mittelalterlichen Stil aufgebaut wurde.

 

Der Barock ist in Ragusa am Beispiel von neun Hauptkirchen (wie z.B. San Giovanni Battista, San Giorgio, Santa Maria dei Miracoli) und sieben Palazzi (unter anderem Palazzo della Cancelleria, Palazzo Bertini und Palazzo Cosentini) zu sehen.

 

Auch Palazzolo und Modica haben zwei Stadtzentren. In Palazzolo finden wir ein mittelalterliches Zentrum, wo die Stadt nach dem Erdbeben wieder errichtet wurde und  eine „Neustadt“, die sich erst später zu einem weiteren Stadtzentrum entwickelte. Besonders sehenswert sind hier die Kirchen San Sebastiano und der Heiligen Pietro e Paolo. Bemerkenswert ist auch die Stadt Modica mit dem antiken Zentrum an den Hängen der Monti Iblei und dem neuen Zentrum entlang des Tals. Unter den spektakulären Monumenten der Stadt sollten unbedingt die Kathedrale San Giorgio und die Kirche San Pietro, der  „Dom“ der città bassa (der „niedrigen Stadt“  im Tal), besichtigt werden.

 

Auch in Caltagirone finden wir starke städtebauliche Elemente, die auf die Zeit vor und nach dem Erdbeben hinweisen. Die reiche Architektur und die Schönheit der Fassaden ist beispielsweise an den Kirchen Santa Maria del Monte und San Giacomo Apostolo sowie am Palazzo Corte Capitanale und am Palast mit dem  Stadtmuseum sichtbar.

Militello in Val di Catania zeichnet sich  durch einen sehr besonderen Stadtbau (aus der Zeit vor 1693) aus, der in dem spätbarocken Wiederaufbau beibehalten wurde. Zu den wichtigsten Monumenten zählen die Kirchen San Nicolò und Santa Maria della Stella.

 

An einer gänzlich neuen Stelle, ebenfalls auf zwei Ebenen, wurde Noto errichtet. Der neuere, auf einem Abhang gelegene Teil der Stadt bietet ein spektakuläres Ensemble von Gebäuden und Straßen in barockem Stil: Adelspaläste wie der Palazzo Ducezio und religiöse Monumente wie die Kathedrale San Nicolò.

 

Aus dem Nichts errichtet wurde Catania, ein wahres Schmuckstück des Spätbarocks, mit dem zauberhaften Domplatz, auf dem sich der  Palazzo degli Elefanti und der Brunnen Dell'Amenano befinden, und der wunderschönen Via dei Coriciferi. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die Abtei der Sant'Agata, das Münster, das Benediktiner- Kloster und der Palazzo Biscari.

 

 

Das letzte Schmuckstück des Spätbarocks im Val di Noto ist die bezaubernde Stadt Scicli, wo die aristokratischen Villen und die Kirchen ein beeindruckendes Panorama bieten. Von  besonderem künstlerischen und architektonischen Wert ist die reich verzierte Fassade des Palazzo Beneventano.  

(Quelle: italia.it)

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SACRI MONTI DES PIEMONT UND DER LOMBARDEI

SACRI MONTI DES PIEMONT UND DER LOMBARDEI

 

Die Sacri Monti (Heilige Berge) des Piemont und der Lombardei sind religiöse Strecken mit Kapellenanlagen und anderen Pilgerstätten (Kirchen, Kreuzwege und kleine Kapellen) in denen sich Statuen, Fresken und Gemälde befinden, die die Episoden aus der Heiligen Schriften darstellen.

Heute ein Weltkulturerbe der UNESCO, entstanden die Sacri Monti in den Tälern der Voralpen, um den Pilgern einen sichereren Pilgerweg als die Reise zum Heiligen Land zu bieten und gelten heute nicht nur als Ort der Verehrung, sondern auch als kennzeichnende Elemente der Landschaft dieses Gebiets.

Als eigentümliche Orte haben diese einen großen religiösen Wert, sind jedoch auch aufgrund ihrer harmonischen Einbettung architektonischer Elemente in die umgebende Landschaft interessant, die aus Hügeln, Wäldern und Seen besteht.

Das Phänomen der Sacri Monti – das ganz Europa beeinflusste –, eines der wichtigsten der Spiritualität Norditaliens, begann im späten Mittelalter, als das Pilgern zum Heiligen Land aufgrund der Türkischen Herrschaft immer mehr abnahm.


Das Projekt eines Kapellennetzes und von Andachtstorten zwischen den Bergen der Lombardei und des Piemonts wurde erstmals von Karl Borromäus, Bischof von Mailand, gefördert, seine Wichtigkeit wurde jedoch erst vom Konzil von Trient (1545-1563) anerkannt, das das Modell der Heiligen Berge als ein wichtiges Pilgerkonzept definierte. So wurden Orte, die bereits der Gottesverehrung dienten, in gesamten Pilgeranstalten verwandelt, die mit Statuen und Gemälden bereichert wurden, die wichtige Begebenheiten aus dem Neuen und dem Alten Testament oder aus dem Leben der Heiligen darstellen.

Mit der Zeit wurden die Sacri Monti ein wichtiger Treffpunkt für die Gläubige und Anhänger des christlichen Glaubens.

Zu den wichtigsten gehört der Sacro Monte Varallo Sesia im Piemont: Diese Anlage, die aus 45 Kapellen, der Basilika Dell'Assunta und weiteren Strukturen besteht, wurde auf einem Fels über dem Dorf Varallo errichtet, mit der Absicht, die Landschaft des Heiligen Landes wiederzugeben.

 

Im piemontesischen Gebiet kann man die beeindruckenden Strecken der Sacri Monti Serralunga di Crea, in der Provinz von Alessandria entlang gehen, die mit 23 Kapellen auf einem der höchsten Hügeln der Monferrato Region ausgestattet sind. Weiter gibt es die Anlagen von Orta San Giulio, die einzige zur Verehrung von Franz von Assisi; Die von Oropa mit einem der ältesten Sanktuarien für die Madonna; Sowie die von Ghiffa und Calvario.

Der Pilgerort Ghiffa breitet sich um das Sanktuarium Santa Trinità auf einem Hügel aus und ist von einem dichten Wald  umgeben, während Calvario auf dem Hügel Mattarella über der Stadt Domodossola steht. 

Schließlich finden wir den Heiligen Berg von Belmonte in Valperga, der königlich auf einem Hügel aus rotem Granit steht. 

In der Lombardei dagegen genießt der Heilige Berg der Beata Vergine del Soccorso ein atemberaubendes Panorama; diese beeindruckende Pilgeranlage befindet sich in Ossuccio, an der westlichen Küste des Comer Sees, gegenüber der Isola Comacina und ist vollkommen isoliert, umgeben von weiten Feldern, Olivenhainen und Wäldern.

Zu guter Letzt haben wir den Sacro Monte des Rosario, gegründet 1474 in Varese und Pilgerort seit dem Mittelalter dank der Kirche Santa Maria del Monte und des Klosters des Ordens Romite Ambrosiane. Diese Anlage beinhaltet vierzehn Kapellen sowie ein Sanktuarium, in denen Statuen und Fresken aufbewahrt sind, die von den Hauptbewegungen religiöser Kunst im Mailand des 17. Jh. zeugen. 


Nützliche Links

Naturpark und ausgestattetes Gebiet des Sacro Monte Crea 

 

E-Mail: parco.smcrea@reteunitaria.piemonte.it

 

(Quelle: italia.it)

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VAL D'ORCIA

Val d`Orcia

 

Die bezaubernde Landschaft des Val D'Orcia, das Tal, das sich zwischen den Hügeln der Toskana erstreckt, wurde 2004 zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt.

Das Val D'Orcia stelltein geographisches Gebiet sowie gleichzeitig ein Ökosystem dar und erweist sich als eine Mischung aus Kunst und Natur. . Es ist ein Meisterwerk der Natur aber auch das Ergebnis und das Zeugnis des Einflusses der Menschen, die in dieser Region gelebt haben.


Das Unesco-Komitee sieht darin das perfekte Beispiel für eine Wiedergabe der Natur während der Renaissance sowie der Ideale des Buon Governo (14. - 15. Jh.) des italienischen Stadtstaates.

Die beeindruckenden Panoramen wurden von berühmten Malern geehrt, vor allem von den Künstlern der Schule von Siena, die zwischen dem 13. und 15. Jh. ihren Höhepunkt sah.

Darstellungen des Val D'Orcia und besonders Abbildungen von Landschaften und deren Bewohnern, die in Harmonie mit der Natur das Gebiet besiedelten, haben die Kunst der Renaissance gekennzeichnet.

 

Von dieser Bewegung zeugt der Freskenzyklus von Ambrogio Lorenzetti "Allegoria ed Effetti del Buono e del Cattivo Governo“ (1338-1339) im Palazzo Pubblico von Siena

Diese Meisterwerke gehen über ihren künstlerischen Charakter hinaus und haben eine architektonische, ökologische und soziale Bedeutung. 

 

Sanfte Hügel mit einer reichen Vegetation wie Weinreben, Olivenhainen, Zypressen, Buchen und Kastanienbäumen, werden von mittelalterlichen , in der Landschaft verteilten Landgütern und Burgen ergänzt: Das alles findet der Besucher im Val D'Orcia, ein beeindruckendes Panorama, das auch in Wirklichkeit wie ein Gemälde der großen Meister der Schule von Siena erschient.

Fünf Millionen Jahre Naturgeschichte haben außerdem eine reiche Tier- und Pflanzenwelt geprägt.

Die Lava-Ablagerungen der inzwischen inaktiven Vulkane von Radicofani und Amiata haben ebenfalls dazu beigetragen das Erscheinungsbild dieses Gebietes zu formen; Der in der Region vorkommende dunkle Trachyt-Stein kommt von der hart gewordenen Lava. Aus Lava sind weiters die zahlreichen Felsen, die den Fluss Orcia säumen. Er entspringt aus den Hügeln und durchquert das Tal.

 

Das Orciatal verdankt seine lange Geschichte der Via Cassia, der bedeutenden römischen Straße, die Rom mit Norditalien verband und dabei das ganze Tal durchquerte.

 

Die Geschichte spielte sich entlang dieser antiken Konsul-Straße ab, die zur Bühne der größten geschichtlichen Veränderungen wurde. Ein großer Teil der Via Cassia vereint sich im Tal mit dem Frankenweg, einer Strecke, die im Laufe der Jahrhunderte tausende Pilger durchquerten. 

Die ständige Durchreise von Menschen und Handelsgütern entlang dieser wichtigen Straße zeichnete die Geschichte und die Wichtigkeit zahlreicher Dörfer und führte im 15. Jh. zur Gründung der Republik von Siena.

 

In der zweiten Hälfte des 16. Jh. bekam Florenz die Herrschaft über das Tal und über die Siedlungen um Siena und machte aus dem Val D'Orcia ein rein landwirtschaftliches Gebiet.

 

Castiglione d'Orcia, Montalcino, Pienza,  Radicofani und San Quirico d'Orcia sind fünf zauberhafte Gemeinden, die den Park Val D'Orcia gründeten um das Gebiet zu schützen und zu fördern.

 

Contignano, Monticchiello, Bagno Vignoni, Rocca d'Orcia, Campiglia d'Orcia, Bagni San Filippo, Vivo d'Orcia sind weitere malerische Ortschaften, die dem Besucher ihren traditionellen Charakter vermitteln.

 

Website Val d'Orcia

 

 

(Quelle: italia.it)

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CERVETERI & TARQUINIA - DIE ETRUSKISCHE NEKROPOLE

CERVETERI E TARQUINIA - DIE ETRUSKISCHE NEKROPOLE

 

Die Nekropolen von Cerveteri und Tarquinia, die 2004 in die Liste des Welterbes  der UNESCO aufgenommen wurden, sind ein einzigartiger Fund der antiken etruskischen Zivilisation, die einzige vorrömische urbane Kultur Italiens.

Die Fresken im Inneren der Gräber – getreue Nachbildungen etruskischer Wohnhäuser – stellen genau den Alltag dieser verschollenen Kultur dar. Die Grabhügel selbst sind eine Nachbildung von Bauformen, die heute nirgendwo sonst zu finden sind. Tomba dei Leopardi – Tarquinia Die zwei Nekropolen im Norden Latiums, Nachbauten des etruskischen Stadtbausytems, sind die ältesten Grabstätten Italiens. Die Nekropole Banditaccia in Cerveteri wurde im 9. Jh. v. Chr. errichtet und später, ab dem 7. Jh. v.Chr., mit einem gut definierten städtebaulichen Plan erweitert. Von einem ähnlichen Ablauf zeugt auch die Nekropole Monterozzi in Tarquinia.

 

Die bemalten Gräber der Adeligen sowie die einfacheren des Volkes sind außerordentliche und die zwei einzigen Zeugnisse des Alltags, der Zeremonien, der Mythologie und der künstlerischen Begabung dieser Zivilisation.

 

Die Etrusker lebten ab dem 9. Jh. V.Chr. in Zentralitalien und ihre Kultur erreichte ihre Blüte im 6. Jh. v.Chr. bevor sie endgültig unter dem Einfluss des Antiken Rom verschwand.

 

Einige Fragen und Theorien der Wissenschaftler bleiben über diese Kultur jedoch noch ungeklärt. Sicher ist nur, dass es zwischen Europa und Asien keine Zeugnisse einer Kultur mit solchen ethnischen und sozialen Merkmalen gibt.

 

 

Die Nekropole von Cerveteri

Die zwei Nekropolen unterscheiden sich stark in ihren Charakteristiken in Bezug auf die Epoche und auf die Begräbnisart. Tausende dieser Gräber finden wir allein in der Ausgrabungsstätte von Cerveteri. Errichtet mit einem stadtähnlichen Bauplan finden wir hier Straßen, Plätze und Viertel, die sich in ihrer Typologie und Größe unterscheiden, je nach Epoche und Familie, für die diese gebaut wurden.

 

Zu den wichtigsten Exemplaren dieser Bauten gehört das Grab „Tomba dei Vasi Greci“ (Grab der griechischen Vasen), das dem 6.Jh.v.Chr. zugeschrieben wird und zu dem man über einen Gang, der dem Eingang eines etruskischen Tempels ähnelt, Zugang findet. Die "Tomba della Cornice" (Grab des Rahmens) dagegen, hat einen aufsteigenden Eingang, einen Gang, an dessen Seiten sich zwei kleinere Räume mit zwei Totenbetten öffnen; An diesen vorbei gelangt man weiter zu einem großen zentralen Raum, von dem man Zugang zu den drei wichtigsten Totenzimmern hat. 

 

Weiters ist die "Tomba dei  Capitelli" (Grab der Kapitelle) von einem flachen Dach aus Stroh und Holzdielen gekennzeichnet, genau wie die der traditionellen Wohnbauten.

 

Das bekannteste Grab unter den tausenden in Baditaccia ist die „Tomba dei Rilievi“ (Grab der Reliefs). Dieses stammt aus dem 4. Jh. v. Chr. und ist über einen langen Treppengang zugänglich, der zu einem großen Saal führt, bedeckt von einem durch Säulen im Äolischen Stil gestützten Dach. 

 

Hier finden wir 13 Grabnischen für Eheleute dekoriert mit Reliefs in verschiedenen Formen wie Kissen, Gegenstände für den täglichen Gebrauch und Tiere, die das Leben einer wohlhabenden etruskischen Familie aus dem 4.-3. Jh. v. Chr. bestens darstellen.

 

Die Nekropole von Tarquinia

Die Nekropole von Monterozzi in Tarquinia ist weltweit für ihre bemalten und in Fels gehauene Gräber bekannt, zu denen man über schiefe Gänge und Gärten gelangt. Eine große Anzahl dieser Gräber wurde für einzelne Paare errichtet und waren echte Grabkammer. Diese wurden erst ab dem 7. Jh. v.Chr. bemalt, während die Freskendarstellungen der Zeit nach dem 6.Jh.v. Chr. zugeschrieben werden.

 

Zu den bekanntesten dieser Ausgrabungsstätte gehört die "Tomba delle Leonesse" (Grab der Löwinnen) aus dem 4. Jh. v.Chr. mit einer kleinen Kammer und einem Dach mit doppelter Abdachung. Das sich darin befindende Fresko stellt Vögel im Flug und springende Delphine dar, die das Leben der etruskischen Aristokratie umgeben.

 

Die „Tomba del Cacciatore“ (Grab des Jägers), ebenfalls aus dem 4. Jh. v.Chr., stellt ihrerseits das Innere eines Zeltes – ein richtiger Jägerpavillon - mit einer Holzstruktur dar. Die „Tomba della Caccia e della Pesca“ (Grab der Jagd und der Fischerei) ist des weiteren eines der am meisten untersuchten; Seine zwei Zimmer sind durch Fresken dekoriert, die zum einen einen dionysischen Tanz in einem heiligen Wald, und zum anderen eine Jagd- und Fischereiszene darstellen.

Ebenfalls dargestellt finden wir hier die Portraits der Grabinhaber.

 

In der Umgebung

 

Die zahlreichen Besucher, die jährlich diese einzigartigen Nekropolen besichtigen, verbinden ihre Reise mit dem Besuch der ewigen Stadt Rom, einem Aufenthalt in der bezaubernden Toskana oder einen Entspannungsurlaub an den Thermen von Viterbo. Dieses Gebiet ist außerdem von einer reichen Gastronomie- und Weintradition gekennzeichnet, die den Reisenden die Möglichkeit bietet, exquisite lokale Produkte wie den Wein Cerveteri DOC und das Olivenöl DOP Canino zu probieren.

 

(Quelle: italia.it)

 

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SYRAKUS UND DIE NEKROPOLIS VON PANTALICA

SYRAKUS UND DIE NEKROPOLIS VON PANTALICA

Syrakus wurde von Cicero als die schönste Stadt des Magna Graecia bezeichnet und er hatte wahrscheinlich recht. Die antike Macht dieser Stadt ist noch heute in den Straßen zu spüren und Monumente und Kirchen bezeugen ihre kulturelle und religiöse Bedeutung: Syrakus ist eine Stadt, die man gesehen haben sollte, und die dank des milden sizilianischen Mittelmeer-Klimas das ganze Jahr über besucht werden kann.

2005 wurde sie zum Weltkulturerbe der UNESCO: überall finden sich Überreste der antiken Schätze, Zeugnisse der Klassik und des Barock, umgeben von einer unvergleichlich schönen Kulisse.

 

Die UNESCO-Stätte vereint zwei auseinander liegende Bereiche: Die Nekropolis von Pantalica und das historische Zentrum von Syrakus mit der Begründung "dass die Orte und Bauwerke, die das Ensemble Syrakus/Pantalica bilden, eine einzigartige Ansammlung bemerkenswerter Zeugnisse der Mittelmeerkulturen über die Jahrhunderte an derselben Stelle darstellt."

 

Syrakus

Dank ihrer optimalen strategischen Lage war Syrakus bereits zur Zeit des Magna Graecia ein wichtiger Ort für den Handel und ist lebender Beweis der Bräuche und Sitten der Urvölker und der Herrscher, die im Mittelmeer regiert haben: von den Byzantinern zu den Bourbonen, von den Arabern zu den Normannen und den Aragonesen.

Benannt nach dem sizilianischen Wort Sùraka (Überfluss an Wasser), war Syrakus eines der wichtigsten Kultur- und Handelszentren des Magna Graecia und ein wichtiges Zentrum für die Verbreitung des Christentums im Mittelalter. Nach dem Erdbeben von 1693 erlebte die Stadt eine zweite Blütezeit im 18. Jh..

 

Der älteste Teil der Stadt liegt auf der kleinen Insel Ortigia: der Apollo Tempel, der älteste Siziliens; die Reste des Athena Tempels (5. Jh. v. Chr.), aus dem später eine Kathedrale entstand; der Zeus Tempel, genannt „rui colonne“ (zwei Säulen), weil nur zwei Säulen erhalten geblieben sind.

Im Laufe des 4. Jh. v. Chr. wurden die drei Viertel von Syrakus – Ortigia, Acradina und Epipoli - auf fünf erweitert, mit dem Wohnviertel Tyche und der Monumentalanlage Neapolis. Die beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten sind das römische Amphitheater und die byzantinische Burg Castello di Maniace, die von Friedrich II. ausgebaut wurde.

 

 

Nekropolis von Pantalica 

Unweit von Syrakus, in der Nähe von einigen Baugruben, liegen die Kammergräber der Nekropolis von Pantalica, eine Stätte von landschaftlicher Schönheit wie auch archäologischer Bedeutung.

Pantalica war einst eine Bergsiedlung auf der Hochebene der Monti Iblei, gegründet von der Küstenbevölkerung, die in der ersten Hälfte des 13. Jh. v. Chr. auf dem Berg Zuflucht vor den  Sikelern und den  Italikern suchten.

Die Nekropolis mit den etwa 5000  Kammergräbern stammt aus dieser Zeit wie auch der oben auf dem Hügel gelegene Prinzenpalast Anaktoron, der an die Großartigkeit  der mykenischen Paläste erinnert.

Diese Siedlung wurde geprägt durch die Sitten und Gebräuche verschiedener Herrscher und war im Mittelalter Zufluchtsort der Bevölkerung auf der Flucht vor feindlichen Mächten.

 

Beeindruckend ist die landschaftliche Schönheit von Pantalica: Eine Naturoase mit unterschiedlichsten Pflanzenarten (Anemonen, Orchideen, Oleander, Platanen und Johannisbrotbäumen) und Tieren wie Wanderfalken, Füchsen und Flusskrebsen.

 

Wissenswertes

Syrakus ist die Heimat von Archimedes, dem bekannten griechischen Mathematiker und Physiker aus dem 3. Jh. v. Chr.

 

Caravaggio kam nach seiner Flucht aus dem Gefängnis in Malta 1608 nach Syrakus und malte hier die Bestattung der Hl. Lucia, Patronin der Stadt. 

 

Entlang des Flusses Ciane wächst der „Cyperus Papyrus Linneo“, eine der vielen Papyrus-Arten der Welt; Das 1989 gegründete Papyrus-Museum ist einen Besuch wert. 

 

 

 

  

 

 

(Quelle: italia.it)

GENUA – "LE STRADE NUOVE" UND DAS SYSTEM DER PALAZZI DEI ROLLI

Golf von Genua

 

Das historische Zentrum von Genua, antike italienische Seerepublik und heute Hauptstadt der Region Ligurien, birgt beeindruckende künstlerische und architektonische Meisterwerke, die 2006 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurden. Es sind die sogenannten „Strade Nuove“ (Neue Straßen) mit ihren beeindruckenden „Palazzi dei Rolli“: Adelspaläste im Renaissance- und Barockstil, die zwischen dem 16. und dem 17. Jahrhundert errichtet wurden.

 

Diese Palazzi repräsentieren mit ihrer Eleganz die Macht, die Genua weltweit ausübte, und waren im Stadtregister (die „Rolli“) verzeichnet, das zur Auswahl der Strukturen als Herberge für prominente Staatsgäste diente. Die zweiundvierzig Palazzi, die nach einer kompletten Renovierung zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurden, sind das erste europäische Beispiel für eine urbane Planung durch die Stadtverwaltung mit einem einheitlichen Muster, das den organisatorischen und repräsentativen Bedürfnissen entsprach.

 

Der Bau der „Strade Nuove“ begann 1551, während der blühenden oligarchischen Republik von Admiral Andrea Doria, mit dem Ziel, das  „wohlhabende Viertel“ der Stadt zu werden: Hier befanden sich die Residenzen der wichtigsten Familien der Aristokratie Genuas, der neuen Staatsmänner. Die ersten „Rolli“ (Liste der Unterkünfte für den Empfang von Staatsbesuchern) wurden 1576 erstellt und beinhalteten verschiedene Palazzi, die in „Bussoli“ unterteilt waren, was man mit der heutigen Hotelklassifizierung durch Sterne vergleichen könnte.  

 

Die architektonische Raffinesse der Palazzi, die Eleganz ihrer Fassaden, die reichen Dekorationen und Kunstwerke im Innern, die imposanten Eingangstreppen, die Innenhöfe, beeindruckende Loggias und gepflegten Gärten machen die Besichtigung für jeden Genua-Besucher unverzichtbar. 

 

Die renommiertesten Palazzi, die zur ersten Kategorie der Rolli gehörten, befinden sich in der Via Lomellini, der Via Garibaldi und der Via Balbi. Zu den schönsten gehören sicherlich der Palazzo Rodolfo und Francesco Maria Brignole, auch bekannt als „Palazzo Rosso“ aus dem 17. Jahrhundert; aus dem 16. Jh. der Palazzo Luca Grimaldi, auch bekannt als „Palazzo Bianco“, und der Palazzo Niccolò Grimaldi oder Doria Tursi, der imposanteste  in der Via Garibaldi. Diese drei Residenzen beherbergen heute den ersten Teil der Musei di Strada Nuova und wichtige Sammlungen italienischer, flämischer und spanischer Kunst wie Werke von Guercino, Veronese, Antoon Van Dick und Caravaggio sowie die berühmte Skulptur  „Maddalena Penitente“ von Antonio Canova

 

In der Via Balbi befindet sich der Palazzo Reale, erbaut im 17. Jahrhundert  von der Familie Balbi und im 19. Jh. Wohnsitz der Savoyen-Familie. Der Palazzo, heute ein Museum mit 23 Ausstellungsräumen, bleibt jedem Besucher in vergesslicher Erinnerung: das monumentale Atrium mit reichen Stuckdekorationen aus dem 18. Jh., die hängenden Gärten, die noblen Wohnungen in der zweiten Etage, der Thronsaal, der Ballsaal und die Spiegelgalerie.

 

An dem Platz Eros Lanfranco liegt der Palazzo Doria-Spinola -  errichtet für den Admiral Antonio Doria, ein Verwandter des bekannten Andrea Doria – mit beeindruckenden Innenräumen, einem Innenhof aus der Renaissance und Fresken in der Sala degli Arazzi und im Salone. Von besonderer Eleganz ist auch der Palazzo Durazzo-Pallavicini mit Kolonnaden, Treppenaufgängen und hängenden Gärten.

 

 

Es ist unmöglich, alle Palazzi dei Rolli und ihre Besonderheiten hier zu nennen. Es  empfiehlt sich ein Spaziergang durch die Straßen von Genuas historischem Zentrum, um die wahren Schätze dieser Zeit zu entdecken. 

 

 

(Quelle: italia.it)

DIE RHÄTISCHE BAHN IN DER LANDSCHAFT ALBULA UND BERNINA

DIE RHÄTISCHE BAHN IN DER LANDSCHAFT ALBULA UND BERNINA

 

Die Rhätische Bahn ist eine Bergbahn, die aus mehreren Abschnitten besteht, wie die des Albula und des Bernina. Diese Bahnstrecken, die 2008 in die Liste des UNESCO Welterbes aufgenommen wurden, verbinden Italien mit der Schweiz und gehen genauer von Tirano (in der Provinz Sondrio, Lombardei) bis nach Thusis, am Eingang der Via Mala Schlucht, in Graubünden. 

Diese Bergbahn ist nicht mit den herkömmlichen Bahnen vergleichbar: Ihre Schienen, fertiggestellt am Anfang des 20. Jh., beeinflussten stark den sozioökonomischen Charakter des Berggebiets, der bis dahin stark von der restlichen Welt isoliert gewesen war. Außerdem gilt die Schmalspureigenschaft dieser beiden Bahnen als ein Meisterwerk des Ingenieurwesens mit einer exzellenten Architekturführung, einzigartig für seine Art. Als eine der beeindruckendsten weltweit, bietet die Rhätische Bahn atemberaubende Panoramen und Emotionen. Rhähtische Bahn Ursprünglich wurde der UNESCO Titel für die Strecke von Thusis bis Campocologno (noch in der Schweiz, eine Station vor Tirano) vorgeschlagen. Beim Eintrag in die Welterbe-Liste wurde jedoch schließlich die gesamte Strecke bis Tirano, in der Lombardei, berücksichtigt und somit auch die gesamte Strecke der Berninabahn. 

 

Beide Bahnlinien sind heute noch bestens erhalten und mussten im Laufe der Jahrzehnte nur den nötigen Modernisierungen ausgesetzt werden. Diese durchqueren insgesamt 55 Tunnel und 196 Viadukte auf einer Höhe, die zum Teil die 2000 m übersteigt. 

 

Die älteste Linie ist die Albulabahn, eröffnet 1904 und mit einer Strecke von 67 km mit 42 Tunneln und 144 Viadukten. Diese wurden in lokalem Stein gebaut und bedienten ursprünglich Dampfzüge, die später, 1919, durch elektrische ersetzt wurden. 

 

Die Berninabahn dagegen, ursprünglich eine eigenständige Bahngesellschaft, wurde 1910 gegründet und verfügt über einer Streckenlänge von 61 km mit 13 Tunneln und 52 Viadukten. Sie gilt als die höchste Adhäsionsbahn der Alpen sowie als eine der steilsten der Welt, mit bis zu sieben Prozent Neigung ohne die Nutzung des Zahnrads.


Heute noch in Betrieb, ist die Rhätische Bahn, mit dem roten Bernina-Zug, ein einzigartiges touristisches Ziel, eine besondere Erfahrung, umgeben von beeindruckenden Landschaften, tiefen Tälern und verschneiten Gipfeln von atemberaubender Schönheit. Diese Bahnlinien öffnen Italien, das Engadin und Graubünden dem internationalen Tourismus und spielten in der Geschichte eine bedeutende Rolle für die Förderung des Wintersports.

 

IN DER UMGEBUNG

 

Wer nicht nur die Berglandschaft sondern auch die Geschichte und die Archäologie liebt, sollte die Möglichkeit ergreifen, das Valcamonica und seine archäologischen Stätten mit den Felsenzeichnungen besichtigen. Sonico, eine der Ortschaften mit den prähistorischen Felsenzeichnungen, ist weniger als eine Stunde von Tirano entfernt, der Endhaltestelle auf italienischem Gebiet der Berninabahn. Die Hauptattraktion dieses Gebiets sind jedoch sicherlich die zahlreichen Skigebiete des Veltlins wie Livigno, Bormio, Santa Caterina Valfurva, Madesimo, Chiesa Valmalenco, Aprica und Valgerola, die nur eine kurze Autofahrt entfernt sind.

 

Diese bieten insgesamt über 400 km an Pisten für einen Sporturlaub im Zeichen der Bewegung und der Natur sowie köstliche Gastronomieprodukte wie die lokalen DOC Weine und die typischen Käsesorten. 

 

Öffentliche Verkehrsmittel in der Lombardei 

 

(Quelle: italia.it)

MANTUA & SABBIONETA

MANTUA und SABBIONETA

 

Voller Charme und reich an Geschichte sind Mantua und Sabbioneta seit 2008 Weltkulturerbe der UNESCO.

Die Städte sind durch das Erbe der Gonzaga-Familie verbunden, die aus den beiden Städten beeindruckende, einflussreiche Zentren der italienischen und europäischen Renaissance machten: Mantua ist ein Beispiel einer Renaissance-Stadt, die zwischen dem 15. und dem 16. Jh.  mit Ingenieurarbeiten im hydraulischen, urbanen und architektonischen Bereich laufend verändert und erweitert wurde; Sabbioneta dagegen wurde aus dem nichts errichtet und gilt als Idealstadt des Humanismus.

 

Aristokratisch, reich an Geschichte und Kunst und umgeben von einer schönen Landschaft wurde Mantua von den Gonzaga (1328-1707) in eine Stadt mit großer höfischer Pracht verwandelt.

Die Stadt bietet an jeder Ecke des historischen Zentrums Zeugnisse der bedeutenden Geschichte und reicher Tradition: Portiken, Plätze, Höfe und sowie zahlreiche Orte, die den Prunk der Adelshöfe aus dem 16. Jh. getreu wiedergeben.

Die Renaissance-Gebäude, die sich mit mittelalterlichen Bauten und imposanten Monumenten aus dem Neoklassizismus abwechseln, zeugen von der kreativen Dynamik der Gonzaga und ihrer Herrschaft.

 

Der Palazzo Ducale, Hauptwohnsitz der Familie, ist ein Gebäudekomplex mit über 500 Sälen und unzähligen Korridoren und Galerien, die durch Innenhöfe und Gärten aufgewertet sind.

Der älteste Bereich des Palastes besteht aus dem Palazzo del Capitano und dem Magna Domus, die auf die Piazza Sordello blicken, Zentralplatz der Stadt und unweit der Piazza delle Erbe gelegen. Ebenfalls Teil des Palasts ist das Castello San Giorgio, in dem sich der berühmteste Saal der Anlage befindet: die Camera degli Sposi (Hochzeitssaal) mit Fresko-Wandmalereien, die zwischen 1465 und 1474 von Andrea Mantegna gefertigt wurden und als Meisterwerke der italienischen Malerei aus dem 15. Jh. gelten.

 

Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind der Dom (11. Jh.), der verschiedene architektonische Stile vorweist, der romanische Glockenturm, die spätgotische rechte Domseite, die neoklassische Fassade und die Innendekorationen aus der Renaissance. 

 

Ebenfalls beeindruckend sind der Palazzo Vescovile, der Palazzo degli Uberti, der Palazzo Castiglioni, der Palazzo della Ragione und der Turm Torre dell'Orologio, die Casa del Mantegna und der Tempel für San Sebastiano, ein Werk von Leon Battista Alberti.

Im Ostteil der Stadt befindet sich mitten im Grünen der Palazzo Te,  eine imposante Villa aus dem Jahr 1525, mit der Federico II. Gonzaga den Architekten Giulio Romano beauftragte, der zusammen mit seinen Mitarbeitern auch die Innenräume mit einer beeindruckenden Dekoration ausschmückte. Die Wohnräume, die Federico zum Müßiggang und zur Zerstreuung nutzte, tragen die Namen der Fresken, die sie charakterisieren: der bekannteste ist der Saal der Psyche, eines der Meisterwerke des europäischen Manierismus. 

 

Ebenfalls beeindruckend sind die Säle dei Cavalli (Saal der Pferde) und dei Giganti (Saal der Giganten), in dem der Zorn Jupiters auf die Riesen dargestellt ist, die den Olymp zu erklimmen versuchten.

 

Sabbioneta

Ein kleines urbanes Schmuckstück von unschätzbarem Wert: Sabbioneta, eine Stadt, die aus dem humanistischen Traum von Vespasiano Gonzaga (1531 – 1591) entstanden ist, ein gelehrter Prinz, Anhänger des Vitruv. Diese Idealstadt wurde Mitte des 15. Jh. aus dem nichts errichtet, mit den antiken Städten der Klassik als Vorbild.

Vespasiano wollte eine Kunst- und Kulturstadt bauen, ein kleines Athen, doch nach seinem Tod wurde die Stadt stark vernachlässigt und von den  Bewohnern verlassen. Die Monumente blieben jedoch über Jahrhunderte unberührt erhalten.

 

Heute bewahrt Sabbioneta eine intakte urbane Struktur, umgeben von einer sternförmigen Mauer und raffinierten Renaissance-Bauten mit den zwei Eingangstoren Imperiale und della Vittoria, die Symbole der Stadt. Ebenfalls sehenswert sind die Galleria degli Antichi auf dem Armi-Platz, das Teatro Olimpico von Vincenzo Scamozzi mit den Fresken von Paolo Veronese, die Kirche Santa Maria Assunta, der Palazzo Ducale und der Palazzo Giardino.

 

Mantua mit dem Fahrrad entdecken

Mantua und das umliegende Gebiet verfügen über lange und gepflegte Fahrradwege, die zu einer grenzenlosen Entdeckungstour der Stadt und des Umlands einladen. Dank Bikesharing ist es außerdem möglich, überall in der Stadt Fahrräder auszuleihen.  

 

 

 

(Quelle: italia.it)

Für persönliche Katalog merken (?)

DOLOMITEN - DAS ROSA GEBIRGE

Brenta - Dolomiti

 

Die Dolomiten sind eine Gebirgskette der italienischen Ostalpen und gehören zu den italienischen Stätten des Unesco Welterbes 

 

Das mit dem UNESCO-Titel  ausgezeichnete Gebiet erstreckt sich über eine Fläche von 141.903 Hektar in drei verschiedenen Regionen (Trentino-Südtirol, Venetien und Friaul-Julisch Venetien)  und fünf Provinzen (Trient, Bozen, Belluno, Pordenone und Udine) und besteht aus achtzehn Gipfeln, die eine Höhe von über 3.000 m Höhe erreichen.

Dolomiti di Brenta Fototeca Trentino Marketing S.p.a. foto di Pio Geminiani - Brenta e luna Die betroffenen Berggruppen gehen von der Brenta bis zum Rosengarten und zur Latemargruppe, zwischen dem Trentino und Südtirol; von den Sextener Dolomiten zur Palagruppe; von der Marmolata bis zum Monte Pelmo und Croda da Lago und bis hin zu den Friauler Dolomiten, die am östlichsten gelegenen.

 

Le Corbusier, einer des bekanntesten Architekten des 20. Jh. definierte sie als das weltweit schönste architektonische Werk der Natur.

In der Tat bieten die Dolomiten ein unglaubliches Panorama: Berge mit steilen Felsenwänden, Gletscher, Höhlensysteme, Felstürme und Zinnen; Berge, die sich durch die Luft- und Wetterverhältnisse verändern und wo die italienische Kultur auf die deutsche und die ladinische trifft.

 

Die Dolomiten verdanken ihren Namen dem französischen Geologen Déodat de Dolomieu, der die Eigenschaften des Dolomits erforscht hat, ein Kalkstein reich an dem gleichnamigen Mineralstein, der in diesem Gebiet stark vertreten ist.

Der Dolomit verleiht der Gebirgskette eine sehr besondere Farbe: hauptsächlich weiß (aus diesem Grund auch „Blasse Berge“ genannt) färben sich ihre Felsenhänge durch das Streulicht des Sonnenuntergangs und -aufgangs in einem zarten rosa bzw. rot, ein Phänomen, das als Alpenglühen bekannt ist.

 

Diese Charakteristika sind auf die Tatsache zurück zu führen, dass bis vor 250 Mio. Jahren diese Bergkette eine Ablagerung von Muscheln, Korallen und Algen war, die unter der Wasseroberfläche lagen.

Erst vor 70 Mio. Jahren aufgetaucht, stellt dieses Gebirge einen einzigartigen geologischen Schatz dar, reich an Mineralien und Fossilien aus dem Erdmittelalter (Mesozoikum).

 

Sport und Natur in den Dolomiten 

Der westlichste Teil der Gebirgskette ist der Brenta, wo man auch eine der touristisch wichtigsten Ortschaften findet: Madonna di Campiglio (Sankt Maria im Pein). Auch bekannt als die „Königin der Dolomiten“, befindet sich diese Ortschaft in der Fraktion Pinzolo im Rendena Tal und stellt eines der größten Skizentren des Landes dar.

Sie verfügt über insgesamt 60 km Piste und 20 Anlagen. Besonders bekannt sind die Pisten 3-Drei (der Name bezieht sich auf die „3 Wettkämpfe des Trentino“), auf der Slalom-Wettkämpfe des Weltcups im Alpinski ausgetragen werden, und Spinale Direttissima, deren Endstrecke besonders steil ist.

“Offiziell“ beginnen die Dolomiten östlich von Trient, im Gebiet zwischen den Tälern Cismon, Fiemme und Fassa. Hier finden wir die Ortschaften San Martino di Castrozza  Predazzo und Cavalese sowie die kleinen Dörfer Monea und Canazei, die von den Gipfeln der Berge Sella, Sassolungo und Marmolata umgeben sind.

Im nördlichen Teil, in der Provinz Bozen, befindet sich das Grödnertal, das nördlich an die Seiser Alm grenzt und ein faszinierendes Naturspektakel bietet. Hier finden wir außerdem die Ortschaften von St. Ulrich, St. Cristina und Wolkenstein in Gröden. Zudem befindet sich hier die Saslong, eine der bekanntesten Skipisten der Welt. Hier wird jährlich ein Abfahrt-Wettrennen des Weltcups ausgetragen. Sie ist eine der großartigsten Abfahrtsstrecken.

 

Jenseits des Wolkensteinpasses findet man das Gadertal mit den charakteristischen Ortschaften St. Kassian, Stern und Corvara, wahre Schmuckstücke der ladinischen Gemeinde. Wenn man den Falzaregopass überquert hat, sieht man dann Arabba, an der Grenze zwischen Venetien und Südtirol.

Am Fuße des Kronplatzes erstrecken sich das Eisacktal, mit dem bezaubernden Dorf Brixen, und das Pustertal mit den Ortschaften Bruneck und Innichen.

 

Zwischen Südtirol und Venetien befinden sich außerdem die Drei Zinnen, die zusammen mit dem Monte Cristallo die Perle der Dolomiten umgeben, Cortina D'Ampezzo, mit den unweit gelegenen Tälern Comelico und Cadore. Situiert in einem weiten Tal in den Dolomiten Venetiens  und umringt von hohen Gipfeln, ist Cortina eine der bekanntesten Bergortschaften der Welt.

1956 fanden hier die olympischen Winterspiele statt, während es heute noch als das ultimative Skigebiet der Alpen gilt; Cortina D'Ampezzo ist das Symbol der italienischen und internationalen High Society und Ziel für Jeden, der die Berglandschaft, den Wintersport und den Spaß liebt. 

 

Am Füße der Nationalparks der Dolomiten, der sich bis nach Feltre erstreckt, ragen auch der imposante Marmolada, der Monte Civetta und die Palagruppe sowie das nahe Agordo, ein internationales Urlaubsziel für Bergsteiger, empor. 

An der Nord-östlichen Grenze der Dolomiten, zwischen den Provinzen von Udine und Pordenone, befindet sich schließlich der beeindruckende Regionalpark der Dolomiten des Friaul.

Inmitten der Pisten des Trentino und Südtirols, die sich zwischen den Tälern Fassa, Gardena und Badia sowie des Dolomiti Superski, dem größten Skigebiet der Welt, kann man die schönsten und am besten ausgestatteten Skiorte der Dolomiten erreichen. Aber auch die wilderen und beeindruckenden Gebiete der Dolomiten des Friaul, wie Valcellina und die Täler Tagliamento, Colvera und Tramontana, die sich bestens für Ausflüge und Wanderungen eignen.

 

 

Nützliche Links 

Offizielle Webseite der Dolomiten

Dolomiten Super Ski

Provinz Belluno in den Dolomiten  

 

 

Naturparks

Belluno Dolominte, Naturpark 

Ampezzo Dolomiten, Naturpark  

 

Empfohlene Routen:

Die Route Giro della Grande Guerra: 77 km um den Berg Col di Lana, ruhiger Zeuge vieler Schlachten des ersten Weltkrieges.

Im Gebiet Dolomiti Superski, dem größten Skigebiet der Welt, kann man mit einem einzigen Skipass auf über 1220 km fahren.

Ein Klassiker der Abfahrt ist der Rundweg Sella Ronda, eine 40 km lange Piste zwischen Wolkenstein, Corvara, Arabba und Canazei. 

 

 

 

 (Quelle: italia.it)

MONTE SAN GIORGIO

Monti-San-Giorgio-Pravello-e-Orsa-dal-Monte-San-Salvatore

 

Monte San Giorgio, ein pyramidenförmiges Gebirgsmassiv im Süden des Luganer Sees, zwischen der  Lombardei und der Schweiz ist eine Stätte von großer historischer, archäologischer und wissenschaftlicher Bedeutung. Als weltweiter Bezugspunkt für die paläontologische Forschung wurde der Berghang auf der italienischen Seite 2010 in die World Heritage List der UNESCO aufgenommen. Diese Auszeichnung ergänzt den Titel, der bereits 2007 dem schweizerischen Hang verliehen wurde. Die Felswände des San Giorgio bergen reiche und vielfältige Fossilien aus einer Zeit von vor 250 Millionen Jahren (Mitteltrias), wovon einige noch bestens erhalten sind. Die Funde dokumentieren das Leben in einer damals tropischen Lagune, die vom offenen Meer durch ein schmales Korallenriff getrennt und geschützt war. Die Sedimente des Monte San Giorgio stellen das beste Zeugnis von Wasserfossilien aus der Trias dar und sind besonders wichtig für die Evolutionsforschung in Zusammenhang mit geo-klimatischen Veränderungen, die im Laufe der Zeit stattgefunden haben.

 

Dieser Ort ist ohne Zweifel einzigartig: andere Fossilienfundstätte bergen meistens Zeugnisse von Spezies, die an Land gelebt hatten. Ebenfalls wichtig sind die fünf verschiedenen Fossilienformen, die von der Klima- und Lebensveränderung in einem Zeitabschnitt von 15 Millionen Jahren zeugen.

 

Während der Trias waren die stillen und sauerstoffarmen Gewässer der Lagune, neben dem Thetys-Ozean, eine optimales Umfeld  für die Konservierung der Spezies, die darin lebten: Reptilien, Fische, Muscheln, Ammoniten, Stachelhäuter und Krebstiere. Die Nähe zum Festland bereicherte die Funde mit Landfossilien wie Reptilien, Pflanzen und Insekten sowie mit einem einzigartigen Exemplar eines Archosauria, des Ticinosuchus.

 

Bisher wurden etwa 21.000 Fossilien gefunden, darunter 30 Reptilienspezies, 80 Fischspezies und etwa 100 verschiedene Wirbellose. Unter den Fossilien findet man Skelette mit einer Länge von ca. 6 Metern und von seltenen Spezies wie den Sangiorgiosaurus und den Ceresiosaurus, die den Namen ihres Fundortes tragen. Viele dieser Funde, an denen seit über siebzig Jahre in Italien und der Schweiz geforscht wird, sind in den Museen von Bersano und Mailand zu sehen.

 

IN DER UMGEBUNG

Die archäologischen Museen, in denen die Fossilien von Monte San Giorgio aufbewahrt werden, sind sicherlich einen Besuch wert, wie beispielsweise das Archäologische Museum von Besano (in der Provinz Varese). Dem Besucher bietet sich die Möglichkeit, eine  Exkursion in die Frühgeschichte mit dem Erlebnis der unberührten Natur des Gebiets zu verbinden.

Die unweit gelegenen Seen Lago Maggiore und Lago di Como laden zu entspannenden Spaziergängen am Wasser ein und zur Besichtigung märchenhafter Burgen und Adelshäuser. Am Comer See kann dann außerdem eine weitere UNESCO-Stätte besucht werden: Der Heilige Berg Beata Vergine del Soccorso in Ossuccio.

 

Auch Mailand mit dem beeindruckenden Dom ist nur eine Stunde von hier entfernt. Noch näher liegt Monza im lombardischen Gebiet Brianza mit einem ebenfalls sehenswerten Dom, reich an Fresken aus dem 13. Jh.

Astronomie-Fans sollten schließlich einen Besuch in den unweit gelegenen Sternwarten von Monte Generoso und  Sormano, beide in der Nähe des  Comer Sees, einplanen.

 

 

 

(Quelle: italia.it)

PRÄHISTORISCHE PFAHLBAUTEN RUND UM DIE ALPEN

prähistorische Pfahlbauten

 

Die prähistorische Pfahlbauten um die Alpen sind 111 historische Fundstellen, verteilt in den Alpengebieten der Schweiz, Deutschlands, Österreichs, Italiens und Sloweniens, die Weltkulturerbe der UNESCO sind.

Von diesen 111 Siedlungen befinden 19 auf Italienischem Boden, in fünf verschiedenen Regionen: Lombardei (10), Venetien (4), Piemont (2),Friaul Julisch Venetien (1), Trentino Südtirol (2). Ledro, Nachbau einer Siedlung.


Sie liegen in unmittelbarer Nähe von Seen oder besonders feuchten Gebieten, Orte, die von der starken Präsenz von Wasser gekennzeichnet sind (dementsprechend befinden sich diese Siedlungen in Italien hauptsächlich um die Seen Gardasee und den Lago di Varese).

In der Lombardei, genauer am Lago di Varese, wurden die aus dem Anfang des Neolithikums stammenden Pfahlbauten als die ältesten anerkannt, während man am Gardasee mit über 30 Bauten die höchste Konzentration hat. Kleinere Pfahlbauten wurden auch an den Alpenseen des Trentino, Südtirols und Becken des Piemonts gefunden.

 

Zahlreich und beeindruckend sind also die italienischen Gebiete, in denen man in die prähistorische Geschichte eintauchen kann. Angefangen mit der entzückenden Insel Virginia in Biandronno im Varese See, viele sind weiter die archäologischen Stätte in Polcenigo, Desenzano del Garda, Manerba del Garda, Peschiera del Garda, Muscoline, Piadena, Cavriana, Monzanbano, Biandronno, Bodio Lomnago, Cadrezzate,  Azeglio e Viverone, Arona, Ledro, Fiavè, Peschiera del Garda, Cerea und Arquà Petrarca beim Costa See.  

 

Diese Siedlungen wurden in die Welterbeliste der UNESCO dank ihres kulturellen Wertes aufgenommen, als erhaltenes Zeugnis archäologischer Stätten, die die Forschung der ersten Bauernsiedlungen des Gebiets ermöglichen.

 

Die Italienische Pfahlbauten sind auf die Zeit zwischen 5000 und 500 v.Chr. zurück zu führen und zeugen von einer eindeutigen  Nutzung der Land- und Wasserressourcen, ein Merkmal, das die Kulturen zwischen dem Neolithikum und der Bronzezeit in Europa  stark gekennzeichnet hat.

 

Die Besonderheit dieser Siedlungen sind eben die Pfahlbauten: Hütten aus Stroh, Holz, Rohren und anderem Material, die auf einer Holzplattform errichtet sind. Die Plattformen stehen ihrerseits auf Stelzen, die auf dem Grund oder am Ufer von Seen, Flüssen, Lagunen, Sumpfflächen oder auch auf trockenem Boden befestigt sind. Die Pfahlbauten geben uns ein genaues und detailliertes Bild über die ersten Bauerngemeinschaften Europas.

 

Der Eindruck ist der einer Momentaufnahme ihres Alltagslebens, die uns über die Landarbeit und die Tierhaltung unserer Vorfahren aufklärt sowie über ihre technologischen Innovationen. Die Pfahlbauten-Dörfer im alpinen Gebiet präsentieren Strukturmerkmale, die auch wenn sie im Allgemeinen ähnlich sind, sich an verschiedenen Punkten wie durch die Bautechnik und die Positionierung der Struktur stark unterscheiden. Diese variierten hauptsächlich und am meisten je nach Grund- und Klimamerkmale der Gebiete, in denen sie errichtet wurden.

 

Zu den bekanntesten Typologien zählen die Pfahlbauten „Su bonifica“ (oder einfach „Bonifica“) -   entlang des Ufers der Gewässer mit den  Stelzen auf trockenem Boden – und „Palafitta aerea“ - die im Grund des Gewässers befestigten Stelzen halten die Bauten über den Wasserspiegel.

Zur historischen und kulturellen Wichtigkeit dieser Gebiete haben zweifelsohne auch die Funde von Vasen, Spitzen und Klingen beigetragen sowie anderer Werkzeuge, die besonders wichtig für die Forschung der Aktivitäten der Bewohner dieser Pfahlbauten sind.

Öffentliche Verkehrsmittel in der Lombardei 

 

 

 

 

 

 

(Quelle: italia.it)

DIE LANGOBARDEN IN ITALIEN

Cividale Tempietto Longobardo

 

Das UNESCO-Komitee hat im Jahr 2011 die Machtzentren der Langobarden in die Liste der Weltkulturerbe-Stätte aufgenommen, um das historisch-künstlerische Erbe  aus der Zeit der langobardischen Herrschaft in Italien zu schützen und zu wahren.

 

Die Bauten, Kirchen und Monumente zwischen Udine und Foggia erzählen vom Einfluss dieses germanischen Volkes in Italien im Mittelalter.

Die eindrucksvollen Stätte repräsentieren die Epoche, die 568 n.Chr. mit der Übernahme der Halbinsel durch Alboin, den König der Langobarden, und der Gründung seines Reiches begann und 774 n.Chr. nach dem Sieg Karls des Großen endete.

Sieben Kult- und Machtzentren sind Zeugen einer Epoche, in der das Erbe der späten Kaiserzeit mit den Traditionen der germanischen Völker vereint wurde, so dass eine neue kulturelle, politische und administrative Ordnung entstand, die das Italien der damaligen Zeit kennzeichnete. 

 

Das erste Herzogtum der Langobarden war Cividale del Friuli in der Provinz Udine. Hier findet man die bischöfliche Anlage des Patriarchen Callisto mit den Resten des patriarchalischen Palais und dem prächtigen Tempel der Langobarden. Letzterer ist eines der wichtigsten Monumente der damaligen Zeit in der Region Friaul-Julisch Venetien wie auch in ganz Italien. An dem sehr gut erhaltene Tempel finden sich an einigen Stellen Dekorationen, bei denen langobardische mit klassischen Motiven vereint wurden.

 

In Brescia in der Lombardei finden wir die Klosteranlage Santa Giulia mit der Basilika San Salvatore, ein Zeugnis der Anlehnung der Langobarden an die Klosterbewegung. Künstlerisch gesehen ist die Anlage eines der wichtigsten Beispiele religiöser Architektur im Hochmittelalter. 

In der Provinz Varese, in Castelserpio, liegt das Castrum. Dieser römisch-ostgotische militärische Vorposten wurde von den Langobarden erst in ein Handelszentrum und dann in eine Gebetsstätte umgewandelt. Zu diesem Zweck wurden die Basilika San Giovanni Evangelista, die Kirche Santa Maria Foris Portas und das Kloster Torba erbaut.

 

Ebenfalls ein Meisterwerk der sakralen Architektur ist die Kirche San Salvatore in Spoleto in Umbrien, die bereits in frühchristlicher Zeit erbaut und im 8. Jh. von den Langobarden restauriert wurde. In der Provinz Perugia erhebt sich dann in Campello sul Clitunno der Tempel des Clitunno, eine kleine San Salvatore gewidmete Kirche, in der noch Fresken aus dem 7. Jh. zu sehen sind. Die im korinthischen Stil errichtete Kirche ist von großem künstlerischem Wert und diente häufig als Vorbild für Kunstwerke der Renaissance.

 

In Süditalien war das wichtigste Herzogtum der Langobarden das von Benevento, das sich über Kampanien, die Basilikata und Apulien erstreckte. In Benevento liegt eines der sieben, von der UNESCO geschützten Denkmäler: Die monumentale Anlage Santa Sofia mit der gleichnamigen Kirche, in deren Seitenapsis einige Original-Fresken sichtbar sind.

Ebenfalls Teil des Herzogtums von Benevento ist das Heiligtum San Michele Arcangelo in Monte Sant'Angelo in Apulien, Zeugnis der Verehrung der Langobarden für den Erzengel Michael und noch heute ein wichtiges Ziel für Pilger.

 

 

 

 

 

(Quelle: italia.it)

DER AETNA

Ätna - Catania

 

Er liegt im bezaubernden Sizilien, unweit der Meeresenge von Messina: Der Ätna ist der höchste und noch aktive Vulkan Europas und einer der höchsten weltweit sowie ein UNESCO Welterbe seit Juni 2013.

 

Der Ätna ist «ein herausragendes Beispiel geologischer Prozesse und vulkanischer Landschaften», das seit der Antike besteht und aktiv ist. In der Tat sind 2700 Jahre Aktivität des Ätna dokumentiert und dies ist für die UNESCO ein Weltrekord.

 

Ansicht der Küste und des Ätna Die genaue Motivation der UNESCO bezieht sich auf die Krater, die Asche, die Lavaströme und Lavagrotten und die Landsenke des Hochtals Valle del Bove, die zusammen aus dem Ätna ein wichtiges  Urlaubsziel und ein wichtiges Zentrum für die internationale Forschung machen, mit einer langen Einflussgeschichte auf die Vulkanologie, die Geologie und weitere Disziplinen der Erdwissenschaften. Weiters gelten seine Bekanntheit, seine wissenschaftliche Relevanz und seine kulturellen Werte als weltweites Erbe und so hielt es die UNESCO für wichtig, dieses Gebiet zu schützen und in die Liste des Weltkulturerbes aufzunehmen.

 

Jahrhundertelange Eruptionen haben die umliegende Landschaft verändert und die für Sizilien typische Pflanzen- und Tierwelt in Gebiet verwandelt, das einer Mondlandschaft ähnelt, dem Naturschutzgebiet Ätna, gegründet 1987. Der Park und der Vulkan können entlang der zahlreichen Pfade besucht werden, die für alle Besucher offen stehen. Der Vulkan bietet außerdem verschiedene Krater auf unterschiedlichen Höhen, die durch gelegentliche Eruptionen entstanden sind. Diese sind zugänglich für Besucher und Forscher, die hier in Begleitung von Spezialisten beeindruckende Führungen erleben können. 

 

Von den Forschern abgesehen, die den Ätna seit Jahrhunderten analysieren und beobachten, ist der Vulkan auch für Touristen ein faszinierendes Urlaubsziel und Grund genug, um Sizilien und die schöne Provinz Catania zu besuchen. 

 

Die Verbindung zwischen Catania und dem Ätna ist sehr stark: Der Vulkan herrscht über das gesamte Gebiet und ist kennzeichnend für das Panorama und die Landschaft.  Eine weite und vielseitige Landschaft, die von der Küste des Ionischen Meeres bis zu den weiten Feldern mit Zitrusbäumen, von Kastanien- und Eichenwäldern bis zu den mondähnlichen Flächen um den Ätna reicht. Ein Blick vom Ätna ermöglicht es nicht nur, den Zauber Siziliens zu bewundern sondern auch die Meereslandschaft bis nach Malta zu genießen.

 

In der Nacht ist dann der Anblick des Ätna besonders eindrucksvoll: Der Lavastrom, der entlang der Hänge läuft und die Lavastrahlen, die aus dem Krater hinausspringen beleuchten den dunklen Nachthimmel und bieten ein einzigartiges Naturspektakel.

 

Symbol Siziliens ist der Ätna ein wichtiges Ziel für all diejenigen, die die Insel besuchen und das nicht nur im Sommer: im Winter, wenn der Schnee das gesamte Gebiet bedeckt, wird der Ätna zum beliebten Skigebiet mit modernen Anlagen. 

 

Was Sie nicht verpassen sollten

Innerhalb des Naturschutzgebiets des Ätna Parks sollten Sie das Hochtal Valle del Bove nicht verpassen, ein riesiges Becken am östlichen Hang des Vulkans. Die Hänge sind über 1000 m hoch und von tiefen Canyons gekennzeichnet sowie von der Grotta del Gelo, einer imposanten Höhle vulkanischen Ursprungs, in der sich ein Gletscher geformt hat.

 

Ebenfalls eindrucksvoll ist die Schlucht Gole di Alcantara, die sich im Laufe der Jahrhunderte durch das kalte Wasser des gleichnamigen Flusses geformt hat und entlang der man im eiskalten Wasser laufen kann.

 

Von der bezaubernden Stadt Catania abgesehen, die am Fuße des Ätna liegt, gibt es viele interessante Orte, die es noch in einem Umkreis von 100 km zu besuchen und entdecken gilt: vom malerischen Taormina bis zu den nahegelegen, weiteren UNESCO Welterben  Piazza Armerina, Val di Noto, Syrakus und Pantalica

 

 

 

 

 

 

 

(Quelle: italia.it)

MEDICI VILLEN

Villa_La_Petraia Medici

 

Sie liegen in der bezaubernden Toskana, umgeben von einer üppigen Landschaft, unweit von eindrucksvollen Kunststädten wie Florenz und Lucca: Es sind die Villen der Familie Medici, ein Adelsgeschlecht von Florenz in der Renaissance, die im Juni 2013 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurden. Es  wurden 12 Villen und 2 Gärten ausgezeichnet: Die Gärten Boboli (Florenz) und Pratolino (Vaglia, Florenz); die Villen Careggi, La Petraia, Cerreto Guidi, Castello und Poggio Imperiale in Florenz; Die Villen Belcanto in Fiesole (auch bekannt als Villa Fiesole), Poggio in Caiano (Prato), La Màgia (Quarrata, Pistoia), Artimino (Carmignano, Prato), Cafaggiolo in Barberino di Mugello, Trebbio (San Pietro a Sieve) und der Palazzo Seravezza in Lucca.

 

Die Villen verdienten diese Anerkennung als Zeugnisse des Medici-Einflusses auf die europäische Kultur. Sie wurden zwischen dem 15. und dem 17. Jh. im Einklang mit der Natur errichtet und stellen ein innovatives System an Landbauten dar, die dem Vergnügen, der Kunst und den Wissenschaften dienten.

Es handelt sich um Landresidenzen, die ihrer Zeit voraus waren, da der florentinische Adel hauptsächlich die für die Toskana typischen Gutshäuser oder Burgen besaß, Machtsymbole der damaligen Adelsfamilien.

 

Diese Villen gehören zu den wichtigsten und besten Beispielen einer exzellenten Renaissance-Barock-Architektur in der Toskana. Ihre Gärten und ihre perfekte Integrierung in die umgebende Landschaft haben die  Sensibilität für Landschaftsästhetik gesteigert, die den Humanismus der Renaissance kennzeichnete.

 

Der Boboli-Garten ist das perfekte Beispiel eines italienischen Gartens. Errichtet als großherzoglicher Garten des Palazzo Pitti ist er auch mit der Festung Forte di Belvedere verbunden und erstreckt sich auf einer Fläche von 45.000 Quadratmetern. Erwähnenswert ist der bezaubernde Park der Medici-Villa Pratolino, die 1822 zerstört und nach der Restaurierung zur Villa Demidoff wurde.

Der Park beherbergt eindrucksvolle Werke wie den „Koloss des Apennin“ von Giambologna.

 

In der UNESCO-Welterbeliste finden sich sowohl weltweit bekannte Monumente als auch einige unbekanntere, aber nicht weniger wichtige und beeindruckende Sehenswürdigkeiten. Diese Residenzen stellen einen Mikrokosmos dar, in dem sich das gesamte Hofleben abspielte und die dem Vergnügen und der Repräsentanz dienten.

In einigen versammelten sich die Medici zur Jagd, wie in Trebbio und Cafaggiolo, die auch als eine der ersten Villen errichtet wurden, wie man an der  Ähnlichkeit mit Burgen aus dem 14. Jh. erkennen kann. In Cafaggiolo wurde außerdem eine der wichtigsten Keramik-Werkstätten der Renaissance gegründet.

 

Von Interesse sind auch die Sommerresidenzen, wie Villa Artimino, die wegen der zahlreichen Kamine auch „Villa der Hundert Kamine“ (Villa dei cento camini) genannt wird. 

Ein weiterer Vergnügungsort war die Villa Fiesole, wo sich  Lorenzo de Medici mit Humanisten wie Poliziano und Pico della Mirandola zum Gedankenaustausch traf.

Ein strategisch sehr wichtiger Ort ist die Villa La Màgia, in der 1536 das historische Treffen zwischen Herzog Alessandro de' Medici und Kaiser Karl V. stattfand. Die Villa Carreggi ist eine der ältesten Residenzen, ein wichtiger Ort für Entspannung und Erholung, aber auch wirtschaftliches Zentrum für die zahlreichen Landbaugeschäfte der Familie.

 

Die Residenzen erfüllen heute unterschiedliche Zwecke. Einige, wie La Petraia, dank ihrer über Florenz herrschende Lage eine der schönsten Medici-Villen, gehören zum Museumsverband der Stadt Florenz. Die Villa Cerretto Guidi, die damals der Jagd und als Erholungsort bei langen Reisen diente, ist heute beispielsweise „Museum der Jagd und des Territoriums“.

 

Ebenfalls ein Museum ist heute die Villa Poggio in Caiano, errichtet von Giuliano da Sangallo im Auftrag von Lorenzo dem Prächtigen

Andere Villen sind heute Sitz von Institutionen: die Villa Castello, die einst mit Gemälden wie La Primavera (Frühling) und Die Geburt der Venus von Botticelli geschmückt war beherbergt  die  Akademie della Crusca und die Villa di Poggio Imperiale, die im neoklassischen Stil restauriert wurde, eine Staatsschule. Schließlich der Palazzo Seravezza, der heutige Sitz des „Museums für Arbeit und Volkstraditionen der historischen Versilia“.

 

 

 

(Quelle: italia.it)

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DIE LANGHE UND ROERO

DIE LANGHE UND ROERO

 

 

Die Langhe und Roero zählen zu den faszinierendsten Landschaften des Piemonts, ein Hügelland mit Dörfern und Ortschaften, die sich auf Anhöhen befinden und mit ihren Weinhängen stolz auf ihre gastronomische Traditionen sind. Feinkostliebhaber finden hier reichlich Delikatessen.

Außerdem ist das Gebiet reich an Natur, Kunst und vor allem gutem Wein und guter Küche. Man hat die Qual der Wahl, was man kosten soll und was man als Souvenir mitbringen kann.

   

Gebiet und Ortschaften

Zwischen den Flüssen Bormida und Tanaro befinden sich die Hügellandschaft der Langhe mit ihrem reichlichen Weinanbau, die Bassa Langa (niedrige Langa) und die kleinen befestigten Ortschaften der Alta Langa. 

 

Der Roero hingegen befindet sich auf der linken Flusseite des Tanaro und trägt seinen Namen von einer antiken Familie, die jahrhundertelang ein Lehen beherrschte. Es handelt sich um ein Gebiet, das für lange Zeit in kleine Lehensgüter unterteilt war, so stets untereinander gekämpft wurde; daher rühren die vielzähligen Burgen und Festungen.

 

Die Langhe und der Roero, reich an historischen Spuren, erzeugen einen köstlichen Wein und sind Heimat des hochwertigen weißen Trüffels, dem jährlich eine nationale Messe in Alba, einem seiner wichtigsten Zentren, gewidmet ist. 

 

Sie ist als die Stadt der Trüffel, des Weins und weiterer kulinarischer Delikatessen bekannt und wurde von antiken ligurischen Völkern gegründet.

 

Auch Barolo ist wunderschön. Aus dieser Ortschaft kommt einer der nobelsten piemontesischen Weine, der Barolo. Zwischen den umliegenden Hügeln steht in der Ortschaft, die einst den Gonzaga und Savoia gehörte, die wunderschöne Burg Falletti, in der sich sowohl die Gemeindeönothek befindet, wie auch das Museum der bäuerlichen Kultur, das Objekte und alte Werkzeuge bewahrt.

 

1243 ist auf einer Anhöhe als eines der ersten Städtchen Cherasco gegründet worden, heute für seine Süssigkeiten aus Schokolade berühmt. Die Straßen im Zentrum sind von schönen barocken und neoklassischen Häusern geschmückt. 

 

Eine der ältesten Burgen des Gebiets ist hingegen die Burg in Grinzane Cavour, wo einst auch der Graf von Cavour, Camillo Benso, lebte. Ein großartiges Ziegelsteingebäude aus dem 13. Jahrhundert, das im 17. Jahrhundert wiederaufgebaut wurde, beherbergt heute die regionale Weinhandlung und ein önologisches Museum.

 

Bra hingegen ist die wichtigste Staft des Roero, dem Gebiet der namhaften Weine und Käsesorten, sanften Hügeln und einer ausgezeichneten Küche. Der mittelalterliche Name von Bra, Brayda bedeutet “kultiviertes Gebiet” und scheint uns die sehr antike landwirtschaftliche Bestimmung Roeros zu zeigen.

 

Nützliche Informationen

 

Die Weine

Die Weine der Genossenschaft sind das Ergebnis von verwurzelten önologischen Traditionen des Piemont, die den weltweiten Ruhm des Territoriums der Langa und des Roero zeigt. Die gefragten Weine sind: Barolo, Barbaresco, Roero, Dogliani, Barbera, Nebbiolo, Dolcetto d’Alba, Dolcetto di Diano, Dolcetto di Dogliani, Dolcetto delle Langhe Monregalesi, Langhe, Verduno Pelaverga und der Freisa.

 

Die piemontesische Haselnuss

Zu den wichtigsten Produkten der Langhe und des Roero zählt neben dem Wein auch die piemontesische Haselnuss, ein IGP Produkt. Die Haselnuss wird in den Süsspeisen der Region reichlich verwendet, so findet man sie im Honig, im Terrone, wie auch in unzähligen Schokoladen und Kuchen. Gerade der Nusskuchen ist eine klassische Spezialität der Zuckerbäcker des Gebiets der Langhe und des Roero, die aus gemahlenen Nüssen, Weißmehl, Zucker, Eiern, ein wenig Olivenöl und Germ besteht und ein unverzichtbares Dessert für alle Restaurants in der Gegend darstellt.

 

Langhe und Roero Weine

ARABISCH-NORMANNISCHES PALERMO & KATHEDRALEN VON CEFALÙ & MONREALE

Palermo Duomo



Palermo DuomoDas arabisch-normannische Palermo und die Kathedralen von Cefalù und Monreale wurden vor einigen Tagen von der UNESCO in die Liste der Welterbestätten aufgenommen und bilden damit bereits die 51. italienische Destination mit der prestigeträchtigen Auszeichnung. An der nördlichen Küste Siziliens gelegen, umfasst das arabisch-normannische Palermo neun zivile und religiöse Gebäude, die auf das normannische Königreich von Sizilien (1130 bis 1194) zurückgehen: 2 Paläste, drei Kirchen, eine Kathedrale, eine Brücke sowie die Kathedralen von Cefalù und Monreale. Gemeinsam stellen sie ein außergewöhnliches Beispiel einer sozio-kulturellen Verschmelzung zwischen westlicher, islamischer und byzantinischer Kultur auf der Insel dar, die zur Bildung neuer Konzepte von Raum, Struktur und Dekoration sowie dem ergiebigen Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion führte (Muslimen, Byzantinern, Juden, Lombarden und Franzosen). 

Weitere Informationen: whc.unesco.org/en/list/1487

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